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Arriva's Diary

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Es war einer dieser Tage, an denen es selbst in Down Under, der schönsten Stadt Equestrias (so behaupten es zumindest die Ziegen), wie aus Eimern schüttete und selbst der König der Ziegen nicht wusste, was er bei dem Mistwetter machen sollte.

Er lag auf seinem Thron und ihm wollte partout nichts einfallen, womit er die Zeit hätte totschlagen können...

Ihm war so langweilig, dass er schon am Überlegen war, einfach hinaus in den prasselnden Regen zu gehen und sich in den Pfützen zu wälzen, so wie er es früher gerne gemacht hatte.

Aber inzwischen fand Robert es zu kindisch, und selbst wenn er sich doch versucht hätte, sich zu überwinden, so hätte er es doch gelassen, damit er nicht wieder tagelang im Bett liegen musste, weil er sich bei der Planscherei unterkühlt und sich deswegen hohes Fieber oder eine Grippe zugezogen hätte.

Mürrisch blickte er zu der großen Wanduhr hin und hoffte, dass die Zeiger sich schon ein gutes Stück weiterbewegt hatten, doch sie standen noch fast so wie zuvor unverändert an Ort und Stelle.

Er seufzte.

Ging dieser Tag denn nie zu Ende?!, fragte er sich müde und drehte den Kopf wieder zurück.

Der Regen vor dem Fenster ließ ihn melankolisch werden, und er begann sich am Kopf zu kratzen.

In diesem Moment erhellte ein Blitz den Thronsaal und Robert fiel die Tür zur Bücherei ins Auge, die sich rechts von der Eingangshalle befand.

Hmmm, überlegte er, wenn ich schon draußen nix machen kann und auch sonst nix zu tun habe... warum nicht auch etwas lesen?

Froh, endlich eine Idee gehabt zu haben sprang Robert auf und öffnete die schwere alte Holztür des Seitenflügels.

Der muffige Geruch der Bücher schlug ihm entgegen und er sog ihn ein - voller Vorfreude auf guten Lesestoff, den er nur noch finden brauchte...

---

Robert zündete eine der Laternen an und trug sie vor sich her, während er zwischen den Regalen auf der Suche nach einem oder zwei guten Büchern umherwanderte.

Die meisten Bücher waren unsortiert, weil in diesem Teil der Bücherei kaum jemand etwas suchte, da hier eher Chroniken und Berichte von alten verstorbenen Regenten zu finden waren.

Heldenberichte und Kampfbeschreibungen größtenteils, aber Robert kannte die Bücherei wie seine Westentasche, er hatte Abende lang hier gesessen und sich durch viele der aufgeschriebenen Werke gewälzt.

Eine schon lange nicht mehr geputzte Reihe zog ihn in ihren Bann und er schob sich an Bücherstapeln vorbei zu einem Regal, dessen oberste Etagen unter der Last unzähliger nicht eingeordneter Werke zusammengebrochen waren und sich die Bücher nun über den ganzen Boden verteilten.

Er sah auf die kreuz und quer liegenden zum Teil kaputten oder angerissenen gebundenen uralten Werke, die mindestens 100 Jahre alt waren.

Als sein Blick über einen etwas höheren Stapel glitt, stach ein Buch heraus, das nicht besonders groß und auch nicht so alt wie die umliegenden erschien.

Robert griff danach und inspizierte den Einband.

Doch das Buch trug weder einen Titel noch sonst einen Buchstaben auf dem Deckel, es war nur mit einem bröselnden Ledereinband überzogen und eingestaubt.

Er pustete die Flocken in die Luft und sie tanzten im Schein der Laterne, ehe er sich auf einen kleinen Stapel niederließ und die erste Seite aufschlug.

Doch auch sie war leer, bis auf ein Wort:

Tagebuch.

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Ein Tagebuch..., dachte er sich, geil... toll... spannend...

Er wollte es schon wieder weglegen, als er es sich doch dazu entschloss, zumindest mal die erste Seite zu lesen, um nicht von vorne herein sagen zu können, das Tagebuch wäre langweilig.

Als blätterte er auf die erste Seite, auf der die Einträge begannen, um.

Datiert war sie auf den 11.09.930.

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll...", las er, "ich glaube, das war´s. Es war eine dumme Idee, alleine in den Wald zu gehen um nach Pilzen zu suchen, doch ich habe alle Warnungen ignoriert und habe mich dann auch noch in eine Höhle gewagt... ich war einfach zu naiv. Aber jetzt ist es zu spät, ich bin Gefangene von Ziegen - ja, von Ziegen! Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, jedoch sind sie mir leider alles andere als wohlgesonnen... Sie haben mich hier eingesperrt und meinten, einer Spionin gebührt die Ehre, sie aussuchen zu dürfen, wie sie getötet werden soll... alleine wenn ich schon an die Methoden denke, wird mir schlecht. Ich WUSSTE doch aber nichts von ihnen, und alles war nur ein dummer Zufall... nur niemand glaubt mir... und das dümmste ist: Ich kann nicht mehr sprechen, ich habe meine Stimme völlig verloren! Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll, doch ich nehme an, dass meine letzten Stunden bald ablaufen werden...

