FANDOM


Deckung, KRIEEECH!!!

Panzerschild
Panzerschild

Die folgende Ponypasta enthält Abschnitte mit kriegerischen Auseinandersetzungen, massiver Gewalt und viel Blut; lies sie dir also nur durch, wenn du dir der Inhalte bewusst bist und nicht gleich in Ohnmacht fällst, wenn du dir das Knie aufschlägst!

Ein ganz normaler Tag an der Equestria High ist mehrteilig! Der vorherige Teil der Reihe ist Wache schieben bei den Menschen, und der nächste Teil der Reihe ist Aufregung an der Equestria High.

Nach dem Chemieunterricht mit Sombra verließen Atlanas und Robert als letztes den Klassensaal und gingen hinter ihrer neuen Klasse die Treppe hinunter.

Die vor ihnen laufenden Mädchen kicherten bei Roberts Anblick und er tat so, als höre er das nicht.

Atlanas sah ihn nur mitleidig an... nachdem Robert es geschafft hatte, aus ein bisschen Salpeter Salpetersäure herzustellen und das dann mit der richtigen Menge an Schwefelsäure und Glycerin zu mischen, war Sombra vor ihrem Tisch aufgetaucht und hatte das Reagenzglas mit dem Sprengstoff ein wenig zu fest geschüttelt... das Resultat war ein Loch im Tisch, ein wütender Lehrer und ein Robert, dessen Haare nun wirr in alle Richtungen standen.

Als sie den Schulflur im EG erreichten und gerade zum Pausenhof durchtreten wollten, versperrten ihnen plötzlich eine Gruppe Schüler den Weg.

Ihr Wortführer, ein "Cooler" an der Equestria High, ergriff sofort das Wort: "Hey ihr Streber! Hier geht's nicht weiter für euch! Streber gehören in die Bücherei!"

"Aber wir wollen in die Pause... und wir sind keine Streber!", verteidigte sich Atlanas.

Die Menge lachte, der Anführer sah Atlanas herausfordernd an: "Hey, auch wenn du neu bist, hier gelten einige Regeln! Und eine davon ist, dass mir alle Streber aus dem Weg gehen - ansonsten polier ich ihnen die Fresse!"

"Warum sollen wir dir Platz machen?! Du bist ein ganz normaler Schüler, so wie jeder andere auch!"

"HÖRT EUCH DEN STREBER AN!", krakelte der Anführer und die Meute lachte lauter, "UND JETZT HAUT AB, ODER..."

"Oder was?", fragte Atlanas ruhig.

Der Anführer machte einen Schritt nach vorne und packte Atlanas am Kragen.

"HEY LASS IHN LOS!", brüllte Robert.

"Wer hat dich denn gefragt?! Und wenn nicht, was willst du machen...?"

Weiter kam der Schläger nicht, denn Robert verpasste ihm eine Kopfnuss. Heulend vor Schmerz ließ er Atlanas los und Robert schlug ihm so heftig in die Seite, dass er gegen die Spinde taumelte und keuchte.

Das Gelächter verstummte augenblicklich und ein Raunen ging durch die umstehenden Schüler.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht starrte der Anführer Atlanas und Robert hasserfüllt an und hielt plötzlich ein Messer in der Hand!

Ein Aufschrei ging durch die Menge, doch Atlanas behielt die Nerven, machte einen Ausfallschritt nach vorne und schlug ihm mit seiner Eisenhand ins Gesicht. Wie in Zeitlupe kippte er nach hinten und krachte vor seinen Freunden auf den Boden.

Die Menge war nun endgültig verstummt und starrte Atlanas, Robert und den am Boden liegenden Schläger an.

"WAS IST DENN HIER LOS?", durchschnitt eine scharfe Stimme die Stille, "WIESO... HEILIGE CELESTIA!"

Luna, die stellvertretende Schuldirektorin, stand mitten im Gang und starrte ungläubig auf die Szene vor ihren Augen.

---

"WIR BRAUCHEN EINEN NOTARZT, SCHNELL!!!", schrie sie panisch, "HAT EINER EIN HANDY?!?"

Mehrere Schüler begannen sofort hektisch in ihren Taschen nach ihren Telefonen zu kramen und Luna kniete sich neben den verletzten und offenbar bewusstlosen Schüler: "WER HAT IHN SO ZUSAMMENGESCHLAGEN?! WER VON EUCH WAR DAS?!"

Die umstehenden Schüler deuteten auf Atlanas und Robert, die Vizedirektorin war sichtlich überrascht: "IHR?! Aber..."

"Ich sollte vielleicht was dazu sagen...", meldete sich Twilight zu Wort, "also, das war so..."

Als sie geendet hatte, nickten die umstehenden Schüler und einige riefen "Ja!, Das war genau so!" und "Das kann ich bestätigen!"

Luna sah wieder Robert und Atlanas an: "Also habt ihr euch nur verteidigt?"

"Ja, wir wollten keinen Streit vom Zaun brechen... und eigentlich nur in die Pause, aber..."

"Schon gut... ich verstehe. Und er hat euch mit einem MESSER angegriffen?!"

"Jop... da liegt's...", meinte Robert gelassen.

Luna sah zuerst das Messer an, dann noch einmal die vermeintlichen "Streber" und schlussendlich den bewusstlosen Schüler, der sich jedoch in diesem Moment wieder bewegte und seine Augen aufschlug.

Sie sah in böse an: "Cornelius, stimmt das, was hier alle behaupten?! Hast du zwei Schüler mit einem Messer angegriffen?!"

Er schwieg und warf seinen Kontrahenten böse Blicke zu, die Luna nicht entgingen: "HEY ICH REDE MIT DIR! ANTWORTE MIR, WENN ICH DICH WAS FRAGE!"

Doch Cornelius schwieg beharrlich.

"Gut, da du dich nicht verteidigen willst und nicht den Mut hast, dein Fehlverhalten einzugestehen, suspendiere ich dich hiermit unbefristet von dieser Schule!"

Cornelius sah sie erstarrt an und einige Schüler schrien entsetzt auf, aber auch das bisschen Protest brachte Luna nicht von ihrer Meinung ab: "RUHE HIER, GEHT ZURÜCK IN DIE PAUSE ODER EURE KLASSEN, HIER GIBT ES NICHTS MEHR ZU SEHEN!!!"

Doch erst die eintreffenden Sanitäter, die Cornelius in einen Krankenwagen verluden, lösten die aufgebrachte Versammlung auf... kurz bevor sie den Jungen einluden, zischte er wütend: "Das wirst du bereuen, Schlampe!"

Niemand bemerkte es... abgesehen von Robert.

---

Als die beiden Freunde das Schulgebäude gemeinsam nach der letzten Stunde verließen, war Atlanas guter Stimmung und quatschte Robert die Ohren ab: "Ey, hast du gesehen, wie ich ihm in die Fresse geschlagen habe?! Man ey, und dann... hey, du sagst ja gar nichts!"

"Ich habe Angst um Luna..."

"Wieso? Sie ist bestimmt grad in Canterlot und denkt an dich..."

"Ich meine die Luna aus DIESER Welt!"

"Aber was soll denn mit ihr sein?"

"Ich habe dir doch erzählt was Cornelius zu letzt gesagt hat..."

"Und DESWEGEN machst du dir Sorgen?! - Man, das ist einfach nur ein Großmaul, da ist nix hinter, mach dir keine Sorgen!"

Robert erwiderte nichts und schwieg... Atlanas lenkte ihn schnell von seinen düsteren Gedanken ab, weil sie sich verlaufen hatten.

Doch das ungute Gefühl ließ ihn nicht los.

---

Als sie endlich vor dem Haus standen, in dem sie ihre kleine Wohnung hatten, war es längst Abend und es wurde langsam dunkel draußen. Der Flur war leicht heruntergekommen und sie kämpften sich bis in den dritten Stock vor, wo sich eine schäbige Tür mit einem abgewetzten Griff und ohne Klingelschild befand.

Robert schloss auf.

Sie blickten in einen kargen Raum, in dem es nur das aller nötigste gab: Einen Schrank, einen Tisch, zwei Stühle, zwei Betten, ein Fernseher, das war alles. Na ja, und ein Bad - ein ziemlich kleines Bad.

Atlanas fand als erster seine Stimme wieder: "Na ja... also... etwas... dürftig..."

"Egal, ich habe schon an schlimmeren Orten geschlafen... Willkommen in der WG!"

"WG?!"

"WohnGenossenschaft, also ein Zimmer für zwei, drei, vier Leute!"

"Ach so... und was jetzt?"

"Erstmal machen wir es uns gemütlich...", lachte Robert und schob sich an Atlanas vorbei.

Gemütlich machen ist gut, die Frage ist WIE?!, dachte Atlanas und folgte kopfschüttelnd seinem Freund.

---

Nachdem sie gegessen hatten (Robert hatte eine Dose Ravioli entdeckt und geschafft, diese warmzumachen) warfen sich die beiden totmüde ins Bett.

"Also denn... gute Nacht... schlaf gut...", gähnte Robert.

"Du auch...", erwiderte Atlanas, "aber eine Kleinigkeit hätte ich noch..."

"Was denn?"

"Deine Füße... stinken..."

"Na, ich dachte schon, es wäre was Ernstes..."

Atlanas schwieg und fragte sich, wieso er sich das eigentlich antat.

Dann schlief er ein.

---

Am nächsten Morgen wachte Atlanas auf und streckte sich... Verdammt, keinen Bock auf Schule... aber watt mutt, datt mutt...

Robert war schon aufgestanden und stand pfeifend am Herd... er kochte etwas, nur was genau, konnte Atlanas nicht erkennen.

"Morgen, du Langschäfer!", wurde er begrüßt, "ich dachte mal, du willst auch was essen?"

"Nee... weißte...", stöhnte Atlanas, "was gibt´s denn?"

"Spiegelei und Kakao!"

"Was ist Kakao?!"

"Eine Art Schokolade, die man trinken kann... und jetzt beweg deinen Hintern aus dem Bett... Essen ist gleich fertich!"

---

Nachdem sie gegessen, sich fertig gemacht und mit der Straßenbahn gefahren waren (Robert wollte schon nicht mehr aussteigen, so begeistert war er), kamen sie an der Equestria High an.

Doch vor der Tür standen Polizeiwagen.

---

Als sie die Schule betraten, standen überall Polizisten herum und redeten mit Schülern.

In der Mitte der großen Eingangshalle stand ein völlig aufgelöste Schuldirektorin Celestia und weinte, während einige Polizisten auch sie befragten... Atlanas und Robert verloren keine Sekunde und stürzten zu ihr: "Was ist denn hier los?! Ist hier was passiert?!"

Einer der Polizisten antwortete kühl: "Die stellvertretende Direktorin, Luna, ist seit heute Morgen verschwunden... wahrscheinlich entführt..."

Robert starrte ihn entsetzt an: "WAS?!"

"Ja, so leid es mir tut."

Doch Robert hörte schon nicht mehr hin und schob ihn zur Seite, um näher zu Celestia zu kommen: "Schuldirektorin? Wieso soll Luna entführt worden sein?!"

Sie sah ihn an und schniefte: "Ich habe heute Morgen einen Zettel gefunden..."

"HALT! Sie dürfen keine Details bekanntgeben!", ermahnte sie ein Polizist, doch sie ignorierte ihn: "Da stand sowas wie: DIE SCHLAMPE WIRD NUN IHRE GERECHTE STRAFE BEKOMMEN..."

"SEIEN SIE UM HIMMELSWILLEN RUHIG!", schrie ein anderer Beamter und riss Robert weg von ihr, "DAS SIND NICHTS WEITER ALS GERÜCHTE! KOMMEN SIE BITTE MIT!"

Zwei seiner Kollegen packten Celestia an den Schultern Arm und zogen sie in ihr Büro: Und ihr verschwindet - behaltet das mit dem Zettel gefälligst für euch!", raunzte ein anderer Polizist, "sonst bekommt ihr mächtig Ärger, habt ihr das verstanden?!"

"Ja, ist gut... wir sind schon weg, entschuldigung!"

"Verschwindet einfach!"

Atlanas schnappte sich seinen geschockten Freund, schob ihn in die Jungentoilette und schlug die Tür zu: "Robert... alles in Ordnung bei dir?!"

Der sagte gar nichts und brüllte auf einmal los: "VERDAMMT, ICH HAB´S GEWUSST, DASS SOWAS PASSIEREN WIRD!!!"

Er warf sich auf den Boden und weinte bitterlich... Atlanas kniete sich neben ihn und redete ihm ruhig zu: "Hör mir jetzt bitte zu! Die Situation ist jetzt verdammt beschissen, aber anstatt hier rumzuflennen würde ich an deiner Stelle nach ihr suchen... mit mir zusammen!"

"Aber wo sollen wir anfangen?!"

"Hmmm... weiß ich auch nicht... ich habe aber einen Verdacht!"

"Ich auch: Cornelius! Nach gestern..."

"Ja sicher... aber wie kommen wir an ihn ran? Und vor allem, WO ist er zurzeit?"

"Tja... das wüsste ich auch gerne... aber... hm..."

"Was denn, was hast du?"

"Wenn wir einen seiner kleinen Fr... Anhänger ausqu... befragen, dann kriegen wir es raus!"

"Genial, das ist ne super Idee - lass uns keine Zeit mehr verlieren!"

Euphorisch stürmten die beiden zu den Klassenräumen...

---

Doch weit kamen sie nicht, denn als sie das Schulgebäude verlassen wollten, wurden sie von zwei Polizisten aufgehalten. Drei Stunden später waren alle Fragen beantwortet.

Aber einfach Schule schwänzen? - "Kommt nicht in die Tüte!", raunzte Discord und brachte Atlanas und Robert wieder in ihre Klasse zurück.

Endlich klingelte es - Schulschluss!

Mittlerweile war es 16 Uhr und die beiden Freunde verließen fluchtartig das Klassenzimmer und hielten Ausschau nach einer ihrer "Kontaktpersonen". Als sie in den Flur kamen, wo sich die Säle der kleineren Klassenstufen befanden, standen sie vor einer schier undurchdringlichen Masse an kreischenden und quietschenden Schülern.

"Siehst du irgendwo einen?"

"Nee... verdammt, warum müssen die hier alle rumstehen und quatschen?!", meckerte Atlanas aufgebracht, "hey ihr da, macht mal Platz!", er schob einige Schüler beiseite und - bingo! - da ging einer, der ihn gesten mit ausgelacht hatte!

"Robert, ich sehe einen, da drüben!"

Durch den Seitenausgang folgten die beiden ihm, gruben sich durch die schier undurchdringliche Masse aus Eltern, Autos, Bussen, Straßenbahnen und Schülern, bis sie den Jungen drei Blöcke weiter schließlich eingeholt hatten und am Ranzen packten.

"He! Was soll... OH GOTT! NEIN, TU MIR BITTE NICHTS!!!", quiekte er panisch und versuchte sich loszureißen, "ICH WERDE EUCH AUCH NIE WIEDER AUSLACHEN!!!"

"Darum geht's mir nicht...", erwiderte Atlanas ruhig, "es geht um deinen Freund Cornelius..."

"WAS?! WIESO DENN?!"

"Weil er die stellvertretende Direktorin entführt hat, stimmt's?", schrie Robert, "gib's zu! Du weißt es!"

"Ich... ich sage gar..."

Robert legte ihm seine Hand auf den Mund und sprach mit aller Ruhe der Welt: "Hör mir mal kurz zu... ich hasse es, wenn jemand schreit, und ich hasse es, wenn jemand mich anlügt, da werde ich fuchsteufelswild! Also nochmal: Hat Cornelius Luna entführt?! Und tu nicht so, als wüsstest du von nix, das kaufe ich dir nicht ab! Und wenn du weiter lügst, dann werde ich SEHR böse, habe ich mich klar und deutlich ausgedrückt?!?!"

Der Junge nickte.

"Gut, dann rede jetzt, und zwar leise, wenn du schreist, schlägt dir mein Freund in die Fresse, mit seiner Eisenhand, kapisch?!"

Wieder Nicken.

"Also hopp!"

Robert nahm seine Hand vom Mund des Jungen, der die beiden voller Angst anstarrte, ehe er zu heulen begann... was ein Weichei!

"Pinzen bringt jetzt auch nix mehr, MACH DEINEN MUND AUF! Oder..."

"J... ja... ist ok... ich werde reden...", schluchzte er, "... ich wollte da... doch nicht mitmachen..."

"AHA! Also steckt Cornelius dahinter?!"

"J... ja... verdammt... wenn der rausfindet..."

"WIR werden'S ihm nicht schon nicht sagen, sei ganz beruhigt - und jetzt weiter!"

"... ich... er... sagte... was... von... von..."

"VON WAS?!"

"... eine... eine... Baustelle... heute... heute Abend..."

"WO?!"

"Auf... einer Baustelle... in der Eisenbahnstraße... sie... sie wollen..."

"Mir egal was sie wollen, das verhindern wir - danke für die Auskunft, wie freundlich - Atlanas... meinst du wir sollten...?"

"Wir sollten, er hat's verdient für sein Großmaul!"

"NEIN, BITTE N...!!!"

Ein spitzer Schrei, dann legte sich das übliche Brummen des dichten Verkehrs in die Seitenstraße... wenige Minuten später rasten Robert und Atlanas zur nächsten Straßenbahnhaltestelle.

---

Die Zeit lief ihnen davon, sie hätten auf diese billige Rache verzichten sollen..., brummte Atlanas vor sich hin, und der Kleine sollte bloß froh sein, dass er nicht mehr aufgeschnappt hatte - nach dem, was Rainbow ihm erzählt hatte, war mit Cornelius Gang nicht zu spaßen.

"Nächster Halt: Friedrich-List-Platz. Achtung: Aufgrund von Bauarbeiten verkehrt die Straßenbahn der Linie 8 heute über die Haltestellen Koehlerstraße, Wiebelstarße und Edithstraße. Wir danken für Ihr Verständnis!"

"WAS?! ABER WIR WOLLEN DOCH...!"

"Geht nicht, bist du schwerhörig oder was?! Dann müssen wir halt laufen!"

"Atlanas, das sind noch so zirka ZWEI Kilometer... wir sind Menschen und es wird dunkel! WIR MÜSSEN UNS BEEILEN VERDAMMT NOCHMAL!!!"

"Ja, aber wie?!"

Robert überlegte kurz: "Du ich hab's! Schau dich mal unauffällig um, wie viele Leute hier noch drinsitzen!"

Atlanas verstand nicht, wo dabei der Sinn lag, drehte sich aber dann doch um... der Wagen war sonst leer.

"Leer... aber wieso...?!"

"PERFEKT!"

Robert sprang auf, rannte zur Fahrerkabine und ehe Atlanas es kapierte schlug sein Freund die Scheibe ein, griff hindurch und wandte einen Heimlich-Handgriff an - der Fahrer sackte bewusstlos in seinen Sitz, die Bahn bremste ab.

"Was glotzt du so wie'n Fisch?! Los, nimm dir den hier und leg ihn da draußen auf die Bank an der Haltestelle... und dann kuppel uns von Rest des Zuges ab... an der Kupplung ist ein kleiner Hebel, einfach nach oben ziehen!"

"Und... aber wieso?!"

"Erkläre ich dir gleich, mach hinne!"

Atlanas war sich unschlüssig... aber Roberts auffordernden Blicken hielt er nicht länger stand, schnappte sich den Mann und legte ihn draußen auf die Haltestellenbank, die Wartenden stoben kreischend auseinander - ein Griff und die Kupplung war ab.

Wieder im Triebwagen gab Robert sofort Vollgas und setzte über die Weiche, die... die passend gestellt war!

"Robert, was...?!"

"Wir müssen schnell ans Ziel, und nen Auto aufbrechen kann ich nicht - also nehmen wir den Zug, wenn du nix dagegen hast!"

"Oh man, du hast Ideen - aber ja, das ist nicht schlecht!"

"Eben, und drum - Macht die Bahn frei, hier kommen Robert und Atlanas!"

Der Kerl ist wirklich verrückt..., schmunzelte Atlanas innerlich, aber so verrückt ist nur einer!

---

Mit über 60km/h bretterten die beiden Freunde über den Asphalt... bis Atlanas einfiel, dass sein Schwert zuhause in Canterlot lag!

"STOPP!!!", schrie er und erschreckte Robert bärenmäßig, der sofort die Notbremse riss und den Wagen mit kreischenden Bremsen zum Stehen brachte, "ROBERT, WIR HABEN KEINE WAFFEN!!!"

"Oh, stimmt... ähm, tja... ich... warte nen Moment!"

Die Türen flogen auf, der Ziegenkönig sprang hinaus und verschwand in einem Geschäft... Atlanas kamen schon Zweifel, weil er sich allen Ernstes fragte, was Robert in einem DÖNERLADEN wollte, als sein Freund schon wieder hinausstürmte, mit zwei langen Dingern in der einer Hand.

"D... DÖNERSPIEßE?!", konnte der Pegasus es kaum fassen, "w... wie hast du die denn so schnell bekommen?!"

"Oh, sagen wir´s mal so... ich hatte schlagfertige Argumente dabei... und jetzt komm! Wir haben eine Vizedirektorin zu retten!"

Atlanas sagte nichts mehr, er konnte nichts sagen... das... das... NEIN!

Robert verschloss die Tatra und gab dem Elektromotor Saft, die Tram nahm Fahrt auf... im Rückspiegel sah Atlanas drei Türken auf die Straße rennen und ihnen wilde Flüche brüllend die Fäuste ballend... na klasse, jetzt hatten sie noch ein Problem...

---

Das Auto stand versteckt hinter einigen großen Mülltonnen und Büschen. Cornelius und seine vier Freunde stiegen aus, während der Rest der Bande ihren Lieferwagen in der Seitenstraße parkte.

"Und, sind wir ungestört?", fragte er seinen Freund, der um eine Mülltonne geschlichen war und das Gelände observierte.

"Alles leer... die Bauarbeiter sind weg... auch sonst, wie ausgestorben..."

"Gut!", lachte Cornelius hämisch, "dann wollen wir loslegen!"

Er öffnete den Kofferraum und Luna wurde vom Licht geblendet.

"Endstation!", kicherte Cornelius böse, "jetzt wirst du lernen, was es heißt, Spaß zu haben!"

Luna versuchte zu schreien, aber es gelang ihr nicht, das Panzertape über ihrem Mund klebte viel zu fest. Cornelius hob sie mühelos aus dem Kofferraum und legte sie über seine Schulter. Sie konnte sich nicht wehren, die Fesseln waren zu stark und sie zu schwach.

Die Bande betrat die Baustelle und sie gingen hinter einige herumliegende Betonrohre. Cornelius ließ Luna von seiner Schulter fallen und sie krachte auf den staubigen Boden.

Er lachte dreckig: "So, du Schlampe... hier ist Endstation... du warst es nie wert, eine Schuldirektorin zu sein und über andere bestimmen zu dürfen... dieses Recht gehört den Starken, denen, die sich durchsetzen können, so wie mir!"

Er trat ihr in die Seite und sie krümmte sich vor Schmerzen.

"Du sollst wissen, dass man sich NIE mit MIR anlegen sollte, NIE!"

---

Die Straßenbahn raste über die Schienen, der Motor gab Geräusche von sich, die nicht mehr im Bereich des Guten lagen... Atlanas hielt seinen Dönerspieß in der Hand und starrte auf die vorbeirasenden Häuser.

Eine besonders scharfe Kurve hob sie auf vier Räder, Funken sprühten, der ganzen Wagen drohte aus dem Radius zu fliegen - Atlanas verlor das Gleichgewicht und krachte gegen eine Sitzreihe.

"Verdammt noch mal Robert, du fährt viel zu schnell! Lange geht das nicht mehr gut, die nächste Kurve und wir...!"

"Ich weiß, aber die Zeit drängt, und die Straßenbahn hält das schon aus, glaub mir!"

Atlanas erwiderte nichts, sondern starrte durch die Frontscheibe - und stellte entsetzt fest, dass sie geradewegs auf einen Baucontainer zurasten, der halb in die Fahrbahn ragte!

"ROBERT, DER CONTAINER!!!", brüllte er panisch.

"Danke, den habe ich gesehen!"

"WIR RAMMEN DEN GLEICH! BREMMS VERDAMMT!!!"

"Nö, das bringt jetzt auch nix mehr!"

Der Pegasus bekam keinen Ton mehr hinaus... auf das bedepperte Gesicht antwortete sein Freund ruhig: "Weißt du, Atlanas, manchmal muss man eben mit dem Kopf durch die Wand... und manchmal mit einer Straßenbahn durch einen Container... also halt dich fest und mach dich bereit! WIR SIND GLEICH DA!"

---

Luna wollte nicht sterben, sie wollte leben, aber die Umstehenden lachten nur, als Cornelius sie immer wieder schlug... dieses miese Dreckschwein! Sie drehte ihren Kopf weg von ihm, wollte diese Fratze nicht mehr sehen müssen, diesen Wolf im Schafspelz, doch einer seiner Freunde packte sie an den Haaren und drehte ihn zu ihrem Peiniger um... der seinen Gürtel öffnete! Er lachte wie wild.

"Und nun kommt das beste, liebe Luna... das wird ein Spaß!"

Sie versuchte zu schreien, zu entkommen, doch sie hatte keine Chance.

Cornelius kam ihr immer näher.

Die Bestie würde ihr Opfer zerfleischen, ein wildes gieriges Tier ohne Hemmungen und Gewissen.

Weinend schloss sie die Augen.

In diesem Moment gab es einen ohrenbetäubenden Knall.

---

Die Straßenbahn rammte den Container und der flog mit einem gewaltigen Knall auf die Baustelle. Der Wagen überschritt seinen Schwerpunkt und kippte, Atlanas nutzte die letzten Sekunden vor dem Crash und sprang kurz vor Robert durch die offenen Türen, ehe die Tatra in den Rohrstapel donnerte und diese in alle Richtungen schleuderte.

Die ihnen im Weg stehenden Jugendlichen rasierten sie ohne die geringste Mühe ab, allein der Container erledigte drei von ihnen - und alle die noch standen fanden sich face-to-face mit zwei equestrianischen Kriegern wieder, die zu allem entschlossen waren und bereits die ersten beiden Gegner auf ihren Dönerspießen hatten.

Pistolenfeuer flammte auf, doch Atlanas nutzte den aufgespießten Körper vor sich als Schild, Robert schlug mehrere Haken und rang einen Angreifer nach dem anderen nieder, schnappte sich zu guter Letzt eine Pistole und schickte die letzten Feiglinge zur Hölle.

Ein Blick zu Atlanas genügte, der sein improvisiertes Schwert gerade aus einer durchsiebten Leiche zog... der letzte Staub lichtete sich, und einzig Cornelius stand noch inmitten der toten Körper seiner Freunde.

Mit seiner heruntergelassenen Hose sah er schon so erbärmlich genug aus... bis er zu flennen begann.

Atlanas konnte sich das fiese Lachen unterdrücken, Robert nicht: "Du erbärmliches Würstchen, das hast du nun von deinem Hochmut! Aber der kommt ja bekanntlich vor dem Fall, und daher spielen wir ein letztes Spiel - Russisch Roulette!"

