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Die Alte Ära: Kapitel 1 - Die Entdeckung

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Die Alte Ära: Kapitel 1 - Die Entdeckung ist mehrteilig! Der nächste Teil der Reihe ist Die Alte Ära: Kapitel 2 - Die Vision.

Es war ein sonniger Morgen in Equestria, als Robert durch die ersten Sonnenstrahlen neben seiner Frau Luna geweckt wurde.

Müde gähnte er - war es doch gestern ziemlich spät geworden... aber egal, zum Aufstehen brauchte er erstmal eine Tasse Tee.

Verschlafen hievte er sich hoch und schlurfte in die Küche, in der es zu dieser frühen Stunde noch leer war.

Eine Kanne war schnell gefunden, das Wasser mit Magie fix erhitzt und der Tee nach einer halben Minute bereits fertig.

Nach drei Tassen kehrten auch die letzten Lebensgeister in den Ziegenkönig zurück und er stellte die Kanne noch schnell ins Schlafzimmer auf Lunas Nachttisch (der Geruch würde sich bald seinen Weg in ihre Nase bahnen und auch sie wecken, dachte er gut gelaunt) und trabte einen Ziegenmarsch pfeifend aus seiner Residenz und nach Down Under hinein.

Hier war schon mehr los - die Straßen wie immer voller beschäftigter Ziegen und die meisten Geschäfte schon geöffnet.

Ein schöner Tag..., freute er sich und grüßte die nächste Gruppe Ziegen, kann er eigentlich noch besser werden?

"Hey Robert!", vernahm er eine bekannte Stimme und drehte sich um, "auch schon wach?!"

"Ja Moin Sunset!", grinste Robert über sein ganzes Gesicht, "was heißt hier schon?! - Eher sollte ich das dich fragen... oder war er etwa nicht heute Nacht bei dir?"

"Ohhh duuu!", quietschte sie vergnügt und drückte sich an seine rechte Seite, "nein... der war nicht bei mir... weswegen ich nichts dagegen hätte, wenn wir zwei..."

"Awww... aber immer doch...", hüstelte Robert belustigt und brach in schallendes Gelächter aus.

Sunset lachte mit ihm - es war ihr Insider, diese spezielle Art der Begrüßung und gab dem Ziegenkönig Gewissheit, dass die Nacht für seinen besten Freund wohl mehr als zufriedenstellend verlaufen sein musste...

"Denn... was machst du grade so?", lenkte Robert das Thema in eine andere Richtung und wischte sich die letzten Freudentränen aus dem Gesicht.

"Och... eigentlich nix besonderes... mal gucken, was es so gibt halt, ne?"

"Tja dann... hättest du vielleicht Bock mich nach Canterlot zu Hellje zu begleiten?"

"Au gerne!", freute sie sich, "dann kann ich ihm den ganzen Tag ganz nah sein..."

"Stimmt!", kicherte Robert und verkniff sich eine fiese Bemerkung, "na denn komm... der Zug wartet nicht!"

"Bin schon da!", lachte Sunset und folgte ihm in Richtung Bahnhof.

---

Punkt 10:03 Uhr waren sie im unterirdischen Bahnhof der Residenz Celestias angelangt und fünf Minuten später oben im Thronsaal, wo der Freund der Prinzessin sie bereits erwartete.

"Robert!", rief Hellje strahlend, "da bist du ja! - Ohhh, und in Begleitung..."

"Tja, kein Hengst ist eben gerne länger als fünf Minuten allein...", konterte der Ziegenkönig charmant lächelnd, "... also..."

"Schon klar!", grinste der Gott, "aber Hufe weg von ihr... sonst kenne ich da jemanden in Blau, der..."

"Jaja...", kicherte nun Sunset, "nee, soweit lasse ich es nicht kommen... mein Atlanas bleibt mein Atlanas, und damit basta!"

"Hast du bei Niben auch schon behauptet...", konnte Hellje es nicht lassen.

"Komm schon!", murrte sie eingeschnappt, "ich will ja nix sagen, aber... dein Sohn ist ne Niete im Bett!"

"Da ich das schlecht beurteilen kann, du aber wohl kaum Käse erzählst, fasse ich das mal als Kann Stimmen auf..."

"Wenn ihr zwei Knalltüten denn mal fertich mit eurer langweiligen Diskussion seid schlage ich doch glatt vor ne Runde Skat zu spielen...", ging Robert dazwischen, "das soll Spaß machen, wisst ihr?"

"Wenn es das soll...", frohlockte Hellje, "dann gebe ich als erster!"

So pflanzten sich die drei an den großen Tisch und begannen wild die Karten zu dreschen...

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Zur gleichen Zeit waren mehrere Ziegen-Bautrupps damit beschäftigt die Gleise zwischen der Kreuzungsstelle Holly Shades und Manehatten auszuwechseln, ein kürzlicher Eisenbahnunfall hatte noch einmal auf den katastrophalen Zustand der Strecke aufmerksam gemacht und sofortigen Handlungsbedarf erfordert.

Neben etlichen Eisenbahnarbeitern waren auch zwei Kampftruppen Ziegen mitsamt Kadetten anwesend, die heute lernen sollten, was es heißt, mal so richtig körperlich arbeiten zu müssen, selbstverständlich nur mit Spitzhacke und Spaten.

Die Sonne knallte bereits jetzt schon mit voller Kraft auf ihre Köpfe und ließ ihnen den Schweiß eimerweise den Körper herunter fließen.

Von einem provisorischen Holzturm aus überwachte Ferdi die Bauarbeiten und genoss seinen Posten als General in vollen Zügen - zu gut wissend, dass er sonst auch hätte da unten ackern müssen... gerade so ein Fundament für ein Signal in feuchtem Untergrund auszuschachten war eine Aufgabe, auf die er dankend verzichten konnte...

Zufrieden mit seinem Leben lehnte der junge Ziegenbock sich zurück und sog genüsslich die frische Luft ein, als plötzlich eine gewaltige Explosion die Stille in Sekundenbruchteilen zerriss und seinen Posten mit Erde und Steinen bombardierte, bis einer der Pfeiler einknickte und die ganze Konstruktion mit lautem Krachen umstürzte, bevor die niedergehende Staubwolke die ganze Baustelle in sich verschluckte.

---

Das Nächste, an das Ferdi sich erinnern konnte, war der stechende Schmerz in seinem Hinterkopf, der ihn aus seiner Ohnmacht gerissen hatte und ihn erneut dort hin zu befördern drohte.

Stöhnend versuchte er sich aufzurappeln, doch er lag begraben unter Trümmern - als er das realisierte schoss das Adrenalin blitzartig durch seinen Körper und gab ihm die Kraft, den Schutt über sich anzuheben und aus dem stickigen Loch zu brechen.

Mit verschwommenem Augen versuchte er ein Bild der Lage zu erfassen, es gelang ihm nur teilweise, bis plötzlich zwei Gestalten vor ihm auftauchten und zu ihm sprachen - sprechen versuchten, denn er vernahm ihre Stimmen nicht.

Plötzlich klatschte etwas von links gegen seinen Kopf und ließ seine Trance bröckeln, dann wieder, wieder, und... wieder.

"Warum... warum schlagt ihr mich?!", schnaufte er schwach in Richtung der beiden Ziegen, die ihn da festhielten und schüttelten.

Eine von ihnen rang sich ein Lächeln ab und fragte ihn noch einmal:

"Ferdi, alles ok bei dir? - Bis du wieder voll da?!"

"Jaja...", stöhnte er unter einer erneuten Kopfschmerzattacke, "oh man Leute, was... was ist los... ?!"

"Ne Menge ist los!", rang die andere Ziege hektisch nach Atem, "hier hat es grade eine Mordsexplosion gegeben!"

"W... was?!", konnte ihr General es nicht fassen, "w... werden wir etwa hinterrücks angegriffen?!"

"Nein, schaut nicht so aus...", meinte die Ziege kraftlos und sackte auf den Boden, "hier... hier muss etwas unterirdisch gewesen sein..."

"Wo genau?!", wollte Ferdi wissen und riss sich los, "los, bringt mich hin!"

Wortlos wurde er zu dem gewaltigen Explosionskrater geführt, dessen Ausmaße die Gewaltigkeit der Explosion spürbar werden ließen.

"Heilige Luna...", hauchte der junge Ziegenbock ehrfurchtsvoll, "meine Fresse... die ganzen Arbeiter! - WIE VIELE LEBEN NOCH?!?!"

"Tja... bis auf uns noch ungefähr zehn weitere, die wir bis jetzt gefunden haben...", kam es tonlos von seinen Rettern, die sich gerade um einen neuen Verletzten kümmerten, "wir hoffen, dass das nicht alle waren..."

"Ich helfe euch sofort!", versprach Ferdi schnell und grabschte sich sein Funkgerät, "vorher ordere ich mal Hilfe aus Down Under..."

Und während er mit dem Ziegenbock sprach kamen ihm erste Zweifel, ob das hier wirklich "nur" ein natürlicher Unfall gewesen war...

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Robert lauschte den Worten seines Bruders mit blankem Entsetzen, sagte nun ein- zweimal "Ja... ja..." und "Ach du... nein!" und legte schließlich mit kalkweißer Nasenspitze (noch weißer als sonst) auf.

Zitternd drehte er sich zu Hellje, Sunset und Celestia.

"Es... es hat ein schreckliches Unglück gegeben... auf der Eisenbahnbaustelle bei Holly Shades... eine riesige Explosion... ich muss da sofort hin!"

"Oh nein!", hauchte Hellje mitfühlend und stand auf, "ist... ist die Lage schlimm?"

"Es scheinen viele der Arbeiter... es nicht überlebt zu haben..."

"Heilige Luna!", entfuhr es Sunset, "dann müssen wir da sofort hin und...!"

"Nein, du und Celestia, ihr bleibt ihr oder macht euch schnellstmöglich nach Down Under!", blockte Robert ab, "das ist zwar echt nett von dir... aber... bitte, helft den Familien dieser armen Ziegen und kümmert euch um die Verletzten..."

"... was am besten vor Ort geht, du sagst es!", unterbrach Celestia ihn, "und deswegen keine Widerrede, wir kommen mit!"

Der Ziegenkönig entgegnete nichts, was Sunset Sicherheit gab und sie anfügte:

"Ich... ich habe Krankenschwester gelernt... falls..."

"Ja, dann kommt mit, aber schnell bitte, die Zeit drängt... wer weiß wie viele Ziegen noch unter den Trümmern begraben sind... heilige Luna..."

Zusammen schossen die Vier ohne ein weiteres Wort zu verlieren Robert hinunter zum Bahnhof.

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Ihr Zug war der vierte Rettungstrupp, der die Unglücksstelle erreichte.

Aus Down Under waren bereits die Fallschirmspringerstaffeln eingetroffen und eifrigst damit beschäftigt ihre Kameraden aus den Schutthaufen zu bergen, aus Manehatten waren zwei Züge mit Katastrophenhelfern und dort stationierten Equestria-Soldaten eingetroffen, aus Holly Shades waren etliche Bewohner erschienen und aus der Kristallstadt war eine Abordnung der dort sichernden Black-Ponys eingetroffen, die den Ziegen und gleichzeitig den Verletzten halfen.

Schon von Weitem erspähte Robert den Ziegenbock und Ferdi, die auf einem großen Steinblock saßen und heftig miteinander diskutierten.

Als sie ihren König und Bruder erkannten sprang der ältere von ihnen sofort auf und kam zu Robert und den anderen gerannt.

"Grüß dich...", begann er hastig, "die Lage ist mäßig bis stabil... unsere Fallschirmjäger sind schnell bei ihrer Suche nach Überlebenden... bisher haben sie kaum Leichen gefunden..."

"Immerhin...", seufzte Robert kraftlos und trottete zu Ferdi hin, neben den er sich auf den Stein fallen ließ, "und, schon was zur Unglücksursache bekannt?"

"Nee, leider nich...", gab sein Bruder Auskunft, "wir wissen nicht grade viel... niemand kann sich an was erinnern, nicht mal Ferdi, und das will was heißen, denn er hat auf dem Überwachungsturm gesessen..."

"Du hast nichts gesehen?", erkundigte sich jetzt Robert zur Sicherheit lieber noch einmal und sein junger Offizier schüttelte traurig den Kopf, "nein... überhaupt nix... es gab nur so einen Mordsknall, und dann... dann..."

"Schon gut...", lächelte sein König schwach und legte seinen rechten Arm und seinen jungen Freund, "du konntest nichts dafür... selbst wenn es ein feiger Angriff war, wie hättest du ihn stoppen können?!"

"Ja aber...", schniefte Ferdi mit geröteten Augen.

"Nix aber! - Du hast deine Pflicht getan, doch manchmal passieren eben Dinge, die nicht vorhersehbar sind... egal was es ist... mach dich deswegen nicht fertig, und ich schwöre dir, wenn ich den erwische, der das hier war, dann kann er sich ein neues Fell suchen, weil ich ihm das alte eigens vom Körper reißen werde!"

"Jaaa... so kenne ich dich auch nicht anders...", huschte für einen Moment ein Grinsen über Ferdis Gesicht, bevor er sich nachdenklich am Hinterkopf kratzte und bemerkte:

"Sag mal... unter der Bahnstrecke... gab es da schon vorher einen Kabelkanal?"

"Einen Kabelkanal?!", wurde der Ziegenbock hellhörig, "nee, definitiv nicht! - Moment mal, war da etwa sowas?!"

"Ich bin mir jetzt nicht sicher... aber ich könnte schwören dass da etwas war... das nach Metall aussah... und da hingen Kabel raus, aber..."

"LOS, HIN DA!!!", brüllte Robert, schnappte sich Ferdi und riss ihn mit sich zu der Grube hin, schob ihn bis an den Rand und ließ den jungen Ziegenbock suchen, bis dieser schließlich fündig wurde und rief:

"Da! - Da ist dieses Ding!"

Er deutete auf eine Stelle, die vor lauter wieder herein rutschendem Schutt kaum noch auszumachen war, doch tatsächlich, dort ragte irgendetwas aus Metall noch ganz knapp aus dem Boden.

Mit wenigen Sätzen war Robert bei diesem Objekt und begann mit seiner Magie die Erde ringsherum zu Seite zu schieben, bis man erste Konturen eines Objektes erkennen konnte, er kurz einen Schritt zurück trat und gleich darauf weiter zu buddeln begann.

Immer mehr Erde schleuderte er aus der Grube hinaus und zog einige der Helfer an, die neugierig einen Blick erhaschen wollten, bevor der über dem Explosionskrater kreisende Ziegenbock sie wieder an ihre Arbeit jagte.

Robert arbeitete sich verbissen vorwärts, bis er das Ding ganz zutage gefördert hatte und erstaunt zurücktrat, auch sein Bruder landete nun und gab den Weg zum Kraterrand frei, sodass auch etliche Helfer einen Blick in den Sprengkrater erhaschen konnten - und ebenfalls verwundert inne hielten.

Dieses Objekt, was der Ziegenkönig ausgegraben hatte... das... das war doch...

Keiner von ihnen konnte seinen Augen so recht trauen, aber keine fünf Minuten später wurde über ihren Köpfen durch Ferdi eine absolute Diskretion verhängt - keine Details über den Fund an die Öffentlichkeit, wenn doch Todesstrafe.

Eingeschüchtert schwiegen sie - obwohl sich keiner recht erklären konnte, weswegen man wegen dieses Dings so einen Trubel veranstaltete... es war doch nur ein altes...

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In Equestria war die Stimmung an diesem Abend angespannt.

Über das Unglück wurde nichts gemeldet, totale Nachrichtensperre hieß es von den hohen Stellen, und damit Ende der Durchsage - zwar gab es die Helfer und Verletzten, aber auch die weigerten sich das winzigste bisschen Detail preiszugeben...

Viele kamen nicht zur Ruhe, aus Angst vor etwas unbekanntem, das im Schlaf auch über sie herfallen konnte - andere streiften unruhig durch die Straßen, warfen immer wieder nervöse Blicke zum Himmel und erschraken jedes Mal, wenn sich jemand Fremdes näherte.

Auch wenn das mysteriöse Ding, das in aller Munde war längst von seinem Fundort abtransportiert worden war und wahrscheinlich an einem geheimen Ort sicher gelagert wurde keine direkte Gefahr mehr darstellte, kursierte das Gerücht, dass weitere von diesen Dingern kommen und Leid über das Pony- und Ziegenvolk bringen würden...

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Am nächsten Morgen hatte sich die Lage nicht gerade gebessert und Ziegenkönigin Luna hatte die Schnauze voll von dieser ganzen Panik und Geheimniskrämerei, für die offensichtlich ihr Mann und ihre Schwester verantwortlich waren.

Sauer wollte sie ihn beim Frühstück zur Rede stellen, doch Robert war nicht wie sonst üblich schon längst wach und hatte Tee gekocht, nein, die Kanne war kalt und der Thronsaal leer.

Auch im Labor (das kannte sie inzwischen) und in seinem Privat-Lokschuppen war er nicht, geschweige denn im Schlossgarten oder auf Sweet Apple Acres, wo Luna die todmüde Applejack für nichts aus dem Bett geschmissen hatte.

Canterlot? - Fehlanzeige, Kaserne? - Nope, Truppenübungsplatz? - Auch nicht...

Spätestens als sie das Telefon wieder auf die Gabel zurücklegte, weil Safira ihr versichert hatte, dass Robert auch nicht mit Eross unterwegs war, beschlich sie ein ungutes Gefühl...

---

Ende des 1. Kaptiels

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