Ungläubig starrte Robert auf die Seiten.

Denn er wusste längst, wessen Tagebuch er da gerade las:

Das seiner Mutter, der Ponyprinzessin Arriva.

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Sämtliche Trägheit fiel von ihm ab, und er schlug hastig die nächste Seite auf.

Datum 14.09.930

Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht... und ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder heulen soll... Aber von Anfang an: Kaum dass der König der Ziegen mich, die angebliche Spionin in seinem Verlies etwas genauer unter die Lupe nehmen wollte und vor meine Zelle trat, veränderten sich seine Gesichtszüge nach dem ersten Blick völlig - von böse in... na ja... irgendwie unsicher und erfreut zugleich. Weder die Wachen noch ich verstanden, was mit dem König, einem alten, großen und weise wirkenden Ziegenbock, einem, bei dem höchst wahrscheinlich alle Ziegen hinterherliefen... mal von seiner Frau abgesehen. Doch im nächsten Moment verkündete er den einen Satz, den ich nie vergessen werde:

ICH HABE EINE NEUE FRAU GEFUNDEN!!!

Entsetzt starrten ich und die Wachen ihn an. Doch bevor jemand hatte etwas erwidern können, befahl er den Wachen, die Tür aufzuschließen und meine Fesseln zu lösen. Ich war in diesem Moment so perplex, dass ich einfach nicht wusste, was ich tun sollte... ich wusste es einfach nicht. Die Wachen kamen hinein, lösten die Fesseln und zogen mich hoch. Zitternd stand ich vor ihm, dem Ziegenkönig, der mich freundlich anlächelte.

In diesem Moment wusste ich, dass er es ernst meinte.

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Datum 16.09.930

Die Lage hier ist angespannt. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht für mich ist... die letzten zwei Tage habe ich mit dem Ziegenkönig verbracht, und ich muss sagen, obwohl er alt ist, ist er innerlich noch lange keine 30... er ist lustig, freundlich zu jeder Ziege, hilfsbereit und trotzdem ein Regent, der an der Spitze eines ganzen Volkes steht... dem Volk der Ziegen. Ein Volk, dass der Ansicht ist, alles was ein Pony ist, sei böse. Aber wieso? Ich begreife das nicht...

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Datum 17.09.930

Ich war heute den ganzen Tag in der riesigen Bücherei des Ziegenpalastes.

Nun weiß ich alles.

Heilige Celestia...

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Datum 19.09.930

Seit zwei Tagen versuche ich zu begreifen, was die Ziegen davor bewahrt, wieder Kontakt mit den Ponys und der Oberwelt zu schließen... zumal es sich in der Oberwelt NIEMAND mehr an sie erinnert...

Doch ihnen dies klarzumachen, scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein... ich weiß auch nicht, wo ich anfangen soll... und dann noch ohne Stimme? - Nein, das werde ich nicht schaffen. Aber wie dann?

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Datum 22.09.930

Heute hat mir der König der Ziegen, Edwart III., sein angekündigtes Heiratsangebot gemacht. Seine Berater konnten nur mit dem Kopf schütteln, doch was sollten sie tun?

Und noch viel wichtiger: Was sollte ICH tun?!?

Doch die letzten Tage haben mir gezeigt, dass Edwart, obwohl er alt ist keinesfalls unpassend ist... und ich kann sagen, dass ich mich verliebt habe.

Also nahm ich das Angebot an.

Daraufhin verkündete er seinem Volk die Heirat am nächsten Tag.

Die entsetzten Aufschreie hörte ich laut und deutlich, und mir wurde kalt.

Ich würde zwar eine Königin sein, aber eine, die von ihrem Volk nicht akzeptiert wird...

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Datum 23.09.930

Die Hochzeit heute war unbeschreiblich... ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, geschweige denn enden soll... es war einfach so viel heute. Doch ich habe das Gefühl, dass nicht das ganze Volk so voller Freunde und Glück war... viele hatten immer noch skeptische Gedanken gegenüber mir und den Ponys, doch ich verstehe nicht, wieso die Ziegen solche Angst haben... allein von der Technik her, die ich bis jetzt gesehen habe sind sie den Ponys um Längen überlegen... aber ich schweife ab.

Wichtiger war das heutige Fest und meine Hochzeit mit Edwart, dem Mann, den ich zwar nicht gesucht aber gefunden habe.

Ein wundervolles Hochzeitskleid hatten die besten Näherinnen der Ziegen über Nacht genäht und es passte wie angegossen, dazu noch eine passende Frisur, die kaum ein Pony hätte besser hinkriegen können und ich war bereit - bereit den König der Ziegen zu heiraten.

Als ich den Thronsaal betrat, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus:

Er war wunderschön mit Bannern und Wappen geschmückt und voller jubelnder Ziegen, an denen ich unsicher aber irgendwie stolz vorbei schritt, direkt auf meinen zukünftigen Gatten zu, der in seinem Anzug und mit der Krone auf dem Kopf weise, stolz und glücklich wirkte, weil er endlich die richtige Frau gefunden hatte... mich.

Und ich freute mich auch.

Die Vermählung führte ein alter Ziegenbock durch, der uns fragte, ob wir uns die ewige Treue schwören würden und ob wir auch wirklich miteinander auf ewig leben wollen.

Unser beider Antwort war Ja.

Damit sahen wir uns an und küssten uns.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Ziegen küsste eine Ziege ein Pony.

Das war wirklich ein einmaliger Moment.

Ein Moment, der nie zu Ende gehen sollte.

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Datum 24.09.930

Der Abend gestern war unbeschreiblich, und ich versuche erst gar nicht das in Worte zu fassen... und die Nacht... nein, lassen wir das lieber, fest steht, dass ich vom heutigen Tage an eine wundervolle Krone besitze, eine Krone aus purem Gold mit Edelsteinen daran und einem Bergmannszeichen darauf... ich liebe sie.

Mein Mann hat schon gestern Abend gemeint, dass sie mir super gut stehen würde... und ich ihm geschrieben, wie lieb ich ihn habe.

Auch mit den anderen Ziegen kann ich jetzt mithilfe einer Schiefertafel und Kreide kommunizieren... ich hoffe nur, dass meine Stimme bald wieder da ist...

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Datum 25.09.930

Ich wurde heute von dem besten Ziegenarzt untersucht, ein altes Genie, wie mein Mann mir mit einem Funkeln in den Augen erzählte.

Durch ihn und seinen jüngeren, jedoch seit knapp zwei Jahren verschwundenen Kollegen sei es den Ziegen gelungen, bis in die "Menschenwelt" vorzudringen... dass das etwas nie dagewesenes war, wusste ich auf Anhieb, auch wenn ich nicht verstand, warum das so etwas besonderes war.

Die Untersuchung ergab leider nichts - weder meine Stimme noch ein gutes Ergebnis hat sie bringen können.

Dennoch habe ich das mit diesen "Menschen" erfahren und meinen Mann gebeten, mit mir doch diese Welt einmal zu bereisen.

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Datum 27.09.930

Das erste Pony in einer fremden Dimension zu sein hat schon was, als erstes dann aber auch noch einen alten Ziegenbock als Ehemann zu haben ist schon was ganz anderes... wie auch immer, wir beide haben heute beschützt von der Palastgarde einen Ausflug in eine Stadt namens Leipzig gemacht... eine Menschenstadt.

Um nicht aufzufallen, hat sich unser Äußeres gewandelt... ich habe ausgesehen wie eine waschechte Menschenfrau!

Eine wunderschöne Menschenfrau, hat mein Mann gemeint, und auch er hat auf seine alten Jahre gestrahlt... noch immer denke ich, dass er innerlich einfach noch nicht so alt ist wie er zu sein behauptet.

Aber das beste kam erst noch:

Die Menschenstadt war riesengroß, es gab einfach alles und... man konnte in so vielen Geschäften einkaufen, dass es schon fast an Zauberei grenzte.

Doch sooft man mich auch fragte, ich lehnte immer ab - warum sich etwas kaufen wenn man schon alles besitzt, was man braucht... na ja, fast alles.

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Danach kamen einige weniger interessante Einträge und Robert blätterte sie schnell um.

Vier Seiten weiter hielt er wieder inne und las gespannt weiter.

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Datum 13.10.930

Seit heute Morgen weiß ich, dass ich schwanger bin... und ich freue mich so gigantisch darüber, weil ich kaum geglaubt hätte, dass mein Mann das noch schafft.

Aber er hat es - wahrscheinlich schon in unserer Hochzeitsnacht - und das ist die Hauptsache.

Desweiteren wundert es mich, dass der kleine Knirps so verdammt schnell in mir wächst - warum auch immer, es geht ziemlich rapide, wie auch Prof.Dr.Fisch, der mich immer behandelt und untersucht immer wieder betont.

Was es auch immer ist... es ist eigentlich egal, denn sowohl ich als auch mein Mann und das ganze Ziegenvolk haben diese Nachricht mit unbeschreiblicher Freunde empfangen und aufgenommen.

Ich hoffe, dass sie mich jetzt etwas mehr akzeptieren...

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Datum 16.10.930

Okey, ich beginne mir langsam Gedanken zu machen, dass irgendetwas mit unserem Kind nicht stimmt.

Laut meines Arztes müsste ich eigentlich seit acht Monaten schwanger sein, bin es aber erst knapp einen... nur der Kleine ist schon ein kleiner Riese und es sieht wohl so aus, als würde ich ihn nicht mehr lange tragen können... und das macht mir Sorgen.

Große Sorgen.

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Datum 24.10.930

Endlich habe ich wieder die Kraft zum Schreiben... die letzten Tage waren ein Gang durch Himmel und Hölle gleichermaßen.

Angefangen hat alles am 17. mit großen Schmerzen in meinem Unterleib und keine Stunde später war ich im Krankenhaus, Verdacht auf Frühgeburt.

Es lief mir so eiskalt den Rücken hinunter, dass ich vielleicht mein Kind verlieren könnte, dass es mir den Schlaf raubte und ich drei Tage lang wach lag und selbst unter den stärksten Beruhigungsmitteln nicht einschlafen konnte.

Dazu diese ständigen Schmerzen, bis es am Morgen des 22.10. mit einem Mal vorbei war und ich plötzlich ZWEI, ja zwei Kinder an meiner Brust liegen hatte.

Sie waren trotz der ganzen seltsamen und viel zu kurzen Tragezeit kerngesund und putzmunter... und obwohl sie Zwillinge waren ganz verschieden:

Das eine Pony, das andere Ziege.

Doch dieser Moment der absoluten Ruhe und des Glückes in welchem ich schwebte hielt nicht lange an.

Als mein Mann endlich hereingelassen wurde und er seine beiden jungen Prinzen sah, wurde sein Gesicht noch bleicher als es eigentlich schon war und er befahl den Ärzten knapp, das Zimmer zu verlassen.

Dann kniete er sich an mein Bett und weinte bitterlich.

Auf meine Frage hin, warum er sich nicht freue, dass er gleich zwei Thronnachfolger hatte beichtete er mir, dass es ein uraltes Gesetz der Ziegen gab, welches besagte, dass es immer nur einen Prinz geben dürfe, den erstgeborenen... und der andere zu töten sei.

Mich überkam ein Gefühl aus Wut und schäumender Ohnmacht gleichermaßen.

In diesem Moment wollte ich selbst eigentlich nur noch sterben.

Ich gab ihm zu verstehen, dass ich mein eigenes Kind nicht hergeben würde, um es töten zu lassen, und wenn sie mich deshalb auch umbringen wollten, war mir das auch gleich.

Er schluchzte, dass er dieses Gesetz auch unrechtmäßig finde, jedoch nichts daran ändern könne... zumindest nicht auf die Schnelle.

Jedoch hatte er eine Lösung für das Problem: Unser zweitgeborenes Kind wollte er ins Waisenhaus bringen, später könnten wir es ja adoptieren und damit wäre alles wieder in Butter.

Ich schrie, das käme nicht infrage, das wäre schändlich, das...

Es half nichts.

Ich musste meinen kleinen zweiten Sohn abgeben.

Als mein Mann mit einem Tragekörbchen zurückkam und die Herausgabe meines kleinen Fohlens forderte, lächelte ich schwach und seufzte:

"Das ist das erstgeborene... du musst dein kleines Ziegenkind in das Waisenheim bringen..."  

Zur Salzsäule erstarrt glotzte er mich an, wusste aber, dass es jetzt kein Zurück mehr gab.

Zum letzten Mal hielt ich meinen kleinen Sohn, dem ich noch keinen Namen gegeben hatte in den Armen, dann wurde er mir entrissen.

Für immer.

Meinen anderen nannten wir Robert, zum Gedenken an einen Helden, der einst Ponys und Ziegen zusammen in die erste Schattenschlacht geführt hatte... vor unendlich langer Zeit.

Das Ziegenvolk nahm seinen neuen Prinz mit gemischten Gefühlen an - einerseits glücklich, ihn zu haben, andererseits... ja, er war eben ein Pony.

Und auch das bereitete mir Sorgen...

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Datum 27.10.930

Mein Leben ist über Nacht ein absoluter Albtraum geworden.

Heute Morgen ist mein Mann, Edwart III. nicht wieder aufgestanden.

Ich habe ihn küssen wollen, doch seine Lippen waren blutleer und eiskalt.

Sein zufriedenes Lächeln wirkte wie eingefroren und sein Fell glänzte nur noch stumpf in der aufgehenden Sonne.

Auch die herbeigerufenen Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun... er war tot.

Altersschwäche, hieß es von offizieller Stelle, doch ich weiß, dass man mir indirekt vorwirft, ich habe etwas damit zu tun... nur wenige glauben mir, Prof.Dr.Fisch eingeschlossen.

Er will meinen Mann obduzieren um die einwandfreie Todesursache festzustellen... solange muss ich noch waren.

Und mich ausheulen...

Seinen Anblick, IHN, und alles, was er für mich getan hat werde ich nie vergessen.

Er war der beste Mann, den ich mir habe wünschen können.

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Datum 29.10.930

Er sein einen natürlichen Todes gestorben, hat mir der Professor heute nachdenklich mitgeteilt, er sei einfach alt gewesen und... ja.

Aber ICH sei diejenige gewesen, die ihm und dem ganzen Ziegenvolke seinen größten Wunsch erfüllt habe und dass ich stolz auf mich sein solle und stark bleiben müsse.

Ich erwiderte was das MIR helfen solle, ehe er meinte, dass er mir alles erzählen würde, jetzt sofort wenn ich das wünsche.

Ich wünschte - und er begann.

Nicht auslassend beschrieb er das Leben seines Königs - und auch dessen erste Frau, deren Sohn und den tragischen Unfall, der die beiden das Leben gekostet hatte.

Erst jetzt verstand ich, was mein Erscheinen doch für ein Glück gewesen war - nicht nur für mich...

Der alte Ziegenbock mir gegenüber endete das Gespräch mit den Worten:

"... und wisse eines, liebe Arriva... dein Erscheinen hat vieles geändert, deswegen sei auf der Hut... ich muss es in naher Zukunft auch sein..."

Damit ließ er mich mit der Frage nach dem Warum im Raum sitzen und verschwand.

Es war das letzte Mal, dass ich ihn sehen sollte...

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Datum 04.11.930

Die Lage hat sich verschlimmert.

Man verlangt nun von mir, einen neuen Mann zu heiraten, einen Grafen, den ich nicht mal ansatzweise leiden kann.

Schon auf der Hochzeit mit Edwart kam er mir schleimig vor, und genau das ist er auch.

Wenn ich noch einmal sehe, wie er meinem kleinen Robert über den Kopf streichelt verliere ich die Beherrschung.

Können mich die Ziegen nicht in meiner Trauer alleine lassen?! - Ich will doch nur verstehen lernen, wie man mit dem Tod eines geliebten Ziegenbockes umgeht... mehr nicht!

Und da ich immer noch nicht sprechen kann...

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Datum 05.11.930

Der Druck von allen Seiten wird immer stärker, ich komme kaum noch zur Ruhe.

All der Prunk und das Gold um mich herum treiben mich noch in den Wahnsinn, die Ziegen mit ihrem Graf haben das schon geschafft.

Und zu allem Überfluss versucht noch jemand mich umzubringen... heute hat ein vergifteter Pfeil meinen Kopf bei einem Spaziergang im Schlossgarten nur um wenige Zentimeter verfehlt.

Ich hätte alles für möglich gehalten, nur nicht, dass jemand versucht, das Problem SO zu lösen...

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Datum 07.11.930

Vor lauter Schmerzen kann ich kaum noch schreiben... ich weiß, dass dies mein letzter Tagebucheintrag sein wird, ich spüre es... es geht zu Ende mit mir.

Doch was mir gestern und heute widerfahren ist und WARUM das alles passiert ist, ist immer noch so surreal für mich, dass ich es hier in den letzten paar Stunden meines Lebens, die mir noch bleiben nicht begreifen werde... all das nur wegen eines dummen Amuletts, dessen eines Bruchstück in dem Anhänger von meinem Edwart war, das er mir zu unserer Hochzeit geschenkt hat... ein kleines unscheinbares Dreieck mit einem A darauf...

Ich dachte, dass dieses A für mich steht, für Arriva... stattdessen steht es laut denen, die mich so zugerichtet haben für eine alte Gottheit... um Magie, die so stark sein soll, dass nicht einmal Prinzessin Celestia und die Elemente der Harmonie etwas dagegen ausrichten können.

Erst jetzt wird mir klar worum ging es also die ganze Zeit ging, deswegen all der Glanz der Kristallstadt, all der Reichtum, Sombra... alles durch göttliche Magie, die für größere Macht und größeren Einfluss missbraucht wurde. Nur deswegen all das Leid, all der Krieg, all das Blut... und ich wurde benutzt von dieser Schlampe, dieser falschen Prinzessin... ich hoffe, dass sie eines Tages durch diese Magie, zu deren Sklaven sie sich gemacht hat hinterrücks vernichtet wird, so wie sie es verdient...

Ich hoffe nur, dass eines Tages jemand dieses Buch finden und verstehen wird, warum ich, Arriva schon so früh meinem lieben Edwart in das ewige Reich der Götter folgen werde... und dass vielleicht jemand meinen Tod zumindest ansatzweise rächen kann.

Selbst wenn nicht... dann bleibt mir nur noch eines zu sagen:

Ich hoffe, dass mein Sohn Robert eines Tages seinen Bruder finden und mit ihm zusammen, einer netten und lieben Frau und zwei Kindern das Reich der Ziegen regieren wird... und dass er die Ziegen und die Ponys wieder vereinen wird... so wie sein Urahne auch...

Arriva

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Eine Totenstille lag über der Bibliothek als Robert diese letzten Zeilen seiner Mutter las, deren Schrift zum Ende hin immer schwacher und unleserlicher wurde ihre Unterschrift am Ende war kaum noch zu entziffern.

Dann senkte er seinen Kopf und weinte hemmungslos.

Alles war eine Lüge gewesen.

Jemand hatte seine Mutter auf dem Gewissen und alle hatten sie es abgestritten, alle hatten sie es geleugnet, dass sie umgebracht worden war.

Doch eines hatten sie nicht gewusst... das zweite Königskind.

Aus einem Waisenhaus.

Das Kristallkönigreich.

Diese Gedanken fest im Hinterkopf erhob sich der Ziegenkönig schweren Herzens wieder und verließ die Bücherei wieder.

Er hatte noch etwas zu erledigen.

Als er die Straße hinunter in Richtung Bahnhof durch den strömenden Regen schritt, erhellte für kurze Zeit ein Blitz Down Under und ließ die glühend roten Augen des Ziegenkönigs noch gespenstischer wirken als sie es ohnehin schon waren.

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Auch in der Kristallstadt goss es wie aus Kübeln und Cadance und Shining Armor hatten es sich in ihrem Thronsaal mit zwei Tassen Tee und etlichen Keksen auf einem Berg Kissen gemütlich gemacht, als draußen erneut ein Blitz direkt vor dem Kristallfenster krachte und der Donner das Schloss leicht erzittern ließ.

"Das ist ein Wetterchen draußen, nicht wahr?", bemerkte Shining Armor und nippte an seinem Tee, "bloß gut dass wir hier drinnen sind..."

"Das ist es...", fand seine Gattin, "wer um diese Zeit draußen ist muss entweder etwas wahnsinnig Wichtiges vorhaben oder..."

KA-WUMM!!!

Die Explosion zerriss die komplette Palastdecke und ließ einen Regen aus Kristallsplittern auf die beiden und die Gardisten niederprasseln, was einige von ihnen nicht überlebten.

Ehe einer von ihnen hatte reagieren können knallte es erneut - dieses Mal riss es das Schloss komplett auseinander und begrub die verbliebenen Wachen und einen Teil der Stadt unter sich.

Shining Armor riss sein Schwert aus der Scheide und stellte sich in den peitschenden Regen vor seinen Frau, als es die nächste Explosion gab, welche einen Großteil der Kristallstadt in Scherben und Splitter legte.

"WAS ZUR HÖLLE...?!?!", schrie Shining Armor gegen den Wind, als ihn plötzlich etwas am Hals packte und ihn mit einem Ruck brach.

Cadance starrte entsetzt ihren vor sich liegenden toten Mann an, als sie eine dunkle auf sie zu schreitende Gestalt im Regen erkannte.

Ohne Vorwarnung feuerte sie einen Lichtblitz auf ihn - und dieser traf sie mit voller Wucht zurück, riss sie von den Füßen und ließ sie bis kurz vor die Abbruchkante des gesprengten Schlosses rutschen.

Bevor sie sich hatte aufrappeln können stand er direkt vor ihr.

Es war nicht schwer zu erkennen, wer das Alihorn vor ihr war.

Und ohne dass er ein Wort verlor wusste sie, warum er hier war.

Zitternd lag sie vor ihm und atmete hastig, während er ihr seinen rechten Vorderhuf an die Kehle legte.

"Du hast dich an meiner Familie vergriffen!", schnaubte er zornbebend, "und dafür wirst nun nach 80 Jahren bezahlen!!!"

Er drückte langsam ihre Luftröhre und sie rang nach Atem und Worten, während seine Gesichtszüge immer härter wurden.

Sie versuchte ihre Magie einzusetzen und sich zu befreien, doch als um ihr Horn die Magie zu knistern begann packte er ihren Kopf und schlug ihn mit dem Horn so heftig gegen einen herumliegenden Stein, dass er abbrach und sie vor Schmerzen und Panik gleichermaßen aufschrie.

"DU MIESE SCHLAMPE WAGST ES AUCH NOCH MICH ANZUGREIFEN?!?!", zischte er wütend, "DU WILLST ALSO NICHT FÜR DAS GERADESTEHEN, WAS DU MEINER MUTTER UND SOMIT AUCH MIR ANGETAN HAST?!?!"

Wieder donnerte er ihren Kopf auf den Stein und erste Platzwunden rissen sich in ihr Gesicht, bevor er sie an der Mähne packte und zu sich herumriss, sodass sie ihm in die blutrot leuchtenden Augen blicken musste.

"SIEHST DU DIESE AUGEN?!?!", lachte er schallend, "WEIßT DU, WESHALB ICH DIESE AUGEN HABE?!?! - WEIL ICH NIE EINE FAMILIE HATTE, DIE MICH HÄTTE DAVOR BEWAHREN KÖNNEN IN DIE TIEFSTEN HÖHLEN EQUESTRIAS ZU KLETTERN UND DORT JEMANDEN ZU TREFFEN, DER SO STARK UND MÄCHTIG IST, DASS ER DIESES GANZE LAND HIER IN TAUSEND STÜCKE SPRENGEN KANN OHNE DABEI MIT DER WIMPER ZU ZUCKEN?!?! UND WEIßT DU WAS DAS FÜR EIN GEFÜHL IST EINE MUTTER ZU HABEN, DIE SICH FÜR EINEN AUFOPFERN WOLLTE UND ES NIE KONNTE, WEIL SIE JEMAND WEGEN EINES ARMULETTES, DAS ANGEBLICH NOCH MÄCHTIGER MACHEN SOLL, ALS MAN ALS ALIHORNPRINZESSIN EINES GANZEN VOLKES SCHON IST EINFACH MIR NICHTS DIR NICHTS UMGEBRACHT HAT, WO SIE DOCH BESTIMMT HÄTTE REDEN KÖNEN?!?! - ICH...!!!"

"Lass... mich... reden... bitte...", presste sie hervor, "b... bitte..."

"WAS WILLST DU MIR DENN SCHON SAGEN, NUR WIE DU SIE UMGEBRACHT HAST ODER WAS?!?!"

"Nein...", keuchte sie, als er seinen Huf von ihrem Hals hob, "ich will das mit dem... Amulett erklären..."

"GLAUBST DU WIRKLICH, DASS MICH DAS INTERESSIERT?!?!", schrie er zornbebend, "DIESES SCHEIßDING IST MIR SO EGAL WIE...!!!"

"Aber ich... habe es... doch gar nicht... mehr..."

"DAS GIBT DIR DAS RECHT DICH ZU ENTSCHULDIGEN?!?!", brüllte der Ziegenkönig mit hochrotem Kopf, "ES GEHT MIR AM ARSCH VORBEI, DU HAST MEINE MUTTER UMGEBRACHT, KAPIERST DU BLÖDE SCHLAMPE DAS NICHT?!?!"

Dieses Mal schlug er sie in den Bauch und sie krümmte sich von Schmerzen zusammen.

"Ich... wurde... doch... nur..."

"IST MIT WURSCHT, NUR DIE RACHE FÜR IHREN TOD IST MIR NOCH ETWAS WERT!!!"

Mit diesen Worten rammte er seinen Huf in Cadance Hals und ließ ihr Rückenmark knacken, drehte ihn langsam herum und genoss ihre Höllenqualen, bevor er ihren Schädel packte und mit einem finalen Ruck umdrehte.

Ein letztes Mal zuckte ihr Körper, als noch eine Blutfontaine aus ihrem Hals schoss und seinen Huf bespritzte, ehe ihre Augen sich nach innen drehten und sie ein letztes Mal ausatmete.

Prinzessin Cadance, die Mörderin seiner Mutter war tot.

Die Rache war sein.

Nachdem er ihre Gedanken gelesen hatte drehte er sich um, warf ihr einen letzten verachtenden Blick zu, spuckte auf ihr aus, spannte seine Flügel auf und flog davon, weg von der brennenden Kristallstadt.

---

Der Ziegenbock saß in seinem gemütlichen Sessel am Kaminfeuer im Thronsaal des Ziegenschlosses, als sich das Tor leise aufschob und Robert mit einem vor sich her schwebenden Buch hindurch trat.

"Abend Robert...", freute sich der Ziegenbock über die Störung, "was hast du denn da für´nen schönen Schinken?"

"Der Schinken, der uns endlich Gewissheit gibt..."

"Was für Gewissheit?"

"Dass wir Brüder sind..."

Der Ziegenbock starrte seinen König verblüfft und erstaunt an.

"Du meinst...?"

"Ja, waschechte Brüder..."

"Wie zur Hölle hast du...?!"

"Tja, dies ist das Tagebuch unserer Mutter, der Ponyprinzessin Arriva..."

"Du machst Witze!"

"Nein, zum Glück nicht... denn so habe ich endlich die Wahrheit erfahren..."

"Noch etwas, was...?"

"Ja, ihren Tod... ihren Mörder gibt es nicht mehr und auch nichts, was ihm lieb und teuer war!"

Mit Entsetzen musste der Ziegenbock feststellen, dass die Augen seines Bruders dunkelrot leuchteten, obwohl Cyro nicht mehr in ihm lebte...

"KOMM ZU DIR!!!", schrie er panisch, "KOMM VERDAMMT NOCHMAL WIEDER ZU DIR, BITTE!!!"

"Aber ich bin doch da...", lachte der Ziegenkönig schallend, "nur, einen Gott kann man nie ganz töten..."

"SEI WIEDER GANZ DER ALTE!!!", kreischte der Ziegenbock wieder und sprang von seinem Sessel auf, jederzeit zum Kampf bereit.

Doch Robert blieb regungslos an Ort und Stelle stehen, zuckte mehrere Male kurz, schüttelte sich einmal kurz und guckte dann seinen besten Freund und Bruder wieder mit ganz normalen Augen an.

"Was ist denn mit dir los?", fragte er verunsichert über dessen Gesichtsausdruck, bis es ihm dämmerte.

"Oh nein, sag bitte nicht dass..."

"Doch, genau DAS...", atmete der Ziegenbock erleichtert auf, "wieder Cyro... heilige Luna, ich dachte, du hättest ihn ein für alle Mal..."

"Das dachte ich auch... aber du weißt doch, seine Macht ist immer in mir..."

"Stimmt... mist, hatte ich vergessen... und nochmal mist, weil... ja, du ihn immer noch nicht kontrollieren kannst..."

"Eigentlich ja schon, aber..."

"EIGENTLICH ist gut...", murrte sein bester Freund, "oder glaubst du, das grade eben..."

"Ja, du hast ja Recht... ach man, es ging einfach nicht anders..."

"Was ist denn überhaupt los?!", wollte der Ziegenbock kopfschüttelnd wissen, "ich verstehe im Moment nur noch Bahnhof..."

Weiter kam er nicht, weil plötzlich eine Botenziege in den Thronsaal gerauscht kam und entsetzt rief:

"Das Kristall-Königreich wurde soeben völlig verwüstet!!! Alles brennt, alles ist vernichtet!!! Man braucht unsere Hilfe!!!"

Ehe der Ziegenbock etwas sagen konnte, gab Robert knapp Anweisung:

"Helft mit allen verfügbaren Kräften, nehmt die Soldaten, sie sollen die Überlebenden bergen... nur ohne mich, mir geht es nicht besonders gut... Ferdi soll diese Mission anführen!"

"Verstanden mein König!", salutierte die Ziege und verschwand wieder.

Dann platzte der Ziegenbock los.

"WAAAS, DU HAST...?!?!"

"Cadance hat unsere Mutter auf dem Gewissen, und weiß du auch warum?!", erklärte Robert sachlich, ehe er fortfuhr, "wegen eines Amuletts, was angeblich göttliche Kräfte besitzen soll und das sie, nur weil sie so machtgeil ist unbedingt haben wollte, nur deswegen mussten wir beide ohne sie aufgewachsen!!!"

"Aber..."

"Ich habe Cadances Gedanken gelesen, bevor ich dieses miese Stück Dreck zerquetscht habe...", schnaubte Robert ernst, "und jetzt weiß ich auch, was genau passiert ist an jenem verhängnisvollen 06.11.930..."

"Halt stopp!", bremste der bis jetzt nichts verstehende Ziegenbock seinen Bruder, "bitte... was auch immer ist, beginne vorne und so, dass ich dir folgen kann, ok?! - Ich versuche es zumindest..."

"Gut... also, es begann damit, dass ich dieses Buch hier gefunden habe..."

Er gab seinem gehörnten Freund das alte Tagebuch seiner Mutter und dieser las.

Nach knapp zehn Minuten liefen auch dem General der Ziegenarmee die ersten Tränen über das Gesicht und Robert nahm ihn sanft in seine Arme.

"Ich weiß, wie du dich jetzt gerade fühlst... und auch ich habe erst jetzt verstanden, was es heißt dich zu haben... Bruder."

"D... danke...", schniefte der Ziegenbock und ein Weinkrampf überkam ihn, "das... das ist alles so... passend, dass..."

"Das ist mehr als passend... es ist unser Leben."

Der Ziegenbock schlug das Buch zu und legte es weg, bevor er seinen König und Bruder noch fester drückte.

"Und du... bist wirklich mein Bruder... mein leiblicher Bruder..."

"So siehts aus... und du meiner..."

"Und ich dachte immer... meine Eltern..."

"... waren doch gar nicht mal so unbekannt...", grinste Robert schon wieder eine Spur fröhlicher, "es war das alte Königspaar..."

"Das hieße ja theoretisch, dass ich Ponygene besitze...", stellte der Ziegenbock belustigt fest, "oh man, wenn ich das Applejack erzähle..."

"Die wird sich was wundern...", lächelte Robert und drückte seinen Bruder noch einmal etwas fester an sich, "und all die anderen auch... nur eines sollten wir ihnen vorenthalten..."

"Du meinst den Tod..."

"Genau, aber wenn du es wissen willst, werde ich..."

"Ich weiß nicht ob das eine gute Idee ist..."

"Dann sollte ich es lassen, ok? - Ist denke ich mal auch besser so, auch ich hätte es nicht unbedingt erfahren müssen..."

"Aber eine Frage...", kam es leise vom Ziegenbock, "hat sie leiden müssen?"

"Nein... nicht viel... zum Glück...", meinte Robert tonlos, "dafür Cadance umso mehr..."

"Ob das wirklich das Beste war, was man hätte tun können?"

"Ich weiß es nicht... der einzige, den man fragen könnte ist Cyro... oder das was von ihm übriggeblieben ist..."

"Hmmm... na ja, also brauchen tu ich das eigentlich nicht... ich glaube, es würde mich noch unglücklicher machen..."

"Das brauchst du nicht zu sein..."

"Aber unsere Mutter..."

"... hat dafür gesorgt, dass wir uns gefunden haben... nach so langer Zeit... und immerhin hat sie indirekt Rache bekommen... ob das hilft, na ja, aber schon mal besser als Ungewissheit!"

"Stimmt schon...", seufzte der Ziegenbock, "ach komm her Robert, ich müsste ja eigentlich so glücklich sein..."

"Eigentlich?", lächelte Robert, als er und sein Bruder sich wieder fest drückten, "ich bin es... du etwa nicht?"

"Ich... ich... ja, doch!", flüsterte der Ziegenbock ihm ins Ohr, "ich bin ja so froh, dass ich dich doch noch gefunden habe... meinen echten Bruder... und dass ich weiß wer meine Eltern sind..."

"Und ich, dass unsere Freundschaft doch kein Zufall war..."

Nein, der war es wahrhaftig nicht.

Und während die beiden da vor dem Kamin sich gegenseitig ihre Gefühle füreinander spüren ließen lag einer wach auf seiner Wolke, strich sich die pinke Mähne gerade und grübelte angestrengt vor sich hin...

---

ENDE

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