Mit einer Automatikpistole wohlgemerkt.

Die Kugel ging mitten durch sein Hirn.

Der Junge stand da und starrte die beiden aus leeren Augen an... Atlanas wurde kalt, auch wenn er so etwas schon oft gesehen hatte, aber das... war irgendwie anders.

Dann krachte Cornelius mit einem lauten "MATSCH!" auf den Boden.

Stille legte sich über die Baustelle.

---

Robert gab keinen Laut mehr von sich... Atlanas trat näher und stupste ihn vorsichtig an: "R-Robert?!"

"Ja, ja ich... Atlanas... was... was ist passiert?"

"Du... du hast Cornelius erschossen... und... und gelacht..."

"Fuck, das hätte nicht passieren dürfen - egal, wo ist Luna?!"

"Da drüben, aber ich..."

Sein Freund beachtete ihn nicht mehr und war schon bei der Vizedirektorin, der er vorsichtig die Fesseln löste und ihren Puls fühlte: "Bewusstlos... dieses Arschloch!"

"Du hast ihn umgebracht, das war Strafe genug, aber jetzt..."

Vor Ferne heulte eine Polizeisirene auf und Atlanas wusste, dass sie nun ein echtes Problem hatten...

---

Robert reagierte schneller und sprintete in eine Seitenstraße, Atlanas dicht auf den Fersen. Er bog rechts-links ab, hetzte auf eine schmale Brücke und bremste in der Mitte ab: "Atlanas, wir müssen springen!"

"HIER RUNTER, BIST DU BEKLOPPT, DA SIEHT MAN KEINEN BODEN!!!"

"Das macht das Licht, spring nach mir, vertrau mir!"

"Robert, ich will nicht, dass du dir..."

Und weg war sein Freund, ein Buff! und ein "Alles ok bei uns, kannst kommen!" verjagten Atlanas letzte Zweifel... und er folgte seinem Freund.

---

Der Boden war weich, staubte stark und roch nach Berg... es war Kohle, sie waren in einem Kohlewaggon gelandet!

"Robert, wir haben es geschafft!"

"Das hoffe ich doch stark, und außerdem fährt dieser Zug in Kürze ab, dann sind wir in Sicherheit!"

Jetzt war Atlanas baff: "Aber... aber woher weißt du...?!"

"Celestia behauptet zwar, dass sie das einzige Portal zur Menschenwelt besitzt, aber das ist Quatsch... die Ziegen haben auch welche, und das schon seit fast zweihundert Jahren!"

Atlanas lag wie in Trance da... das war ja irre!

"Bist du... also öfter hier?!"

"Es gibt sogar Ziegen, die immer hier leben - wir handeln, wir tauschen Informationen aus, wir helfen den Menschen... das alles zu erzählen würde etwas länger dauern!"

"Ein anderes Mal bitte, ich bin schrecklich müde!"

"Ich auch... na denn... lass uns etwas schlafen, der Zug fährt nicht weit!"

"Und... und Luna?"

"Keine Sorge, auf die passe ich ganz besonders auf!"

"Danke... danke Robert..."

"Aber wofür denn?"

"... dafür... dass wir... hier... so viel erleben... und... dass ich dich habe."

"Oh, keine Ursache - und nun schlaf schön!"

"Du auch..."

Und Atlanas schlief tief und fest ein.

Roberts Augen hatten sich längst an die Nacht gewöhnt... glücklich legte er seinen Dönerspieß zur Seite und streichelte Luna durch die Haare - das Leben konnte so schön sein...

Und über ihnen wachte der Mond.

---

ENDE

---

Medallie "Veteran der Arbeit"
Medallie "Prisoner of War"

Die PonyPasta Ein ganz normaler Tag an der Equestria High wurde nach erfolgreicher Nominierung und Abstimmung als KLASSE UND SEHR GELUNGEN eingestuft und ist ab sofort in der Hall of Fame zu finden!
Also am besten gleich nochmal lesen!

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki