Fandom

PonyPasta Wiki

Die Alte Ära: Kapitel 16 - Nachwirkungen

410Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Kommentare16 Teilen
Die Alte Ära: Kapitel 16 - Nachwirkungen ist mehrteilig! Der vorherige Teil der Reihe ist Die Alte Ära: Kapitel 15 - Die zweite Schlacht um Ponyville, und der Nachfolger wurde (noch) nicht veröffentlicht.

(Bemerkung: Dieses Kapitel ist sozusagen der Bonus, also all das, was an Szenen und Ideen übrig geblieben ist und nicht mehr wirklich in die Main-Story gepasst hat... joar x3 )

---

Während der Siegesfeier

---

"Hellje?"

"Hm?"

"Könntest du mir einen Gefallen tun?"

"Aber sicher Arriva... was möchtest du denn?"

"Also, pass auf..."

-

Einige Stunden danach...

-

Cadance konnte sich nicht bewegen.

Um sich herum war es stockdunkel und kalt.

Sie wusste nicht, wo sie war, sie wusste nicht, warum sie hier war.

Sie versuchte zu sprechen, aber kein Wort kam über ihre Lippen... sie war geknebelt, und irgendetwas sagte ihr, dass das kein gutes Zeichen war.

Um ihren Hals lag ein unnatürlicher Druck, der ihr das Atmen erschwerte, dazu roch es nicht gerade angenehm, wie in einem...

Plötzlich sprang das Licht an - und sie sah sich gefesselt in ihrem eigenen Kerker an der Wand stehen, die Hufe hinter dem Rücken... und vor sich ein in einen Kapuzenmantel gehülltes Einhorn.

Langsam kam es auf sie zu und kicherte:

"Du dachtest wohl, dass du mich einfach so aus dem Weg räumen kannst und dich meines Stückes des Amuletts der Götter bemächtigen kannst, nur weil ich nicht fliegen kann?! - Am heutigen Tage werde ich dir zeigen, dass man solche Scherze nicht an mir oder meiner Familie ausprobiert!"

Es zog ein Seil aus einer der Taschen seines Umhangs und befestigte es an Cadances Halsband, die sich wegzudrehen versuchte - keine Chance, ein Knoten noch, und das Einhorn hatte sie fest im Griff.

"Wollen doch mal sehen, ob du eine brave Cadance bist und mir folgen willst...", höhnte das Einhorn, dessen Name Cadance auf der Zunge brannte, doch geknebelt sprach es sich schlecht, und sie hatte auch nicht den Eindruck, dass ihr Gegenüber gewillt war, mit ihr in irgendeiner Form diskutieren zu wollen...

Viel eher machte es "Klack!" und sie hatte die Hufe von der Wand frei - da wurde sie auch schon nach vorne gezerrt, und egal was sie versuchte, sie musste dem Einhorn folgen, wenn sie noch Luft bekommen wollte.

Tränen liefen ihr das Gesicht herunter, es half nichts, ihr Peiniger gab ihr keinen Meter Freiraum, riss sie weiter wie einen bockigen Esel, hinein in einen dunklen Raum, in dem er sie ruckartig losließ und lachend in der Schwärze verschwand.

Es wurde totenstill, und Cadances Panik steigerte sich mehr und mehr - was wollte dieses Pony von ihr?!

Sie merkte zu spät, dass er hinter ihr stand, und ehe sie sich hatte umdrehen können, spürte sie etwas Neues um ihren Hals, etwas Raues.

Sie stand bewegungslos da, als wieder das Licht an ging, sie wollte es nicht wahrhaben... doch die Schlinge um ihren Hals war definitiv echt, und das vor ihr stehende Einhorn auch... dieses Mal ohne Kapuze und diabolisch grinsend.

Cadance versuchte wieder zu schreien, kein Ton durchbrach ihnen Knebel, keines der tausend Worte drang bis zu Arriva hindurch.

"Cadance, du brauchst mir nichts zu sagen...", lachte sie böse, "es wäre doch eh sinnlos - was soll ich mit tausend Entschuldigungen, wenn man sich nicht auf dein Wort verlassen kann?! Oder hättest du Robert etwa nicht fallen gelassen, wenn meine Leibwächter zu spät gekommen wären?! Nein? - Mir doch auch egal, du hast mir achzig Jahre meines Lebens gestohlen, meinen Söhnen ihre Kindheit, den Ziegen ihre Freiheit, den Ponys die Wahrheit! Und dafür wirst du heute sterben, und zwar so, wie du es dir nie erträumt hast!"

Das pinke Alihorn riss an seinen Fesseln, schrie, heulte, warf sich in alle Richtungen, versuchte zu entkommen - vergeblich, und als Arriva zu einem Hebel trat, meinte sie noch:

"Grüß mir die Sirenen in der Hölle... und ach ja, schau mich an - du wirst nie wieder lachen, weil ich keine Flügel habe und nur nutzlos auf der Erde herumlaufen kann, aber ich werde lachen, dass dir deine Flügel gleich nicht helfen werden! - Ach ja, und schau mal, was ich jetzt habe..."

Cadance realisierte zu spät die wahre Bedutung dieser Worte, weil ihr fassungsloser Blick viel eher auf der sich lässig dem Umhang abstreifenden Arriva und ihren... Flügeln hing, und erst, als sie zwei Meter tiefer hing, das Seil ihr die Luft abschnürte und sie panisch im Todeskampf hin und her zappelte, wünschte sie sich, Arriva niemals als ihre Freundin gesehen zu haben und versucht hatte, ihr Leben nach allen Regeln der Kunst zur Hölle zu machen.

Und dass sie sie damals in diese Höhle gestoßen hatte... das war der größte Fehler in Cadances Leben gewesen.

Ein letzter Atemzug entwich ihr, dann war Prinzessin Cadance tot, erhängt, ohne die Möglichkeit, ihre Flügel zu benutzen.

Ironie des Schicksals...

---

Arriva besah ihr Werk und wischte sich den Schweiß von der Stirn, doch halt, sie hatte etwas vergessen... eine Stunde später war sie fertig, duschte sich, bürstete sich das Fell, zog sich ein schönes Kleid und passende Hufschuhe an, kämmte sich die Mähne und besah sich im Spiegel.

Perfekt!, dachte sie zufrieden, du siehst glänzend aus! - Na denn, auf zum Ball!

Sie verließ ihre Privatgemächer und trabte die Treppe hinunter zu Roberts Hofzug, der schon auf sie wartete und nach Down Under bringen sollte - hinein und Abfahrt!

Wenig später rauschte sie über die Strecke... und genoss es sich den Wind durch die Mähne blasen zu lassen.

Und einmal nicht selbst fliegen zu müssen, obwohl sie es konnte... aber das hatte sie Cadance lieber vorenthalten...

---

Derweil im Ziegenschloss...

Der Ziegenbock trug eine edle und wahnsinnig schmuck aussehende Uniform, die er selbst zwar viel zu eng und kratzend fand, aber sie verdeckte all seine Bandagen und Verletzungen perfekt... und für Prestige muss man eben etwas bluten, also war das schon ok.

Dafür fand er Applejack neben sich umwerfend, ihr Kleid stand ihr perfekt, die Mähne dazu passend in Form gekämmt.. hach ja, es hatte ja auch nur schlappe zwei Stunden gedauert, bis sie das Badezimmer wieder verlassen konnte... aber egal, für sie brachte er schließlich die liebsten und größten Opfer.

Seinem leicht spöttischen Blick folgte sie und grinste wie ein Schulfohlen:

"Gefalle ich dir etwa?"

"Mehr als das, du siehst umwerfend aus, Schatz!"

"Awww, das freut mich aber... du siehst übrigens auch nicht schlecht aus..."

"Dämlicher Klitsch!", beschwerte er sich nur, "aber was soll´s, ich stehe das hier durch, und zuhause kann ich des wieder in den Schrank stopfen und da drin vergammeln lassen!"

"Du hast Probleme...", kicherte sie vergnügt, "dabei würde meine Oma dich so gerne öfter in Uniform sehen..."

"Da fällt mir gerade was ein... hast du sie heute schon gesehen?"

"Omma?"

"Jo."

"Yupp."

"Wo steckt sie grade? - Ich dachte eigentlich, dass sie mitkommen wollte..."

"Sie schwebt gerade...", strahlte Applejack über ihr ganzes Gesicht und zog ihn nahe an sich heran, "sie schwebt auf Wolke sieben... so wie wir..."

Und sie küsste ihn.

---

Zur gleichen Zeit auf Sweet Apple Acres

"Das ist so wunderschön, Allen... so wunderschön, dass ich mit dir auf meine alten Tage noch einmal den Sonnenuntergang genießen darf, und dieses Mal ohne dass uns jemand nachspioniert..."

"Wo du recht hast, hast du recht...", lachte ihr Gegenüber und drückte sie einen Tick fester an sich, bedacht, ihr dabei nichts zu brechen, "tja... damals... das waren noch Zeiten, gell?"

"Jetzt sind sie besser, auch wenn ich es nicht mehr so genießen kann wie damals... aber wenn ich könnte, dann würde ich mit dir so vieles machen, all das, wofür wir nie die Zeit hatten..."

"Wir hatten die Zeit, aber die anderen ließen uns nicht gehen... was soll´s, jetzt ist sowas kein Problem mehr - und sage nicht, dass das Alter ein Hindernis ist - ich bin Wissenschaftler... das bekomme ich schon irgendwie gedeichselt!"

"Du bist und bleibst ein Optimist, Allen...", seufzte Granny Smith und lehnte sich zurück, "hach ist das schön, dass du wieder da bist..."

"Und dass ich dich wiederhaben darf... für mich ganz alleine..."

-

Noch lange saßen die beiden da und genossen dieses Glück.

Ihr Glück.

---

Applejack und der Ziegenbock waren schwer in ihre Liebkosungen vertieft, als sie schallendes Gelächter hörten und ihm neugierig nachkamen... in Roberts und Lunas Gemach erwartete sie ein Bild, dessen Skurilität alles übertraf:

Hochzeit.png

Der Ziegenkönig steckte in den Kleidern seiner Frau, die wiederum seinen Anzug trug!

Jack stand daneben und wierte wie ein Irrer, auch seine Mutter konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, wohingegen ihr Mann nicht sehr begeistert schien... nicht einmal sein Bruder konnte diesem Blick standhalten und lachte laut auf: "Robert, heilige Arriva, was haben sie denn mit dir gemacht?!"

"Nach was sieht´s denn aus?!"

"Mein Dad in nem Kleid, dass ich das erleben darf!", johlte sein Neffe, "davon brauche ich ein Foto, sonst glaubt mir das keiner!"

"Haha...", brummte Robert ungehalten, "ich find das irgendwie nich so witzig... Luna, kannst du mich nicht aus diesem schrecklichen Kleid holen?"

"Dazu musst du aber ganz lieb Bitte sagen..."

"Bitte hol mich..."

Fanfaren ertönten und die Ziegenkönigin horchte auf: "Tja, scheint wohl so, dass die Feierlichkeiten beginnen - ich bin schonmal auf dem Balkon!"

Und ehe was kannste war sie draußen... ihr Mann wusste, dass zum Umziehen keine Zeit mehr blieb, atmete einmal tief durch und meinte: "Yolo, dann eben so!"

Und ehe ihn jemand hatte hindern können trat der Ziegenkönig im Spitzenkleid auf dem Balkon, hielt seine übliche Rede und brachte es wie ein Kerl über die Bühne... trotzdem sollten all die Ziegen diesen Anblick nie wieder vergessen!

---

Marktplatz von Ponyville, drei Tage später

"Ist es gut so?"

"Es sieht... klasse aus, tausend Dank ihnen, John!"

"Nein, ich habe dir zu danken, Lyra... es ist dein Verdienst, dass der wahre Held dieser Schlacht verewigt wurde..."

"Danke... und ich werde ihn nie vergessen, nie!"

Sie stand vor dem nicht zu übersehenden Denkmal, wischte sich den Schweiß von der Stirn und weinte leise, stolz und glücklich.

Dr. Schinken wusste nur zu gut, dass er keinen Kuss von ihr zu erwarten brauchte, und dass Private Ryder nicht zufällig der Equestria Army beigetreten war... und er würde es für sich behalten.

Und während er schwieg, lächelte er.

Denn er war glücklich.

---

ENDE

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki