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Die Alte Ära: Kapitel 11 - Die vergessene Welt

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Deckung, KRIEEECH!!!

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Die folgende Ponypasta enthält Abschnitte mit kriegerischen Auseinandersetzungen, massiver Gewalt und viel Blut; lies sie dir also nur durch, wenn du dir der Inhalte bewusst bist und nicht gleich in Ohnmacht fällst, wenn du dir das Knie aufschlägst!

Die Alte Ära: Kapitel 11 - Die vergessene Welt ist mehrteilig! Der vorherige Teil der Reihe ist Die Alte Ära: Kapitel 10 - Das Zentrum der Magie, und der nächste Teil der Reihe ist Die Alte Ära: Kapitel 12 - Die Wahrheit.

Keine zwei Meter von Lunas, Shadows und Mellis Hufen entfernt saß Hellje auf dem sandigen Boden der kleinen Insel und kehrte ihnen den Rücken zu, zwischen dem Gott und ihnen schwebte eine summende Energiewand, undurchdringlich für jedes irdische Wesen.

"Hellje!", rief Luna freudig, auch wenn sie längst gemerkt hatte, dass etwas nicht so ganz stimmte, "oh man sind wir froh, dich zu sehen, du..."

Noch immer zeigte ihr Freund keine Reaktion und Mellis machte entschieden einen Schritt auf den Energieschild zu, als ihn die Stimme des Gottes warnte:

"Berühre diese Barriere nicht... sie schützt euch vor mir... und wird euch töten, wenn ihr ihr zu nahe kommt..."

"Vor dir?!", fragte der Ghost Rider unsicher, "wieso... wieso vor dir?"

"Weil... weil ich ein Monster bin!", stieß der Gott hervor und vergrub sein Gesicht in seinen Hufen, "ich... ich habe zu viele schlimme Dinge getan und zugelassen..."

"Das ist doch Quatsch!", versuchte Shadow ihn zu beruhigen, "du bist auch nur ein Pony, und manchmal bestimmt das Leben eben, ob es Kriege gibt oder nicht... das..."

"Aber bestimmt das Leben auch, dass jemand alles verliert, was ihm lieb und teuer war?!"

"Manchmal... tut es das, ja... leider...", murmelte Luna betreten, "aber das ist... das Leben, das..."

"ABER NICHT SO, WIE ICH ES ERFAHREN MUSSTE!!! - DAS WAR EIN SCHEIß VON LEBEN, UND ICH HASSE MICH SO SEHR DAFÜR, DASS ICH DIESE DINGE GETAN HABE!!!"

"Hellje...", probierte Shadow es nochmal, "mensch, auch mein Vater hatte Pech im Leben... vielleicht hat er dir..."

Der Gott rückte ein Stück zur Seite und die Schattenstute fiel vor Schreck fast in Ohnmacht - Overlord lag mit zerfetzter Rüstung und vielen offenen Wunden da im Staub und regte sich bis auf schwache unregelmäßige Atemzüge kein bisschen.

Sie stürzte ohne Nachzudenken nach vorne - Mellis allein rettete sie vor der durch die Luft zischenden Energie und hielt sie mit aller Gewalt fest, sie schlug und trat nach ihm, brüllte immer wieder "LASS MICH LOS, ICH MUSS MEINEM VATER HELFEN!!!", und erst als Luna dem Ghost Rider zur Unterstützung eilte schafften sie es, Shadow auf den Boden zu ringen und dort festzuhalten, ohne dass sie sich weiteren Schaden zufügen konnte.

"Verdammt Hellje...", keuchte Mellis erschöpft, "was ist in dich gefahren?!"

"Ich... ich kann es euch erzählen, aber es wird nichts mehr helfen... es reißt die alten Wunden nur noch mehr auf..."

"Was für alte Wunden? - Hellje, komm schon, wir sind Freunde auf Lebenszeit...", lächelte Luna gekniffen freundlich, "bitte, wenn du Sorgen hast, dann teile sie uns mit, wir können dir helfen!"

"Es wird euch zerstören, jeden von euch, der hier gerade sitzt..."

"Bitte... ich werde es verstehen können, die anderen ebenso!"

"Ich lasse mich nicht gerne zwingen...", seufzte der gelbe Pegasus, "aber ihr wollt es so - so soll es sein..."

Er drehte seinen Kopf wieder geradeaus und starrte weit weg in das tiefe Blau des Meeres.

"Diese Welt, so wie wir sie heute kennen, ist keine zweitausend Jahre alt... der Planet, auf dem ihr steht dagegen uralt und war lange Zeit von einem hoch gebildeten Geschlecht besiedelt - den Menschen. Ihre Rasse entwickelte sich besser als jede tierische, weil sie eins hatten: Ein Gehirn, mit dem sie denken konnten und sich unter allen Tieren weit hervor taten. Sie lebten in Zivilisationen zusammen, die mit der Zeit immer größer und mächtiger wurden, sie erfanden neue Dinge und fanden Dinge über sich selbst und die Natur heraus, die so exakt waren, dass sie sie für ihre Zwecke nutzen konnten - die Technik und das Handwerk waren geboren und erlaubten den Menschen sich noch weiter auszubreiten. Doch wo Gutes und Überfluss herrscht, gedeiht Böses und Verderb - eines Tages - die Menschheit war an einem Punkt angelangt, wo ihre Forschung etwas erreicht hatte, worauf keiner stolz sein konnte - sie hatte Waffen entwickelt, die den ganzen Planeten auslöschen konnten - und mächtige einflussreiche Menschen davon erfuhren und sie sich unterjochten. Sie wollten in ihrer unstillbaren Habgier immer mehr und mehr und schlossen sich so schließlich in zwei Gruppen zusammen, der Nord-West-Föderation und der Ost-Süd-Konföderation, die bald darauf in Streit gerieten und einen Krieg auslösten, in dem Waffen eingesetzt wurden, die ganze Zivilisationen und Länder dem Erdboden gleich gemacht haben... und da beginnt meine Geschichte...

Ich war ein... ein Mensch, ein Mensch wie so viele andere auch. Ich hieß Nikolai und hatte eine Familie, meine Familie... und einen besten Freund, Overlord... der früher einmal Tobias genannt wurde. Wir lebten in einer großen Stadt namens Berlin, deren Trümmer ihr auf eurem Weg hierher gesehen habt und waren dort frei und unbeschwert, lebten ein gutes Leben und genossen es... bis dieser Krieg begann, dieser gottverdammte Wahnsinn aus noch mehr Machtgeilheit und Größenwahn - als hätten die Menschen nichts dazugelernt... aber egal, ich schweife ab. Wir wurden in den Kriegsdienst auf Seiten der Nord-West-Föderation eingezogen und mussten gegen unseren Willen kämpfen - Tobias sprach einmal mit einem vorgesetzten Offizier, der ihn nur auslachte, weil er nach Hause zu seiner Familie wollte. Schließlich mussten wir beide erfahren, dass fast die ganze Stadt und mit ihr die ganze Welt durch diese neue Superwaffe zerstört worden war - und mit ihr waren unsere Familien vernichtet worden... ich verfiel in tiefste Depressionen, bis mir klar wurde, dass die Schuldigen an diesem Verbrechen nur ihrer gerechten Strafe zugeführt werden konnten, wenn wir den Krieg von nun aus selbst in die Hand nahmen. Tobias weigerte sich, ich tat es... ich beendete diesen Wahnsinn...

Am letzten Tag des Krieges schlich ich mich am frühen Morgen aus unserer Unterkunft und stahl einen Hubschrauber der Ost-Süd-Konföderation, mit dem ich Einlass in ihr streng geheimes transportables Labor erhielt, das sich zu diesem Zeitpunkt in Berlin befand und dessen Inhalt eine neue Superwaffe sein sollte, die noch viel mächtiger als die bisherigen war. Um diese Waffe zu zerstören, würde sich auch bald die Nord-West-Föderation aufmachen und das finale Gefecht bestreiten, also war Eile geboten - ohne Rücksicht auf Verluste schoss ich alles nieder, was in meinem Weg stand und erreichte schließlich den zentralen Tresor, angeschossen, aber lebendig. Ich entriegelte die Tür, schnappte mir die Waffe, die nicht viel größer als ein einfacher Ziegenarmee-Rucksack war und betätigte die Zündvorrichtung, ehe mich die Kugeln der angerückten Wächter durchsiebten..."

Shadow war auf den Boden gesunken, Luna stand unbeweglich da und Mellis starrte den alten Gott mit Unfassbarkeit an.

"Die Waffe war eine Art Energiebombe, die eigentlich nach außen detonieren und alles Leben im Umkreis von 20.000 Kilometern auslöschen sollte... doch sie hatte einen Defekt und implodierte stattdessen - sie riss mich an sich und meinen rechter Arm fast ab, bevor sie doch noch explodierte, dabei aber einen großen Teil der Energie in mich schoss und in mir band... schwer vorstellbar, aber es ist die einzig halbwegs logische Theorie... jedenfalls zerfetzte diese Wucht alles um mich herum und ich konnte in Bruchteilen von Sekunden nur noch ein Leben retten - das meines besten und einzigen verbliebenen Freundes Tobias... ich konnte nicht viel für ihn tun, das gelang mir.

Die Welt lag in Schutt und Asche vor mir und ich konnte so vieles - schweben, Dinge erschaffen, ganze Kontinente verschieben... aber ich wollte nicht noch einmal Menschen haben, die sich gegenseitig töten würden - wenn ich schon einmal diese Chance hatte, etwas völlig Neues zu erschaffen, dann in diesem Moment. Ich schickte Tobias die Combine, die ich selbst kurz vorher auf Grundlage eines Comicheftes geschaffen hatte und brachte ihn von der Erde weg, bevor ich meine Macht dazu nutze, den größten Teil der obersten Erdschicht komplett auszuradieren und gleichzeitig zwei Söhnen zu erschaffen, die ich mit der Aufgabe der Neuschöpfung von Kreaturen beauftragte... nach Vorlage der letzten Seite dieses besagten Comicheftes, auf der ein Cartoon-Pferd abgebildet war. So entstanden die Ponys und anderen Kreaturen Equestrias... die Namen und Ideen dazu ließ ich meinen Söhnen immer unterbewusst zukommen und sie übernahmen sie einfach... ich lag derweil auf meiner Wolke und freute mich über den nun herrschenden Frieden und für meinen Freund "Overlord", der nun Anführer seines eigenen Volkes, der Combine, war.

Aber die Zeiten änderten sich, und ich hätte wissen müssen, dass es wieder Gut und Böse geben würde... nur hatte ich mir geschworen, mich nicht mehr in das Geschehen in Equestria einzumischen, und das ein für alle Mal... im Nachhinein habe ich es hin und wieder doch getan, weil ich das Böse nicht immer triumphieren lassen konnte - das beste Beispiel hierfür ist ein Fohlen gewesen, das ich zwei Jahre in der Zeit nach vorne geschickt habe, während es aus der Regenbogen-Fabrik fiel und gleichzeitig habe weich und so landen lassen, dass der Ziegenbock es findet und es noch Überlebenschancen hatte... ich weiß, wie ich mich gerade anhöre, aber es ist so... ich kann nicht mehr zurück, und je näher ich so Equestria und seinen Bewohnern kam, desto schlimmer wurde es... bis es knapp vor einer Woche eskalierte..."

Lange nachdenklich schwieg er, von den drei Freunden vor dem Schild sprach keiner ein Wort, weil keiner von ihnen auch nur ansatzweise fassen konnte, was wirklich in der Vergangenheit passiert war...

Als Luna es vor lauter Druck kaum noch aushalten konnte, platzte sie die alles entscheidende Frage hinaus:

"Was ist passiert?"

Hellje blickte sie traurig an und eine Träne rann seine Wange hinunter.

"Ich... Robert hat mich und Overlord zu sich ins Labor bestellt... wegen dieses Trümmerteils, ihr wisst schon... na ja, Overlord hat es sofort erkannt und damit auch mich, weil die gedankliche Barriere, die ich ihm in den Kopf gesetzt hatte damit komplett ohne Fundament mehr war - er stellte mich zur Rede, und ich verlor die Beherrschung. Ich verletzte ihn schwer, Robert griff mich an... durch sein Labor geht ein großer Schacht... es war nicht schwer... ein verletzter Flügel... er stürzte... er fiel... ich floh, floh vor euch allen, floh vor der Wahrheit, aber nun weiß ich, dass sie kein Entrinnen kennt... und dass... dass auch diese Welt eine sterbende ist..."

Er hob seinen rechten Huf und vor ihm schossen plötzlich gewaltige Vulkane aus dem Meer, der Boden unter den Hufen der Freunde begann zu beben und Risse zogen sich durch den Felsen.

"Lebt wohl...", hauchte der Gott und erhob sich, "es tut mir leid... aber anders werde ich meine Vergangenheit nicht los..."

Und gerade als er gefährlich zwischen ihm und den drei sich fest aneinander drückenden Freunden krachte, landeten der Rest des Rettungsteams auf der Insel und bemerkten entsetzt, dass Equestria kurz vor dem Untergang stand...

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(Ende des elften Kapitels)

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