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Das kleine Vorwort (gibt's jetzt immer!)

Jo, da wären wir wieder zur Stunde Null, damals vor über zwei Jahren, als dieses irre Gemeinschaftsprojekt zum ersten Mal in seinen Startlöchern stand - doch mittlerweile ist nicht nur die Zeit fortgeschritten, sondern auch alle hier... boar hört meinem Gesülze eigentlich überhaupt noch einer zu oder reicht's aus, dass ich grade auf die Tastatur gekotzt habe?! - Whatever, ich wünsche viel Spass beim Lesen von HC 2.0!

Ach ja, und natürlich (wer hätt's gedacht?):

Achtung, NSFW!

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Die folgende Ponypasta enthält Material, welches sadistisch, brutal oder für einige Personen verstörend ist und deswegen als NSFW (Not safe for work/Nicht geeignet für die Arbeit) eingestuft wurde. Lies die folgende Pasta also nur weiter, wenn niemand hinter deinem Rücken steht, du ungestört bist und dir der folgende Inhalt bewusst ist.

Deckung, KRIEEECH!!!

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Die folgende Ponypasta enthält Abschnitte mit kriegerischen Auseinandersetzungen, massiver Gewalt und viel Blut; lies sie dir also nur durch, wenn du dir der Inhalte bewusst bist und nicht gleich in Ohnmacht fällst, wenn du dir das Knie aufschlägst!

Diese Geschichte ist Teil der offiziellen Hauptstory des PonyPasta-Wikis!

Der Nachfolger wurde noch nicht veröffentlicht.

Kapitel 1 - Der letzte Schattenlord Bearbeiten

Canterlot

Die frische Morgensonne strahlte auf die Türme des Palastes. Celestia räkelte sich in ihrem Bett und schlug langsam die Augen auf: "Luna... erinnere mich daran, nicht mehr steil zu gehen..."

Die lachte nur und zog ihre Schwester hoch, um das Kissen einmal kräftig aufzuschütteln: "Sei froh, dass du es noch geschafft hast, die Sonne hochzukriegen!"

"Buhu, der war sooo schlecht... boar, ich kotz gleich!"

"Trink lieber nen Kaffee, datt beruicht Hals und Magen!", lachte ihre Schwester allerbester Laune, "hier, nimm den, gutes Zeug aus Sardenga sach ich dir!"

Celestia nahm dankend an, trank einen Schluck und spuckte ihn sofort wieder aus: "Das ist ja bitterer als Antibiotikum! Gibt's den nicht mit Erdbeergeschmack oder so?"

"Oh du Arme, du bist echt zu bedauern, erst zechen wie zehn Arbeitshengste und dann über den Kater klagen - dagegen helfen leider keine süßen Früchte, musst schon die bittere Medizin schlucken, sonst gehen die Kopfschmerzen nicht weg!"

"Du machst mir einen Mut... ja, aber danke... ich glaube...", die Sonnenprinzessin gähnte herzhaft, "ich schlafe lieber noch ein kleines bisschen, wer weiß, was der Tag heute noch so alles mit sich bringen wird..."

"Mach das mal, und ich kümmere mich derweil um alles andere!", frohen Mutes verließ Luna das Schlafgemach und wackelte locker-leicht die große Wendeltreppe zum Thronsaal hinunter, ihr mittlerweile echt dicker Bauch wippte angetan im Takt mit - ohhh, lang würde der Nachwuchs auch hoffentlich nicht mehr auf sich warten lassen! Ein Fohlen, ein königliches Fohlen, und dazu von ihrem allerliebsten Ziegenkönig höchstpersönlich, der Traum, ihr gemeinsamer Traum, und ein neuer Prinz oder ein Prinzesschen für Equestria - tausend Jahre zuvor war sie als letztes Alihorn geboren worden, und nun würde sie die Ahnenreihe des Landes um einen neuen Zweig bereichern und obendrein noch glückliche Mutter vor ihrer Schwester werden... oh Celestia, dann komm mir ja nicht mehr mit Kleine Luna!

Unten angekommen erwartete sie ein Einhorn: "Prinzessin, Eure Idee zur Herstellung von Öfen war genial! Ich habe extrem viel Geld verdient und es wird immer mehr! Wie kann ich Euch bloß danken?!"

"Keine große Sache Selvin, ich helfe liebend gern wo immer ich kann!", lächelte sie zufrieden, "obwohl, vielleicht später, ich weiß nicht, wenn ich einmal Hilfe brauche, dann sehr gerne!"

"Das werde ich, bei Niben!", salutierte der Ingenieur strahlend und verneigte sich tief, "dann... dann... ach ja, möchtet Ihr nicht einen neuen Kamin für diesen Saal haben, oder Hufbodenheizung?"

"Nein nein, passt schon, aber trotzdem vielen Dank dir!"

"Ich habe Euch mehr zu danken, Prinzessin!"

"Gern geschehen, wirklich gern geschehen... sag mal, möchtest du mir vielleicht einmal deine Werkstatt zeigen, ich wäre sehr interessiert deine Arbeiten mit eigenen Augen zu sehen!"

"Oh ja, sehr sehr gerne, ich... ja, ähm, möchtet Ihr sofort oder...?"

"Klar, auf los geht's los, sagt mein Robert immer!"

"Wenn er das sagt, dann ja, folgt mir bitte!"

Und die beiden machten sich auf den Weg.

---

Währenddessen im Reich der Schatten

"EDWENNO O GWATH!!!", brüllte ein Schatten und schleuderte wutentbrannt Feuerbälle auf die von Celestia versiegelte Magiebarriere an der Grenze, "GEH ZUR VERDAMMTEN HÖLLE AUF, DU DRECKSWAND!!!"

"Gib's auf Vater, die Barriere hält doch dicht...", brummte ein jüngerer Hengst resigniert, "da kommst du auch mit deiner Magie nicht durch."

Daeron hielt für einen Moment inne und trat vor seinen Sohn, dem er tief in die feuerroten Augen schaute und zischte: "Die Hoffnung stirbt immer zuletzt, Akavir, merk dir das!"

"Aber du weißt, dass du nichts gegen die Elemente der Harmonie tun kannst... gegen Nibens Magie ist kein Kraut gewachsen."

"Pessimist! Auch ein Gott hat seine Schwächen, niemand ist unfehlbar, ein paar dahergelaufene Equestriaponys mit kitschigen Freundschaften erst recht nicht!"

"Kitschige Freundschaften, pfff, wenn ihr wüsstet...", hüstelte eine Stimme von dem Wachturm direkt hinter dem Schutzschirm, "aber Kreaturen ohne Seele wie ihr armen Irren habt leider keinen blassen Schimmer von sowas."

"Und wenn schon, aber du hast sie definitiv, du Missgeburt von gestreiftem Bastard!"

"HEY, IST BALD MAL RUHE DA UNTEN?!?!"

"Schnauze du blödes Zebra!", brüllte Daeron dem Wachposten zu, "wenn du nicht durch diese Barriere geschützt wärst..."

"Dann was?"

"... dann würde deine Seele schon lange im Fegefeuer brennen!"

"Zu köstlich... mach ruhig weiter, dann hab ich wenigstens Unterhaltung hier oben, ist ja sonst langweilich hier den ganzen Tag rumzusitzen. Du solltest froh sein, dass du überhaupt noch am Leben bist, Prinzessin Celestia ist es sowas von scheißegal, was wir mit euch machen! Ich hätte dich schon oft in die Hölle schicken können, also sei mal lieber still da unten auf den billigen Plätzen!"

"Dann beweis es, du aufgeblasenes Stück Shrack!"

"Wenn du unbedingt sterben willst...", spottete das Zebra und sprang zu ihnen herunter, "so, hier bin ich, gegen dich unbewaffneten..."

"Dann lass uns anfangen!", kicherte der Schattenlord diabolisch und schleuderte einen Feuerstrahl in Richtung des Großmauls, das im letzten Moment gerade noch rechtzeitig ausweichen konnte und erschrocken auf seinem Hintern landete - heiliger Niben, sie befanden sich jetzt ja außerhalb des Schutzschirmes, bei Celestias Atem! Von Todesangst ergriffen wollte es sich aufrappeln und um Hilfe schreien, als sich eine Klinge an seinen Hals legte und ihm die Worte im Hals stecken blieben: "Willst du Vater, oder soll ich?"

"Tu du es, mein Sohn, ich will seinen Tod sehen!", ein ersticktes Glucksen, Blut spritzte umher, leblos sackte der Posten in den Staub. Lächelnd hob Daeron einen grünlich schimmernden Stein auf, der aus seiner Tasche gerollt war: "Schau her, mein Sohn, dies ist unser Freifahrtschein nach Equestria, damit können wir die Barriere durchqueren!"

"Heißt das... heißt das, dass wir...?!"

"Oh ja, wir werden uns rächen, an Celestia, an den Ziegen, an allen! Wir werden zurückkehren, sie alle unterjochen! Canterlot wird unser sein! Nan ichir tirith Wiki!", sprach er und löste sich im schwarzen Nebel auf. Der Wind trug ihn als Wolke bis vor die Tore Canterlots: "Nichts hält für immer, nichts für die Ewigkeit, und nichts mich, den letzten Schattenlord auf, muhahahaha! Bald schon werde ich über ein tausendjähriges Reich regieren, in dem Angst und Schrecken über meine Untertanen herrschen - oh ja, die Rache wird mein sein, und wie sie das sein wird!"

---

Im Palast stand Celestia gerade vor ihrem Spiegel und begutachtete ihr faltenloses Antlitz - so bildschön wie eh und je war sie geblieben, kein einziger noch so kleiner Makel verunstaltete die Schönheit der Sonne! "Und das bisschen Alkohol macht dir auch nichts aus!", schloss sie höchst zufrieden mit sich selbst, mit Magie zwei Kämme schwingend, "hach ja, wenn es doch auch einen freien König für mich geben würde..."

Klopfen an der Tür: "Ja, bitte?"

Ein Gardist trat ein: "Prinzessin, bitte entschuldigt die Störung, aber es erwartet Euch ein Hengst, dessen Anliegen von großer Wichtigkeit für Euch ist, sagt er!"

"Ach ja, was ist es denn?"

"Es geht um ein Elexier gegen das Eindringen eines Schattens in Euch!"

"Oh, das hört sich außerordentlich wichtig an - schickt ihn doch bitte hier zu mir hoch!"

"Sehr gerne, Eure Hoheit!", und weg war er, die Botschaft überbringen - na endlich war es fertig, das Mittel, es wurde aber auch allerhöchste Eisenbahn! Ihre besten Ärzte und Apotheker waren damit ununterbrochen seit Ende des letzten Krieges beschäftigt, eine Komplikation folgte der anderen, und bislang waren die Nebenwirkung recht heftig und übel für die Testponys ausgefallen... das reichte von Federn statt Fell bis hin zu traumatischer Manie! Wenn das nicht... schon pochte ein Huf am Holz: "Oh, kommen Sie doch bitte herein!"

Ein stattlicher schwarzer Hengst mit Sonnenbrille schob das Blatt auf, und es war Celestia so, als strahle er etwas Mystisches, etwas geheimnisvoll Mächtiges aus: "Eure Hoheit, ich stehe zu Euren Diensten! Mein Name ist Elbmarcs, Dr. Elbmarcs um genau zu sein! Ich bin hier, weil es mir kürzlich gelungen ist das Elexier gegen das Eindringen eines Schattens zu brauen!"

"Ihr seid mein Retter in der Not, tausend Dank Eurer unbezahlbaren Arbeit!"

"Nicht dafür, Prinzessin, nicht dafür...", sie war so unaufmerksam, dass Daeron sich nicht mal die Mühe machen zu brauchte sie zum Trinken zu bewegen, mit ein bisschen Anlauf und der nötigen Magie brach er durch Nase und Mund hinein in ihr Inneres, erreichte wenige Augenblicke später das Gehirn und legte sich darum, keine Gegenwehr seines Opfers, rein gar nichts, eher fassungsloses Staunen ihres Inneren: "Du siehst, man sollte nicht jedem daher gelaufenen Pony trauen, aber was rede ich da, für euch ist Freundschaft ja sowieso Magie! Pfff, dass ich nicht lache... egal, nun ist es zu spät, Daeron ist zurück!"

Celestias Geist sträubte sich etwas, aber es war als würde ein Don Quichotte gegen eine Windmühle kämpfen und kläglich scheitern, der Konquistador behielt den Oberhuf und betrachtete sein neues Ich mit Genugtuung im Spiegel - oh war das einfach gewesen, wie einem kleinen Fohlen die Kekse zu klauen! Als nächstes interessierte ihn der Balkon, der Blick über Canterlot und Equestria ließ ihm das Wasser im Mund zusammenlaufen, das war jetzt alles sein, alles sein!

"Prinzessin Celestia!", erklang eine ihm gut bekannte Stimme - sieh einer an, Twilight Sparkle höchstpersönlich, was ein lustiger Zufall, beim letzten Mal war sie die erste gewesen, die er befallen hatte! "Twilight, wie schön dich zu sehen...", buähhh, all die Freundlichkeit, er musste fast kotzen, "was gibt es denn?"

"Da sind heimatlose Zebras... Ihr müsst ihnen ein neues Zuhause geben!"

"Also gut, dann lauf schnell zum Architekten und sag ihm, er soll ein Asyl planen und bauen lassen... genau hier!"

"Sofort Prinzessin... aber... ist das nicht mitten im Niemandsland, so weit zwischen Dodge Junktion und Trottingham?"

"Aber nein, ich möchte, dass daraus bald eine ganze Stadt wird voller Zebras, die alle dort wohnen können und arbeiten dürfen!"

"Oh, das hört sich sooo toll und freundschaftlich an!", jauzte das Einhorn und schwebte so in unbändiger Euphorie, dass es ein Leichtes sein würde, ihren Geist zu brechen: "Te dragarš mi saren!", zischte die falsche Celestia und Twilight zuckte kurz auf, dann stand sie völlig still, "Conpris-que mi?"

"Saya."

"Gut so, meine brave Schülerin... du wirst von nun an mehr als das sein, hiermit befördere ich dich zu meiner persönlichen Adjudantin! Du wirst dich um den ganzen Papierkram und das Freundschaftsgelaber kümmern und alles beim Alten scheinen lassen, während ich dieses Land übernehmen und darüber herrschen werde, hast du verstanden?!"

"Ja, Prinzessin!"

"Alles beim Alten, nichts darf einen falschen Anschein erwecken! Und nun lauf los und bring mir die Elemente der Harmonie, ich will sie möglichst nahe bei mir haben... muhahaha!"

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Ponyville, zwei Stunden später

"Auf Gleis 1 fährt ein der D-Zug aus Canterlot zur Weiterfahrt nach Applewood über Mareowingen, bitte Vorsicht an der Bahnsteigkante und beim Überschreiten der Gleise!" Mit Getöse rollte die Dampflok der Baureihe 41 hinein in den Bahnhof, sachtes Abbremsen, ein Windstoß hüllte die Wartenden in weißen Nebel, die alten preußischen Abteilwagen knartzten behaglich. Waggontüren wurden nach Stillstand des Zuges aufgestoßen, Leben kam in die Ponys und Ziegen auf dem Bahnsteig, Gepäck wurde entladen, Ankommende herzlichst begrüßt, neue Reisende nahmen ihre Plätze ein und verabschiedeten sich von ihren Liebsten... ungeachtet dieser ganzen Freundschaft und Liebe schritt Twilight diabolisch lächelnd durch das Empfangsgebäude, reagierte auf keinen Gruß, trabte die Hauptstraße zum Rathaus hinab und bog in Richtung des Nascheckchens ab. Dort angekommen trat sie ohne Umschweife ein und fand ihre Freundinnen Pinkie Pie, Rarity und Rainbow Dash vor, die es sich bei einem Tässchen Tee und ein paar Cupcakes gemütliche gemacht hatten: "Hey Twiiiligt, ohhh suppi-suppi-duppi!" - "Hallo Twilight, schön dich zu sehen, komm setz dich zu uns - auch einen Schluck Tee?" - "Hey Twilight, die Brownies sind superlecker, nimmste auch einen?!"

"Hallo Mädels, nein danke, aber ich bin, na ja, geschäftlich hier und habe wenig Zeit, aber gut, dass ich euch treffe, denn genau euch brauche ich!"

"Uns?", fragte die Schneiderin erstaunt, "warum denn uns?"

"Weil Prinzessin Celestia die Elemente der Harmonie um sich versammeln will, es geht um die Verstärkung des Abwehrzaubers gegen die Schatten."

"Die sollen bloß kommen, die Ollen!", krakelte das Regenbogenpony und boxte wild in die Luft, die Flügel zum Headstart geöffnet, "dieses Mal lasse ich mich nicht so einfach besiegen, dieses Mal werde ich für Equestria kämpfen, so wahr ich Rainbow Dash heiße!"

"Das wirst du ganz bestimmt, aber damit es gar nicht erst soweit kommt müsst ihr mit nach Canterlot kommen, dann werden wir..."

"Ohhh, werden wir die Elemente benutzen dürfen, bitte bitte bitte?!"

"Na sicher doch, Pinkie, sonst würde Celestia uns nicht extra zu sich bestellen - Twilight, wann geht es los?"

"Am besten sofort."

"Au ja, das machen wir!", schon war Rainbow aus dem Laden gezischt und bolzte übermütig durch den Himmel, "ich warte am Bahnhof auf euch!"

"Hach, dass Rainbow es immer so eilig haben muss!", bemerkte Rarity kopfschüttelnd, "es wäre ja nicht so, als ginge es um Leben und Tod, also wirklich!"

Also wirklich, um Leben und Tod!, dachte Twilight finster bei sich, nein, um solche Banalitäten ging es der Prinzessin nun wirklich nicht... nein... es ging um die Weltherrschaft, um das Versklaven von Millionen von Ponys und um die Zebras - oh ja, sie würden leiden müssen, sie alle würden leiden müssen, und sie, sie selbst würde dabei zusehen und sich an ihren Qualen laben, ohhh ja, das war wahre Freundschaft, wahre Loyalität gegenüber dem einzig wahren Herrscher der Welt!

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Einige Zeit darauf in Canterlot

Die besessene Herrscherin Equestrias hatte die große Landkarte der Republik vor sich ausgebreitet und grübelte laut vor sich hin: "Hmm... ein direkter Angriff auf Down Under würde uns töten, aber die Ziegen müssen die Ersten sein, die von der Bildfläche verschwinden - scheiße, warum ist Paratas genau dann tot, wenn man ihn braucht?! Oder die anderen Lords... egal, ich schweife ab... obwohl, ich setze mir noch zu hohe Ziele... die Zebras sind die, die leiden sollen! Und diese Missgeburt von schwarzem Bastard wird mir dabei von allzu großem Nutzen sein...", es klopfte am großen Tor des Thronsaals: "JA?!"

Eine Wache trat ein: "Prinzessin, Eure Studentin Twilight Sp..."

"HEREIN MIT IHNEN!!!", begleitet von drei seiner Freundinnen stolzierte das Einhorn auch schon erhobenen Hauptes auf den Thron zu und verneigte sich: "Prinzessin, ich bin zurück und habe euch drei der Elemente mitgebracht."

"Gut, gut... so sei es, das reicht schon!"

"Hey, Momentchen mal, was...?"

"VÀZ MI-GNAREZ VŌL!!!", die Freundinnen standen wie festgewachsen still, die Augen weit geöffnet, Daeron konnte bis in die letzten Winkel ihrer Seelen blicken: "Gut, so ist's brav... Rarity, du bist von heute an meine persönliche Hofschneiderin und kümmerst dich gleichzeitig um alle Angelegenheiten hier in Canterlot, Großzügigkeit sei denen gewährt, die uns treu untergeben sind; Pinkie, du nimmst dich all denjenigen an, die sich gegen uns stellen und Feinde unseres Reiches sind, sie wirst du bewachen und für ihren Ungehorsam bestrafen, du wirst über ihre Qualen lachen, wie du noch nie gelacht hast; Rainbow Dash, du übernimmst den Oberbefehl über die geflügelte Armee Equestrias als meine Generalin, deine Loyalität mir gegenüber soll nichts brechen können, eher stirbst du!"

"Saya!", ertönte es im Chor: "Nàz gnarons ō eternin!"

"So soll es sein!", lachte Daeron schallend und erhob sich von seinem Thron, "und nun nutzt eure Elemente der Harmonie und öffnet mir das Schattenreich!" - Freundlichkeit und Ehrlichkeit, pfff, da pfeife ich drauf, die brauche ich sowieso am Allerwenigsten!

Und in einem gewaltigen Strom bündelte er die vier Grundströme, verschmolz sie mit der tiefsten Dunkelheit seines Innersten und feuerte diesen Höllenstrahl auf die Magiebarriere, dass sie nur so splitterte - damit war das Schattenreich geöffnet, endlich, nach all den Jahren hatte er es geschafft, er ganz alleine! ... und nur er würde über die Welt regieren, nur er ganz alleine, muhahaha!

Das Lachen des Schattenlords klang durch das ganze Schloss, während tausende Schatten überall in Equestria einfielen.

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Atlanas und Eross hatten bis dato Wache am Südtor Canterlots geschoben und glotzten nun ungläubig auf den schwarzen Schwarm, der den Himmel verdunkelte: "Bei Niben, wo kommen die ganzen Schatten her?!"

"Das wüsste ich auch gerne, aber gut sieht das nicht aus!"

"Schnell zum Schloss, wir müssen die Prinzessin beschützen!"

"Und die Zivilisten hier, was ist mit denen?!"

"Ich setze ungern Prioritäten, aber das ist ein akuter Notfall, wir...", ein Pegasus krachte vor ihnen auf die Pflastersteine, dass es nur so schepperte - Rainbow Dash in grauer Uniform und mit Offiziersmütze auf dem Kopf! "STILLGESTANDEN SOLDATEN!!!"

"Rainbow, was zum...?!"

"STILLGESTANDEN UND KLAPPEN GEHALTEN!!!", selbst Atlanas wagte keine Widerworte mehr, "GUT!!! FALLS SIE ES NOCH NICHT MITGEKRIEGT HABEN: ICH BIN VON NUN AN IHRE NEUE GENERALIN UND SIE UNTERSTEHEN MEINEM VOLLEN KOMMANDO, UND WAS DIE SCHATTEN ANGEHT, SIE HABEN EIN PERMANENTES BLEIBERECHT IN EQUESTRIA PER EILVERORDNUNG VON PRINZESSIN CELESTIA HÖCHSTPERSÖNLICH ERHALTEN!!!"

"WIE BITTE?!"

"SIE REDEN NUR WENN SIE GEFRAGT WERDEN SOLDAT!!! - IHRE BEFEHLE BLIEBEN DIE ALTEN, BIS AUF DEN, DASS SIE ALLE SCHATTEN UNVERZÜGLICH PASSIEREN UND SICH NACH BELIEBEN BEWAFFNEN LASSEN, HABEN SIE DAS VERSTANDEN?!"

"Ja aber..."

"KEIN JA UND ABER, DIE SCHATTENARMEE WIRD EIN TEIL DER UNSEREN, HABEN SIE DAS VERSTANDEN?! - FALLS NICHT KÖNNEN SIE SICH GLEICH IN DIE SCHLANGE VOR DEM ARBEITSAMT EINREIHEN!!!"

"Nein Ma'am!"

"GUT - IN EINER HALBEN STUNDE IST LAGEBESPRECHUNG IN DER KASERNE IN CLOUDSDALE, ICH RATE IHNEN PÜNKTLICH ZU ERSCHEINEN!!!", und Wusch!, weg war sie. Zurück blieben zwei Hengste, die nicht recht wussten, welche von den Neuigkeiten gerade eben die weniger schlimme war: "What the fucking Fuck?!"

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Rarity nähte ehrgeiziger als je zuvor, als ihr neuer König - pardon, Prinzessin Celestia, eintrat und ihr Werk begutachtete: "Eine schwarze Sonne, soso... das Rot des Hintergrundes gefällt mir ausgesprochen gut, es erinnert mich an das Blut der Ungläubigen, die meinen mich aufhalten zu können!"

"Ich habe Eure Sonne noch weiß hinterlegt, damit sie am allerbesten zur Geltung kommt, außerdem... Euch gefallen doch schlichte Farben?"

"Aber ja, sehr - diese Flagge erinnert mich an... ja, das soll sie sein, die neue Flagge des Reiches! Ruf die anderen Schneider her, ich will sie überall bewundern dürfen, als Symbol auf Häusern, Plakaten, Zügen, Uniformen!"

"Sehr wohl, Prinzessin, noch heute wird alles so sein, wie Ihr es wünscht!"

"Gut, gut!", bester Laune machte sie das falsche Alihorn weiter zu Twilight und Pinkie, die beide über der großen Karte grübelten: "Und ihr, was steht ihr hier faul herum?!"

"Prinzessin..."

"ICH HASSE DAS PRINZESSIN!!!", fuhr es das Partypony an, "ICH BIN KEINE PRINZESSIN DER FREUNDSCHAFT, ICH FÜHRE EINE ARMEE, ICH BIN IHR FÜHRER!!!"

"Zu Befehl Führer!"

"Mein Führer, wenn ich bitten darf, und nur dann, wenn wir unter Unseresgleichen sind, ansonsten Führerin!"

"ZU BEFEHL FÜHRERIN!"

"Gut, gut - was treibt ihr hier eigentlich?!"

"Da war doch vorhin dieser Antrag von heimatlosen Zebras...", Daerons Ohren spitzten sich aufs Äußerste, "und wir überlegen gerade, was wir mit ihnen anstellen sollen!"

"Lasst das ganz meine Sorge sein - Twilight, du beauftragst jetzt endlich die Architekten, Pinkie, du gehst zu den Zebras und passt mir auf sie auf, bis ihr neues Zuhause fertig ist - und wehe dir und auch nur eins fehlt!"

"Jawohl mein Führer!", salutierten die beiden und verschwanden... wie einfach das doch war, jemanden mit Illusion zu verführen, eine falsche Versprechung hier, die andere da, und schon war man Herrscher der Welt! Und Twilight... sie würde ihm dabei noch von sehr großen Diensten sein - das stand dann wohl als Nächstes auf seiner Liste, gleich nach der ersten großen Antrittsrede an seine neuen Untertanen!

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Ein kleines Trüppchen Schatten hatte sich von der durch Ponyville marschierenden Schattenarmee getrennt und durchstöberte gierig nach dem ein oder anderen wertvollen Mitbringsel suchend die Häuser am Stadtrand. Dass dabei die Bewohner zu Schaden kamen nahmen die elf Soldaten so billigend in Kauf wie die Tatsache, dass auf derartige Plüdereien die Todesstrafe stand - wohl kaum, wenn es keine Zeugen gab! Fünf Tote gingen auf ihre Rechnung, davon zwei vergewaltigte Stuten, deren verstümmelte Leichen längst in den Kaminen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren... und mit der Aussage "Da waren Schatten und haben...!" würde sowieso keiner was anfangen können - Equestriaponys waren allemal zu doof um sie untereinander unterscheiden zu können! "Hey, schaut euch mal die Äpfel an, die sehen echt saftig aus!"

"Alter, du hast deine Taschen voller Gold und denkst ernsthaft noch an Äpfel?! - Mit dem Batzen kannste dir tausende Äpfel leisten, wenn nicht eine ganze Plantage!"

"Halt's Maul, die Äpfel sehen geil aus, und ich hab sowieso Hunger!"

"Nachdem du nen ganzen Kühlschrank alleine leer gefressen hast!"

"Was denn?!"

"Dann nehmt euch eure Scheißäpfel und legt nen Zahn zu, sonst merkt noch einer, dass wir verloren gegangen sind!", fauchte der gruppenkommandierende Unteroffizier genervt, "aber beeilt euch gefälligst!"

"Lass doch über die Farm abkürzen, das geht bestimmt schneller, und vielleicht finden wir ja noch was Schönes!"

"Ja genau, und stellt euch mal vor wir besetzen den Bauernhof, dann werden wir als Helden gefeiert!"

"Dir haben sie doch auch richtig fett ins Gehirn geschissen, oder?! - Wir besetzen keine Scheißbauernhöfe, wir besetzen Scheißländer!"

"Aber die Idee ist doch gut! - Es hieß doch, dass wir wichtige Punkte in Equestria besetzen sollen, und die Farm hier ist Sweet Apple Acres! Ohne ihren Cyder drehen die hier ab!"

"Was ist das, dieses Cyder?"

"Apfelwein, besser als der Schwarzgebrannte bei uns zuhause um Längen!"

Dem Offizier lief das Wasser im Mund zusammen, seine Hufe zitterten angestachelt von seiner Alkoholabhängigkeit: "Hengste, kleine Planänderung: Wir besetzen die Scheißfarm und holen uns die Lorbeeren, das Gold vergraben wir da und holen es uns später!"

"JAWOHL!!!"

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Im Thronsaal

"Du hast es geschafft! Du hast es tatsächlich geschafft!", jubelte Akavir und hopste ausgelassen auf seinem eigenen Thron herum, "kaum zu fassen, mein Vater hat es geschafft!"

"Ja, das habe ich... ich habe im Alleingang Equestria erobert! Ich habe unser Volk befreit! ICH BIN DER HERRSCHER DER WELT!!!", brüllte Daeron euphorisch, die im Saal versammelten Schatten explodierten vor tosendem Jubel: "HEIL DAERON, HEIL..."

"IHR IDIOTEN, ICH BIN NICHT DAERON, ICH BIN CELESTIA, SOLANGE AUCH NUR EINER VERDACHT SCHÖPFEN KÖNNTE BLEIBE ICH DAS AUCH!!!"

"HEIL CELESTIA, HEIL CELESTIA!!!"

"OH JA, JA, JAAA, MUHAHAHAHAHAAA!!! BEREITET ALLES VOR, ICH HABE EINE GROßE ANSPRACHE AN GANZ EQUESTRIA ZU HALTEN!!!"

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Eross hatte mehr als genug gehört, Atlanas ebenfalls. Mit Karacho rasten sie die endlosen Gänge hinab zum Haupttor des Palastes hin: "Fuck, das darf doch alles nicht wahr sein, ausgerechnet Daeron, ausgerechnet hier!"

"Das bedeutet Krieg, das ist dir schon klar?!"

"Sicher, aber erstmal müssen wir hier weg, auch wenn ich das starke Bedürfnis habe ihm sofort den Schädel von den Schultern zu hacken, dieser Missgeburt von Schattenlord!"

"Ich auch - verdammt, wir müssen sofort alle anderen warnen, bevor..."

"Ihr warnt heute niemanden mehr!", lachte eine dreckige Stimme vor ihnen und die beiden Pegasi bremsten abrupt ab - umgeben von Schatten mit MPs im Anschlag hoben sie unwillkürlich die Hufe über die Köpfe: "Sieh an, sieh an, zwei Gardisten, die mit ihrem neuen Herrscher gar nicht einverstanden zu sein scheinen - oder sollte ich besser sagen Rebellen Eross und Atlanas?"

Dieses kleine Wesen vor ihnen war unglaublich klein und hässlich, aber es schien Meister seines Faches zu sein: "Wer... was bist du?!"

"Ich verbitte mir das Du, und mein Name tut nichts zur Sache... Fakt ist nur, dass meine Person bislang für meinen König sehr hilfreich war - entwaffnet sie und legt sie in Ketten, die nächste Audienz ist für sie reserviert... natürlich erst nach dem großen Auftritt unseres allmächtigen Führers!"

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Die Äste der prallen Bäume bogen sich unter der Last der köstlichen Früchte, über die sich die Eindringlinge wie ein Schwarm gefräßiger Heuschrecken hermachten: "Ah, sind die lecker, verboten gut!"

"Hey, ihr da, was macht... AHHH, HILFÄÄÄ, APPLEJACK, HIER SIND SCHATTEN AUF DER FARM!!!", ein kleines Fohlen nahm die Hufe in die Hufe und peste schneller als ein geölter Blitz davon: "Verdammt, los, die schnappen wir uns!"

Brutal und skrupellos wie sie waren bollerte die mörderische Rotte hinterher, holte Meter um Meter auf, der beste Läufer hatte den Störenfried schon beinahe an den Hinterläufen gehabt, ein Haken, sie fielen ein Stück zurück, holten mühelos wieder auf. "Gib schon auf, ich kriege dich ja sowieso!", spie der Verfolger zähnefletschend, setzte zum Sprung an und riss das junge Erdpony von den Hufen, überschlug sich mehrfach und kam auf einer Lichtung zum Liegen, sein Opfer fest in Vorderhufen schraubstockgleich eingeklemmt.

"APPLEJ-", das Biest umschlag Appleblooms Hals und drückte zu, genüsslich sich am qualvollen Tod des lästigen Blages labend... gegenüber lag ein Farmhaus mit Scheune, davor ein verwaister Pflug, ein Schaukelstuhl und...

... das letzte, was er sah, war der Lauf eines Gewehres, mitten auf seine Stirn gerichtet.

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Unzählige Ponys waren auf dem großen Platz vor dem Schloss zusammengekommen und diskutierten erregt über die Neuankömmlinge, die mittlerweile zu tausenden die Straßen und Städte füllten und allein schon durch ihre Anwesenheit etliche Massenpaniken ausgelöst hatten - endlich trat die Prinzessin aus dem Schloss und auf ihr Rednerpodest: "Ponys von Equestria, heute ist ein großer Tag für uns alle, denn heute haben uns die Schatten um Frieden gebeten, und natürlich habe ich ihr Gesuch erhört! Wir wollen nicht noch mehr Blut vergießen als ohnehin schon geflossen ist, und schon gar nicht möchten wir noch einmal solch eine schreckliche Kreatur wie Burning Sun bekämpfen müssen - deswegen ist der König der Schatten, Akavir, heute zu mir gekommen und hat einen tausendjährigen Frieden beschlossen! Von nun an werden wir, Schatten und Ponys, in Harmonie und Freundschaft miteinander leben, komme was wolle! Kein Feind wird uns jemals wieder Schaden zufügen, wir werden stark sein, gemeinsam Seite an Seite! FÜR DAS NEUE TAUSENDJÄHRIGE REICH EQUESTRIA!!!"

Die Menge klatschte hingerissen und ließ seine neue Herrscherin am höchsten leben, noch höher als damals die Wiedervereinigung von Ziegen und Ponys... niemand ahnte, was die wahre Bedeutung dieser Worte war, was noch folgen würde.

Daeron lachte teuflisch in sich hinein. Sein Plan ging voll auf.

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Währenddessen war Pinkie per Expresskutsche schon am Bauplatz des neuen Asyls, irgendwo in der Einöde zwischen Dodge City und Baltimare, angekommen. Viele Zebras warteten bereits auf alles weitere, dazu kamen einige Schatten, von denen einer ein Hauptmannsabzeichen trug: "Miss Pie, ich bin Ihr neuer Adjudant, Amon!"

"Freut mich, angenehm - sagen Sie, hier ist es?"

"Hier wird das neue Asyl gebaut, ja, doch bevor wir damit beginnen habe ich noch etwas für Sie!", ein schwarzes Paket wechselte den Besitzer, neugierig riss die neue Besitzering es auf. Drinnen befanden sich ein rotes Armband, eine schwarze Uniform und ein Brief: "Pinkamena Diane Pie, deine Aufgabe ist klar, das ist deine Dienstkleidung. Behandele diesen Abschaum schlechter als den letzten Dreck! P.S.: Anbei noch ein kleines Extra, das deine Argumente unterstreichen wird!"

Voller Tatendran zog sich das Partypony schnell um und bemerkte einen Gegenstand in einer Tasche, einen kleiner schwarzer Stock: "Wozu ist der jetzt gut, ähm... ah Moment, hier ist ein Knopf!" Schwarzer Nebel zog sich an der Spitze des Stabes zusammen, als er verschwunden war hielt sie eine Peitsche im Huf, lächelnd: "Zeit zum Arbeiten!" Die anwesenden Schatten hatten nur auf diesen Befehl gewartet und trieben die in der Sonne badenden Zebras mit Schlägen und Tritten unsanft zusammen, erster Widerstand wurde laut: "RUUUHHHEEE!!!"

"Was... was soll das?!", wollte eines von ihnen wissen und Pinkie trat vor es: "WARUM ARBEITEST DU NICHT!?!"

"Was... wie... Arbeiten, wie bitte?!"

"NIMM DIR EINE SCHAUFEL UND FANG AN DIE FUNDAMENTE AUSZUSCHACHTEN, BEVOR ICH DICH MEINE PEITSCHE SPÜREN LASSE!!!"

"A-aber M-miss...", ein Klatschen, ein irrer Schrei, die anderen wichen panisch zurück, mit schmerzverzerrtem Gesicht wälzte sich der Störenfried am Boden, an der Peitsche klebte Blut: "DAS GILT FÜR EUCH ALLE!!! NA WIRDS BALD, ODER MÜSSEN WIR ERST NACHELFEN?!?!"

In Anbetracht der blank blitzenden Kurzschwerter und Bajonette machten sich die eingeschüchterten Gestreiften an die mühselige Arbeit, wenn es nicht schnell genug ging half ein Schlag mit dem Gewehrkolben nach, damit wurde die Geschwindigkeit verdoppelt: "GUT SO, BAUT SCHÖN EUER ASYL AUF, UND BAUT ES GROß, ES MÜSSEN NOCH VIEL MEHR VON EUCH DRECKIGEN ZEBRAS HIER REINPASSEN, MUHAHAHA!!!"

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Die Kugel saß, hätte Applejack auch schwer gewundert wenn nicht, lange genug mit ihrem Freund geübt hatte sie ja, bei jedem Wetter, das ganze Arsenal der Ziegenarmee hoch und runter, kreuz und quer: "Und nimm mit watt du brauchen können tust - man weiß ja nie, wann ma watt sein sollte, und denn is besser du hast ne jute Kannone inner Butze als nen Steckschuss inne Birne!"

"IHR DRECKIGEN SCHWEINE, VERPISST EUCH ZURÜCK IN DIE HÖLLE, AUS DER IHR GEKROCHEN SEID!!!", brüllte sie rasend vor ohnmächtiger Wut um ihre Familie, ihre Drohung unmittelbar in blutige Tat umsetzend. Ihre MP spie feurige Dämonen durch und durch Schattenfell, nur noch fünf, drei, zwei..., feige Sau, die Biege machen der feige Hahn, aber nicht mit ihr! Konditionstraining hatte auch auf ihren gemeinsamen Lehrplan gestanden, Rennen gegen D-Züge um genauer gesagt zu sein, und irgendwann hatte auch sie die Lok abgehängt... der Soldat war dagegen Fohlenspiel, sie ließ ihn mühelos völlig außer Puste kommen, wartete als Todesengel, bis er japsend im Staub kroch, griff eine herumliegende Feldhacke und spaltete emotionslos seinen Schädel: "Willkommen auf Sweet Apple Acres, Arschloch!"

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"Sieh an, sieh an!", lachte Daeron schallend, als seine Treuen die beiden Gefangenen vor seinem Thron auf die Knie stießen, "euch beiden kenne ich doch noch von früher... insbesondere dich, Eross."

"DU MIESES STÜCK...", ein brutaler Schlag, der Pegasus krachte mit dem Gesicht auf den Boden, ein höllisches Brennen durchzuckte seine linke Wange, aber schreien würde er vor dem Mörder seiner Eltern nicht, niemals! "Aber aber, da zeigt einer aber wenig Respekt vor seiner Herrscherin..."

"Du bist so weiblich und meine Herrscherin wie die Regenbogenfabrik tot ist!"

"Ach stimmt ja, schade eigentlich, Atmospähre hätte mir sicher gute Dienste leisten können - egal, die Toten sind tot, nichts kann sie mehr zurückholen... sie sind tot für immer und ewig!"

"Spar die die Floskeln, was willst du von uns?!"

"Was ich will?", der Schattenlord klang überrascht, "natürlich, dass ihr euch mir anschließt, was dachtest du denn? - Auf zwei ausgezeichnete Krieger wie euch will ich nicht verzichten müssen... seht es doch als Neuanfang, als Chance - ihr als Teil meines tausendjährigen Reiches!"

"Träum weiter!"

"Oh, ich träume nicht gerne, die Realität ist ein viel schönerer Traum, denn er ist wahr!"

"Dann mach dich auf die Ziegen gefasst, Robert wird deine Armee frittieren wie die Brathähnchen!"

"So, wird er das? - Na ich glaube kaum, bis er erfahren hat, wie der Schatten fliegt, stehen wir schon vor seinem Schloss! Und dann wird ganz Equestria mein sein, dann wird...", ein Soldat krachte durch eine der großen Fenster und klatschte wie ein nasser Sack auf den blank polierten Marmor, um ihn herum bildete sich eine Blutlache: "WAS GEHT HIER VOR?!?!"

"Es... ein... ein Ziegen... bock... er... er... ahhh...", tot.

"IHR HABT IHN NICHT WIRKLICH ENTKOMMEN LASSEN, IHR VERSAGER?!?!"

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Doch! Atemlos hetzte der Ziegenbock durch die weiten Einhorn-Ebenen, seine Lungen brannten, seine Muskeln krampften, und obwohl er am Ende seiner Kondition angelangt war rannte er noch schneller als zuvor - seine Verfolger dicht auf den Fersen: "Schnappt ihn euch endlich, ihr Versager!"

Das Wort "Hasenjagd" war schon untertrieben, mindestens zwanzig waren hinter ihm her, zwei Dutzend hatte er schon erledigt, als er die letzte Chance zur Flucht aus Canterlot genutzt hatte - das "Heil" war es gewesen, was ihn endgültig davon überzeugt hatte, sofort die Zelte abzubrechen... aber da hatten sie schon vor seiner Tür gestanden: "Ziegenbock, Sie sind mit sofortiger Wirkung im Namen der Prinzessin verhaftet, Widerstand ist zwecklos!" ... wie gut, dass er stets eine Agram 2000-Maschinenpistole unter seiner Uniform trug und sich damit hatte den Weg freiballern können, aber vier Magazine waren leider nicht sonderlich viel - na los, bis zum Abzweiger schaffst du es noch, komm schon, das musst du schaffen, sonst landest du bei denen heute Abend im Eintopf! "KNALLT IHN ENDLICH AB!!!"

Ein schneller Haken, Kugeln verfehlten ihn nur um Haaresbreite - da, endlich, der überirdische Posten an einem Eingang nach Down Under war in Sicht! Im Lauf riss er sich die rote Signalfahne mit den Zähnen aus ihrer Tasche und schwenkte sie im Wind, die wachhabenden Böcke erkannten ihren General sofort und stürzten in ihr Häuschen, von hinten kamen die Schatten immer näher! Noch zweihundert, hundertfünfzig, hundert, fünfzig, vierzig... mitten in der Bewegung versagten im die Beine, er verlor Halt und Gleichgewicht, stolperte und stürzte in das frische Gras. Dreimal überschlug er sich, bevor er zum Liegen kam... so fühlt sich Sterben also an, dachte er bei sich, während ihm die Sternchen vor den Augen tanzten, oh Applejack, bitte... ich... ich liebe dich...

DA-DA-DA-DAM, DA-DA-DA-DA-DAM!!!

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"Big Mac, du, Applebloom und Granny macht euch sofort auf den kürzesten Weg nach Down Under!"

"Eyupp!"

"Und du Applejack?"

"Ich statte Celestia den versprochenen Besuch ab, das mit den Schatten stinkt doch bis zum Himmel!"

"Applejack, bitte komm mit uns, bitte! Du... du... wenn sie... sie dich... dann... dann..."

"Applebloom...", ihre geliebte große Schwester kniete sich vor sie und ergriff den flehenden Huf, wischte die Tränen aus ihrem Gesicht und lächelte: "Ich verspreche dir, dass ich gesund zurückommen werde, versprochen!"

"Ganz... ganz großes Apple-Ehrenwort?"

"Bei allen Bäumen dieser Farm, ja!", das überzeugte den jüngsten Apfel, der sich noch lange nach AJ umschauend vom großen Bruder den kleinen verborgenen Schleichweg nach Norden ziehen ließ, Oma Smith ruhte gebrechlich auf den Schultern des Ackergauls. Und auch wenn er kein Hengst der vielen Worte war, so schmeckte ihm der kleine Zwischenfall ganz und gar nicht.

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Tschock!, durchtrennte der scharfe Stahl Knochen wie Butter, Haut wie Seidenpapier. Mit einem hohlen Dumpf! schlug der Kopf des Offiziers auf dem Boden auf und rollte auch vor Atlanas und Eross vorbei, die anderen Schatten schwiegen betreten: "DAS MACHE ICH MIT JEDEM VERSAGER, MERKT EUCH DAS ALLE!!! UND JETZT LASST UNS ALLEINE UND GEHT ZURÜCK AN EURE ARBEITEN!!!"

Kaum dass sich der Saal geleert hatte schleifte Daerons Leibwachen die beiden Helden hinüber in sein Privatgemach, wo er sie noch einmal vor die Frage stellte: "Ich frage euch ein letztes Mal: Schließt ihr euch mir an?!"

"NIEMALS!!!"

"Damit habe ich gerechnet... und schon vorgesorgt...", kicherte er vergnügt und gab einem Schatten ein Hufzeichen, welcher im Nebenraum verschwand und mit einer gefesselten Stute zurückkam: "NEIN!!!", brüllte Atlanas, "NEIN, NICHT SIE!!!"

"Doch, genau sie und keine andere!", lachte der Schattenlord, seelenruhig ein Messer an Fluttershys Hals balancierend, die leise aufstöhnte: "Wie sieht's jetzt aus: Schließ dich mir an oder ich töte sie!"

"DU DRECKIGER BASTARD...", eine Kopfnuss, Ruhe war: "Na na Atlanas, nicht so wild bitte, wir sind doch keine kleine Fohlen mehr... na, wollen doch mal sehen...", sanft legte Daeron dem schüchternen Pegasus seinen Huf auf die Stirn und durchsuchte ihre Erinnerungen: "Oho, dass nenne ich mal harten Sex - würde mich nicht wundern, wenn da was rauskommen würde...", sacht verlagerte er seine Rechte zu ihrem Bauch, "na also, wie ich's mir dachte... Glückwunsch Atlanas, du wirst Vater, deine Freundin ist schwanger!"

"Du bist was?!", erschrak Atlanas entsetzt und glotzte Fluttershy ungläublig an, die nur leise weinte: "Also... wie entscheidest du dich?"

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Robert und Luna saßen gerade im Schlosspark und hatten sich genüsslich dem Nachmittagstee gewidmet, als ein junger Ziegenbock im Laufschritt zwischen den Bäumen auftauchte und vor seinem Königspaar salutierte: "Mein König, Euer Bruder ist angeschossen worden!"

"Wie bitte, angeschossen?! Wo und von wem?!"

"Das... das kann ich selbst kaum glauben..."

"Ferdi, nun sag schon!", drängte Luna freundlich, aber bestimmt, "manchmal geschehen eben auch Dinge, die..."

"Von... von Schatten!", Robert blieb die Zimtwaffel im Hals stecken, er hustete heftig: "WIE BITTE?!?! Das gibt's doch gar nicht, ich muss ihn sofort sprechen - wo ist er?!"

"Im Krankenhaus!"

"Gut, auf dahin!"

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Atlanas standen die Schweißtropfen auf der Stirn, die Zeit rann ihm zwischen den Hufen davon! "Na, was ist nun, ich hasse es warten zu müssen!"

"Atlanas, tu das nicht!"

"Dann sterben sie beide, so wie deine Eltern!", ein Wimmern kam von seinem Freund, er konnte im Moment kein Mitleid für ihn empfinden, so mies das auch war, aber... was sollte er bloß tun, bei Niben verdammt?! "WAS IST JETZT?!?!"

"Gleich..."

"ICH ZÄHLE BIS DREI - EINS, ZWEI...", die Tür flog so heftig auf, dass sie aus den Angeln riss und mit lautem Broch! der Länge nach hinkrachte, nicht nur Daeron erschrak sich: "WAS IST DENN NUN SCHON WIEDER?!?!"

"MEINE FÜHRERIN, IHR MÜSST HIER SOFORT RAUS, HIER IST EINE... DA-DA-DAMM!!! - AHHH!!!", Fleisch- und Knochenfetzen besprenkelten den Raum, Fluttershy wurde beim Anblick der aus dem Bauch des Schatten quellenden Därme ohnmächtig: "EROSS, JETZT!!!", schrie Atlanas und riss seinem Bewacher das Schwert aus der Scheide, ehe der recht kapiert hatte was Sache war steckte ihm der Stahl bis zum Knauf im Hals, Eross hatte den seinen halbiert, seine Hufe längst frei (uralter Rebellentrick von damals) und schwang nach Daeron, der im letzten Moment ausweichen konnte, sich nach hinten abstieß und durch die Scheibe nach draußen brach, dass es nur so schepperte. "DEN SCHNAPP ICH MIR!!!", brüllte der gelbe Pegasus und war schon fast hinterher, als ihn Atlanas Eisenhuf zurückriss: "Nein, das bringt jetzt auch nichts mehr, den kriegen wir ein andermal - erstmal müssen wir Fluttershy hier rausbringen und unsere eigenen Hintern retten... fuck, sie ist bewusstlos!"

"Na wenn's weiter nichts ist ham wa ja nochma Schwein gehabt! ", die beiden hoben die Köpfe und erblickten erstaunt Applejack mit rauchender PPsh-41 in den Hufen, "ansonsten alles klar bei euch zweien?"

"J-ja, ja danke... heiliger Niben AJ, wo kommst du denn so plötzlich her?!"

"Ich hatte schon nen kleinen Hausbesuch von ner Abhandlung dieser Mistviecher, dazu ne äußerst dubiose Nachricht von'ner Prinzessin höchstpersönlich - also wenn da ma nix faul dran war!"

"Danke, du hast uns echt die Hintern gerettet, danke, auch in Flutters Namen!"

"Kein Problem, jerne jemacht - gibt da nur ein Problem, hier wieder rauskommen..."

"Das sollte zu schaffen sein, Eross nimmt dich, ich Fluttershy, und dann ab durch die Mitte - auf geht’s, ab nach Down Under!"

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"Celestia ist was?!", stießen Luna und Robert am Krankenbett ihres Freund und Bruders entsetzt hervor, schwach kamen ihm die Worte über die Lippen: "Unter... unter der Kontrolle eines Schattens... ja... aber keinem normalen... es ist... er ist Daeron, der Schattenlord... der, von dem Atlanas und Eross erzählt haben..."

"Scheibenkleister, das ist mehr als übel, und das ist noch untertrieben!"

"So schlimm?"

"Ja, ich kenne ihn und seine Methoden noch von damals, bevor wir uns kennengelernt haben, und mit ihm war noch nie gut Kirschen essen - zehntausend Schatten interessieren ihn so wenig wie ich mich für Autos!"

"Heilige Celestia, und was tun wir da jetzt, wo meine Schwester von ihm besessen ist?!"

"Ich weiß es auf Anhieb auch nicht, fest steht, dass die Schatten überall in Equestria sind, und das gefällt mir am ganz und gar nicht - für's Erste müssen wir wohl oder übel alle Tore zur Stadt verschließen und die Armee mobil machen, weil sie uns jederzeit angreifen können!"

"Und die Ponys oben, was ist mit ihnen?!"

"Ich...", er schluckte, "ich hoffe, dass sie noch leben."

"Dann sollten wir keine Zeit mehr verlieren und sofort alle Ziegen und Böcke ausrücken lassen, um sie zu beschützen!"

"Tut... tut das nicht...", keuchte der Ziegenbock schwach, "sie... Celestia... Daeron hat... hat... sie... vereint... als... in... Freundschaft und... Harmonie..."

"WIE BITTE?!?!", ungehalten stürmte der Ziegen-Doc ins Zimmer, zischte "Shhht!" und scheuchte die beiden hinaus: "Er braucht jetzt erstmal viel Ruhe, die Wunde ist da und muss verheilen, da hilft weder Geschrei noch Aufregung!"

Ein tunlichstes "Enschuldigung!" auf den Lippen zog Luna ihren Freund die Treppen hinunter, in ihrem Kopf brodelte es: "Das begreife ich nicht, ich denke die Schatten wollen den Tod aller Ponys!?!"

"Vielleicht Taktik, aber das kann ich mir kaum vorstellen...", im Wartezimmer saßen noch brav die Wachposten, die seinem Bruder das Leben gerettet hatten, "hey, ihr da, was war da vorhin los?"

"Euer Bruder kam angerannt, verfolgt von unzähligen Schatten, wir haben unsere Waffen geschnappt und... da hatten sie ihn auch schon getroffen, wir konnten sie bloß noch abwehren."

"Hm, eigenartig, eine Hetzjagd in der Größe auf einen einzelnen Bock fast dreißig Kilometer lang?!"

"Vielleicht gerade deswegen!", schloss Luna, "vielleicht haben sie deswegen nicht von ihm abgelassen, damit wir davon nichts mitkriegen sollen!"

"Ja, aber warum, das begreife ich nicht?!"

"Weil Daeron Krieg will, Krieg mit den Ziegen, aber mit den Ponys auf seiner Seite!", keuchte Atlanas atemlos und brach verletzt am Ende seiner Kräfte mit Fluttershy über den Schultern mitten im Foyer zusammen, "puh... ja... genau das... bei Niben..."

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Mit seinem Herrscher war nach der Pleite mit dem Ziegendiplomat eher nicht gut Kirschen essen, weshalb Sayan es vorzog Akavir Bericht zu erstatten: "Mein Prinz, ich wollte Euch nur die Meldung überbringen, dass die Züge auf Euren Befehl warten... Euer Vater ist zur Zeit leider nicht zu sprechen."

"Wohl eher nicht ansprechbar...", witzelte der junge Schatten trocken, "aber gut, so sei es, und denkt daran, Ziegisch, nur Ziegisch!"

"Ich werde es den Attentätern ausrichten."

"Und erinnere sie daran, was alles auf dem Spiel steht und was sie zu verlieren haben!"

Ihre Ehre?, dachte der Goblin abschätzig bei sich, aber hey, das Verlanges des Führers dem Schatten sein Himmelreich... oder eher Diarons tiefstes Höllenloch?!? - Pfff, wen juckte das, ihn schonmal gar nich, sollten sie doch die Drecksarbeit machen, sprang ja eh nichts Lohnenswertes bei raus!

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Die Not-OP gestaltete sich als äußerst kompliziert, zumal Atlanas mehr einem Schweizer Käse alsglich und massig Blut verloren hatte - und ausgerechnet das fehlte ausreichend, Gruppe Null Rhesus negativ musste natürlich auch so verdammt selten sein! "Wir brauchen unbedingt frisches Blut, sonst wird's echt nen schwerer Kampf für ihn!"

"Ich hab Null negativ, ich kann spenden!"

"Majestät, bei allem Respekt, Ihr seid hochschwanger, da braucht Ihr jeden Tropfen für Euer Fohlen!"

"Und wenn Atlanas deswegen stirbt?! - Was soll ich seinem Fohlen dann sagen: Och, wir hatten zwar Blut, aber nee, das brauchten wir anderswo dringender oder was?!"

"Robert, ich verstehe ja, dass du zwischen den Zügen stehst, aber..."

"Wer ist hier der Könich?!"

"... genau deswegen solltest grade du dich mit Vernunft und gesundem Zi-, Hengstverstand auskennen wie kein anderer: Entweder dein Freund oder dein Fohlen, eine andere Möglichkeit haben wir nicht!"

"Hat denn keiner in Down Under sonst Null?!"

"Bestimmt, wenn ich das auf die Schnelle wüsste..."

"Und was hab ich?!"

"AB positiv, das geht nicht, weil wir vor allem das Plasma transfirieren müssen, und das kann eben nur von einem Null-Negativ-Spender kommen, ansonsten verklumpt das Blut sofort in den Arterien und Banane..."

"Doktor, mein Bock Arnold hat Null negativ - der ist grade auf'm Stellwerk im Dienst!", rettete eine Krankenschwester die vertrackte Lage, "ich glaube auf'm Fahrdienstleiter heute!"

"Tausend Danke Verena, wir sind sofort wieder da!"

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Zeitgleich auf'fem Stellwerch B2

Arnold Schwarzenacker schob Dienst, so wie sonst auch. Nichts Aufregendes war bislang passiert, nicht mal irgendeine Frachtkiste war abhanden gekommen oder sowas, einfach gar nichts war los außer der üblichen Routine... noch heute, denn kannste wieder auf'fe Fuffzich fahren!, sprach er sich zu, in Gedanken in die Tageszeitung vertieft. Die zwei Lehrlinge, die die Direktion ihm aufgeschwatzt hatte, waren voll und ganz mit Weichenstellen, Zugemelden und Fahrplaneinhalten ausgelastet, auch jut, musst du dett nich machen... "Chef, da kommen vier außerplanmäßige Güterzüge rein!"

"Vier?", verwundert ließ er die Zeitung sinken, "wie vier?"

"Von Vanhoover einer, von Mareowingen einer, von Ponyville einer, von Canterlot einer, macht vier!"

"Zählen kann ich auch noch, wa? - Klingelt ma bidde durch, was mit denen sein soll, ob die nur umgeleitet werden oder auch hier Station machen."

"Jo, machen'wa!", gute Jungs, kannste ja dein Kreuzworträtsel in aller Ruhe feddisch machen... "Ach so, der soll hier anhalten? - Ja aber der Kollege in Cloudsdale sachte doch der soll durchfahren... ähm, hallo, sind Sie noch dran? ... hm, is wohl de Leitung jestört..."

"Leitung jestört, ach watt, bei den neuen Glaskabeln!", empörte sich der Fahrdienstleiter, "damals die ersten Telegrafen, datt war noch watt Jungs, aber dett heute hier, nee nee, datt is doch alles Zickleingarten, da braucht man nich ma mehr Jefühl für, dett..."

"Komisch, hey Hendrik, der Zuch is am grünen Signal stehen geblieben?"

"Ja du, echt komisch ey... lass ma hören!", verwirrt wählte der junge Bock das Lokpersonal an: "Hallo, ja, hier is der FDL Down Under, sacht mal, habt ihr nen Problem oder was steht ihr am grünen Signal?"

Sekundenlang blieb die Leitung still, dann dröhnte es: "HEIL DAERON!!!"

Ka-Bumm.

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KA-MEGAWUMM!!!

Die gekoppelten Sprengkörper detonierten zeitgleich, gekoppelt über einen einzigen Zünder. Mehrere Megatonnen atomisierten Steine und Stützträger, Schienen, Waggons, Lokomotiven. Die Schatten verglühten innerhalb von Augenblicken, kurz danach brachen die Tunnelröhren in sich zusammen. Aus den Portalen schossen glühende Feuerwalzen, steckten auf der Stelle Bäume, Häuser und Felder in Brand. Die ganze große Höhle zitterte durch die ungeheure Wucht der Explosionen, hielt aber wacker stand. Nicht ein Felsbrocken stürzte in die Stadt - dafür umso mehr Ziegen aus ihren Häusern, und als sie sahen was vorgefallen war zögerte keine länger als notwendig, schnappte sich an Wasser und Eimern was sie tragen konnte und nahm den Kampf gegen die Flammen auf. Seite an Seite fochten sie alle gemeinsam gegen das Inferno, und wirklich, es dauerte nicht lange, da hatte man es schon fast unter Kontrolle.

Doch da war es bereits geschehen.

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Ungeachtet von all der Panik schritt eine Stute die Hauptstraße entlang auf die Klinik zu. Der Ziegenkönig war ausgeflogen, na ja, weit war er nicht gekommen... und dazu im Krankenhaus, das würde was werden, oh ja, bei Diaron!, lachte sie hinter rot glühenden Schattenaugen in sich hinein.

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Die Druckwelle ließ auch den großen weißen Bau heftig vibrieren, doch auch hier tat sich kein einziger Riss in den Wänden auf - gelungene Ziegenbaukunst! "Was-was war das?!", schlotterte der Ziegen-Doc nach.

"Keine Ahnung, aber es hörte sich verdammt böse an!", konstatierte Robert, dem die Magensäure bis im Rachen stand, "los, kommt weiter, wir müssen zum Stellwerk!"

Die letzte Treppe hinunter, schon waren sie im Foyer, wo Kranke und Personal ebenso erschrocken drein blickten und prüften, ob an ihnen auch noch alle Hörner und Huf dran waren - Luna preschte vor, als dem Trio plötzlich eine unbekannte Stute den Weg versperrte, ihren Mantel öffnete und eine Bombe offenbarte: "Heil Celestia!"

Es mochten Millisekunden gewesen sein, vielleicht auch ein ganz kleines wenig mehr, in der die Mondprinzessin nach vorne stieß, mit dem rechten Vorderhuf weit ausholte und ihn der Selbstmörderin mitten in den Bauch rammte, fest genug, um sie ein paar Meter weiter weg von all den hilflosen verletzten Geschöpfen zu stoßen... Robert schaffte es um Haaresbreite nicht mehr seine Geliebte von ihrem Märtyrium abzuhalten, sein Mund war zum angstvollen Entsetzensschrei geweitet. So dicht war er hinter hier, in letzter Hoffnung sich selbst statt ihr zu opfern, dass auch ihm die volle Kanne rasiermesserscharfer Hitze den Körper versengte.

Und das war das letzte, was er spürte.

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Es klopfte an Daerons Gemach: "WAS DENN?!"

Sayan trat ein: "Mein Führer, Operation Rohrbombe ist erfolgreich ohne Komplikationen verlaufen!", der Schattenlord war sichtlich überrascht: "Wie jetzt, ernsthaft?! - Wer hat den Befehl dazu gegeben wenn nicht ich?!"

"Euer Sohn mein Führer, Ihr könnt stolz auf ihn sein."

"Oh das bin ich, das bin ich sogar sehr - ich will ihn sprechen, sofort!"

"Zu Befehl mein Führer, doch vorher habe ich eine weitere gute Nachricht für euch!"

"So?!"

"Bringt ihn rein!", zwei Wachen schleiften einen gefesselten Pegasus herein und warfen ihn vor Daerons Hufe, der angetan auflachte: "Na sieh mal einer an, das entflogene Vögelchen ist doch wieder ins Netz gegangen!"

"Fick dich!", zischte Eross rasend an seinen Fesseln reißend: "Na na, wer wird denn da gleich so ausfallend werden... dafür wirst du noch genügend Gelegenheit haben, wenn du bei mir am Hof bleibst, und da bestehe ich natürlich drauf!"

"Du mieses Schwein, das war dein letzter Fehler Equestria anzugreifen, die Ziegen werden dich...!"

"Ach die Ziegen? - Weißt du, da habe ich schon vorgesorgt, nur keine Bange, wir werden lange lange ungestört sein... Sayan, bereitet alles vor, ich werde eine neue Ansprache für meine Schäfchen halten müssen, dass mir auch ja keines entwischt! Die werden schon sehen, was die Ziegen und ihr Kommunismus für wahre Monster sind!"

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Die Säulen hielten. Gerade so am Rande des Kollapses, aber sie trotzten wacker allen statischen Kräften, die sie zu zerbröseln drohten, und wie sie ungebrochen da standen, so trugen sie auf ihren Kapitellen das ganze Krankenhaus einschließlich aller Patienten und Patientinnen. Zum Evakuieren blieb weder Zeit noch Möglichkeit, war die Luft draußen doch beißend von Hitze und Brandgestank - entweder hier im lebensgefährlich beschädigten Kartenhaus oder besser gleich auf dem Friedhof?! - Natürlich nicht! "KANTHÖLZER, WIR BRAUCHEN MEHR KANTHÖLZER!!!", schrie ein Schreiner in Richtung der freiwilligen Helfer, die sich unmittelbar nach dem Attentat aus der Umgebung eingefunden hatten und in Einigkeit wider aller Gefahren das Gebiet sicherten und aufräumten: "KOMMEN GLEICH!!!"

Trotz angesengten Beins humpelte der Ziegen-Doc unwirsch alle Hilfe wegwedelnd durch die mittlerweile heillos überfüllten Sääle, instruierte Personal und Hilfskräfte bei welchem Verletzungsgrad wie zu verfahren war, griff trotz eigener Schmerzen selbst in mehrere Not-OPs ein und sank erst völlig ausgelaugt auf eine freigewordene Trage, als keine akute Lebensgefahr mehr für irgendjemanden ausging. Und da das nicht der Fall war brach er spät in der Nacht vor lauter Erschöpfung zusammen.

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Der Ziegenbock war fix und fertig, seine Wunden brannten ekelhaft, aber allem Bitten und Flehen der Schwestern zum Trotz hatte er sein Bett verlassen - brauchten andere sowieso nötiger - und hatte bei seiner Familie auf einem harten Schemel Wache bezogen. Robert sah böse aus, total zugekleistert mit Verbänden, darunter rotes offenes Fleisch... immerhin war er dem Tod von der Schippe gesprungen, immerhin er... das gleichmäßige Piepsen der Messgeräte gab ihm die unsichere Gewissheit, dass auch die Prinzessin noch lebte, schwach, auf Messers Schneide, aber ja, sie lebte, das war die Hauptsache... oder wie es der Doc vorhin so fein ausgedrückt hatte: "Wie sie es-auch-immer geschafft hat nicht augenblicklich zu verpuffen... Alihörner eben, die existieren gegen alle medizinischen Regeln und sind einfach nicht kaputt zu kriegen, wurstegal was sich Mutter Natur auch an Fiesematenten ausdenkt!"

Vielleicht war es ja auch genau das gewesen, Alihörner eben... behutsam streichelte er tief in Gedanken versunken das kleine Bündel, was da im Schutz der Nacht in seinem Schoß lag - Alihörner eben!

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Kapitel 2 - Rebellion Bearbeiten

Der nächste Morgen brach schneller an als es ihm lieb war. Mühsam reckte und streckte er sich, es half alles nichts, sofort überflutete ihn die nächste Sturmflut Torturen, die gefühlt jede einzelne Zelle seines Körpers plagte... Du wirst auch nich grade jünger, mahnte das Unterbewusstsein spöttisch, das nächste Mal... - Jaja, leck mich doch!

"Oh, auferstanden von den Toten?", erkundigte sich der (natürlich!) längst wieder herumwuselnde Ziegen-Doc sarkastisch beim Anblick seines schmerzverzerrten Gesichts, "ich hoffe du lernst watt draus und legst dich das nächste Mal zum Schlafen ins Bett, wenn du halb totgeschossen wurdest!"

"Leck mich... und, wie geht's Robert?"

"Geht so, geht so, die Prinzessin ist nach wie vor kritisch, aber einigermaßen stabil - und, hat der Kleine dich lange wach gehalten?"

"Der hat gepennt wie'n Stein, der Süße... und, wie steht es um...?"

"Gut soweit, alles ruhig, keine Komplikationen, wird vermutlich grade gefüttert."

"Ich geh ma nachsehen...", schwerfällig rappelte der Obergeneral der Ziegenarmee sich auf, das kleine in dicke Laken gewickelte Fohlen wachte auf und quäkte sofort los: "Da hat wohl noch einer Hunger - na du, hast du gut geschlafen bei deinem Onkel, kleiner Prinz?"

"Sehr gut, sachte ich doch schon."

"Ich hab ja auch ihn gefragt - ja, wie heißt er denn nun eigentlich?"

"Datt wüsste ich auch jerne, aber dett is Roberts Bier, wenn er denn nu wieder auf'fen Hufen is..."

"Hat er dir denn nix gesagt von wegen Namen? - Ich will jetzt keine Panik schieben, aber das wäre wenigstens eine positive Nachricht für das bangende Volk vor den Toren..."

"Versteh ich schon... pfff, watt war denn datt... ähm, also für nen Hengst müsste es Jack und für ne Stute Sonea gewesen sein - weißte watt, dett passt schon, wenn Robert mir datt so jesacht hat is da Huf und Horn dran!"

"Also Jack und Sonea, hört sich beides gut an!", vor lauter Gequatsche hatte die kleine Alihornziege (mit drei Hörnern auf dem Kopf!) nur umso größeren Hunger bekommen und setzte zum allerersten Gebrüll an: "BUUUÄÄÄHHH!!!!"

"Oh, jetz aber fix!", konstatierte der frischgebackene Onkel und flitzte dem Doc voraus erstmal zu weit den Flur hinunter, die richtige Tür zurück erwartete den halb Verhungerten auch schon die pralle Brust einer Ziegenmami, aus der es sogleich die heißersehnte Milch gab - und Ruhe war! Zufrieden wandte sich der Ziegenbock zwei anwesenden Krankenschwestern zu, die ein winziges schwarzes Etwas zärtlichst liebevoll streichelten und bürsteten: "Ist... ist das Sonea?"

"Sonea heißt sie? - Ja natürlich ist sie das, die neue Prinzessin, sooo schnuckelig!"

"Dürfte... dürfte ich vielleicht...?"

"Na aber sicher, Ihr seid doch der Onkel!", behutsam wechselte das Fellknäul mit Hörnchen und Flügelchen die Hufe, kuschelte sich ganz fest in sein Bauchfell und quietschte in den höchsten Freudentönen: "Heilige Arriva ist sie süß!"

"Die Geburt eines Alihorns miterleben zu dürfen war jetzt nicht besonders spektakulär, das übliche Blut und der übliche Matsch und so...", es hagelte böse Blicke von den anderen Anwesenden in des Ziegen-Docs Richtung, "was denn, ich bin doch bloß ehrlich?!? - Egal, trotz aller Schwierigkeiten... das ist wahrhaftig zum Anbeißen niedlicher königlicher Nachwuchs!"

"Och ja... und wenn nicht gestern gewesen wäre..."

"... dann würde jetzt die ganze Stadt ein Riesenfest schmeißen?"

"So in etwa, aber Kriech is nunma Kriech, wa?"

"Du sachst es... und was nun?"

"Gute Frage, die Antwort habe ich selbst noch nicht gefunden... du sag ma, wann denkste is Robert wieder auf'fen Hufen?"

"Schwer zu sagen, könnte morgen sein, in einer Woche, in einem Monat... nie mehr?"

"Scheibenkleister, wie soll's weitergehen ohne ihn?"

"Das müsste ich eher dich fragen..."

"Och nööö, oder?!?"

"Ich schätze schon, wer sonst steht dem König näher?"

"Ich hasse Diplomatie und habe sie schon immer gehasst, ich bin kein Regent!"

"Aber ein irre guter General, und wir haben Krieg, hast du selbst gesagt - und du magst kein geborener König sein, aber das Zeug zum Anführer hast du allemal!"

"Mag sein, aber... ich... na schön, ein Depp muss den Laden ja schmeißen!"

"Genau so isses!"

"Also denn?"

"Wenn ich mir dich, pardon, Euch so angucke, dann kann ich Euch guten Gewissens entlassen - in drei Tagen solltet ihr einmal die Verbände wechseln kommen, ansonsten stehe ich Euch nicht länger im Wege, Majestät!"

"Es gibt Tage, da hasse ich deinen Humor abgrundtief, weißt du das?"

"Ich weiß, das behaupten viele!"

"Na denn... also Herr Doktor, dann kümmern Sie sich bitte weiterhin mit all Ihren verfügbaren Kräften um meine Familie und all die anderen hier, wenn Sie mich suchen, ich bin im Schloss - es gibt sicher eine ganze Menge zu tun!"

"Bis später!"

"Mach's jut."

"Mach's besser!"

"Alter Schnippler!"

"Hey, das hab ich gehört!"

"Solltest du auch - also denn, bis demnächst!", nicht ganz so flott wie für gewöhnlich verließ der Aushilfskönich das Krankenhaus und trottete die Hauptstraße zum Schloss empor... heilige Arriva, das konnte ja heiter werden! Und schon umringten ihn die ersten um Rat bittenden Bewohner der Stadt, er bedeutete ihnen mitzukommen, bahnte sich durch immer größer werdende Mengen bis hin zum Palast seines Bruders, orderte die Meute hier auf ihn zu warten, verschwand im Schloss, trat schließlich auf den Balkon, von dem sonst Robert immer sprach, räusperte sich und erhob die Stimme: "Ziegen, Böcke, Zicklein! In dieser schweren Stunde der Not rufe ich euch alle auf die Nerven zu bewahren und all denjenigen Opfern des gestrigen feigen Angriffe der Schatten zu helfen! Ihr wisst, dass mein Bruder Robert mich zum Vizekönig in Notzeiten ernannt hat, nun, wir stehen mitten drin in einer solchen Krise, mit allen vier Hufen - um sie zu bewältigen müssen wir alle zusammenarbeiten, ihr wisst ja, das übliche Kram... repariert, was es zu reparieren gibt, arbeitet zusammen, wie es Zenin und die Helden des Roten Oktober auch getan haben! Und wenn alles wieder beim Alten ist, dann schwöre ich euch, dann nehmen wir Rache an diesen feigen Hunden, dann zeigen wir ihnen, mit wem man sich nicht ungestraft anlegt, wer sich nicht kleinkriegen lässt, wer gemeinsam standhält! Für den Sozialismus, für den Frieden, für unseren König Robert, für uns alle!"

Die Höhlenwände dröhnten vom Applaus der Zuhörer, sie waren hin und weg, bereit es mit allem aufzunehmen: "Und noch etwas, ich habe trotz allen Übels gute Neuigkeiten für euch: Mein Bruder ist außer Lebensgefahr, seine Prinzessin Luna auch, und mehr als das, sie hat zwei gesunden Fohlen das Leben geschenkt, den Thronfolgern JACK und SONEA!!!"

Der Beifallssturm war unbeschreiblich - wenn das mal keine eindeutige Stimme des Volkes war!

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Canterlot, gleiche Uhrzeit

Auch Equestrias Bewohner waren nach den gestrigen Ereignissen zutiefst beunruhigt, wusste doch keiner so recht was vorgefallen war da tief unten in den Tunneln - aber eine wusste es, die Prinzessin hatte unmittelbar nach dem "tragischen Unglück" versprochen für eine sofortige Aufklärung der Ursache zu suchen und nicht eher zu ruhen noch zu rasten, bis Gewissheit sei, was exakt vorgefallen war! Ein öffentlicher Auftritt war natürlich allerhöchste Ehrensache, und in keinem Fall ließ Daeron sich diese Chance seines Lebens entgehen, die Ziegen endgültig eigenhufig fertigzumachen!

"Ponys und Schatten! Am gestrigen Tag ist etwas Schreckliches geschehen, was ich selbst niemals für möglich gehalten hätte, aber die Überlebenden der Katastrophe sagen es so aus: Als unsere Güterzüge in die Tunnel gefahren sind um den Ziegen Waggons voller Getreide und Rüben zu bringen haben sie ohne Warnung mit ihren großen Geschützen auf die Lokomotiven geschossen!", fassungsloses Gemurmel fuhr durch die Menge, viele fassten sich zutiefst erschrocken an die Köpfe, begannen wild zu diskutieren: "Natürlich gab es keinen Grund dazu, denn wir wollten ihnen in unserer Großherzigkeit diese Vorräte schenken - doch das wahre Verbrechen ist noch viel schlimmer: Sie haben geschossen, weil die Lokomotiven von Schatten geführt wurden und diese sich auf Schattisch angemeldet haben!"

Jetzt erschallten aggressive Rufe, kritische Stimmen drangen bis in sein Gehör, erstklassige Arbeit der bezalten Treuesten, die sich überall unter die Masse gemischt hatten - bessere Demagogen gab es kaum! "Ich bitte um Ruhe, die Lage ist ernst und schwer! Ich habe versucht meine Schwester Prinzessin Luna zu erreichen, aber sie hat mir nicht geantwortet, und als sie es heute in den Morgenstunden doch getan hat, da griff sie mich an, ich sei schuld an der ganzen Sache, habe ich doch die Schatten, die Todfeinde aller Ziegen, in Equestria aufgenommen! - Wisst ihr was, ich frage euch, bei eurem gesunden Verstand: Warum solltet ihr dafür Verantwortung tragen, wenn ihr verlorene Kreaturen bei euch in Freundschaft und Harmonie aufnehmt, ihnen ein Zuhause und Futter bietet, gar euer weniges Hab und Gut teilt?! Warum soll das Wort der Ziegen euer Gesetz sein?! - Nein sage ich euch, nein sage ich zu all denen, die sich uns entgegenstellen, sie sind die wahren Bösen, denn wer unseren Freunden Schaden zufügt verletzt auch uns dabei! ICH FRAGE EUCH, WAS KÜMMERN EUCH DIE ZIEGEN NOCH, SOLLEN SIE DOCH IN IHREN HÖHLEN FÜR SICH ALLEINE LEBEN IN EWIGER FINSTERNIS, DAS SOLL UNS NICHT UNSER TAUSENDJÄHRIGES REICH ZERSTÖREN!!! AUF EUCH, PONYS UND SCHATTEN, AUF DIE FREUNDSCHAFT EURER STARKEN VÖLKER, AUF EQUESTRIA!!!"

"AUF EUCH, PRINZESSIN, AUF DIE FREUNDSCHAFT, AUF EQUESTRIA!!!"

"NIEDER MIT DEN ZIEGEN, NIEDER MIT ALLEN FEINDEN!!!"

"NIEDER MIT ALLEN FEINDEN!!!", und unter dem donnerndem Applaus seiner Untertanen schritt Daeron diabolisch lachend ab hinein in sein prächtiges Schloss, bereit sein Reich für tausend Jahre und länger zu beherrschen. Mit allem, was dazu nötig sein würde!

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"Die hat sie doch nicht mehr alle!"

"Aber Rose!", zuckte deren Freundin Daisy erschrocken zusammen, "pscht, nicht so laut!"

"Ist doch wahr, hör dir die Hetze doch mal an! Die Ziegen haben uns nichts Böses getan, ganz im Gegenteil, sie haben uns von der Regenbogen-Fabrik und den Schatten befreit! Und bislang haben die nur eines versucht: Uns alle umzubringen!"

"Aber die Prinzessin hat Frieden mit ihnen geschlossen, in Freundschaft und Harmonie!"

"Und warum sind dann die Elemente der Harmonie nirgends präsent, sollten die nicht dafür sorgen, dass es auch wirklich dabei bleibt?!"

"Mensch, da hast du Recht, ich sehe nur Twilight Sparkle... a-aber..."

"Merkst du jetzt, dass das was oberfaul ist?!"

"Ja aber... die Prinzessin... ich... ich verstehe das nicht..."

"Erinnerst du dich noch an Burning Sun?!"

"Oh je, besser nicht!"

"Weißt du, was ich und viele andere denken? - Das war auch Prinzessin Celestia, besessen von einem Schatten!"

"Das wäre ungeheuerlich!"

"Eben drum, und genau das ist ein zweites Mal passiert - bei meinem und deinem gesunden Verstand würde es doch sonst nur Schaden bringen, den Schatten hier in Equestria Asyl zu gewähren, noch dazu auf die Kosten unseren Staates und unserer Seelen!"

"Wenn das stimmt müssen es alle wissen!"

"Das müssen sie, und zwar schnell, aber nicht auf offener Straße - berichte es jedem, dem du blind vertrauen kannst, und so, dass es unter euch bleibt!"

"Mache ich - wir sehen uns heute Abend?"

"Sicher, bis dann, und viel Glück!"

"Danke, dir auch, bis später!", die Menge zerstreute sich allmählich, die beiden Freundinnen tauchten unerkannt in ihren Wogen unter, bereit die Wahrheit ans Licht zu bringen. In welch hoher Gefahr sie deswegen schwebten war ihnen nicht bewusst...

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Zurück in Down Under, gegen Abend

"Und Ihr möchtet wirklich nicht, dass wir...?"

"Nein und nochmal nein, ich bin erwachsen und kann jut auf mich alleine aufpassen, danke, und außerdem bin ich nur Vizekönich, den janzen Titelquatsch könnt ihr euch echt sparen Jungs, auch wenn's lieb jemeint ist!"

"Euer Wusch ist uns Befehl, Majestät!", salutierten die beiden Ghost Rider, Königsgardisten, beide der älteren Generation angehörig und natürlich nicht umzustimmen, "ruht Euch gut aus und schlaft schön, es war ein anstrengender Tag für Euch."

"Jaja, zieht bloß Leine.", brummte der Ziegenbock mürrisch und knallte die schwere Tür zu Roberts Schlafgemach zu - wie gut, dass er den Job nur aushilfsweise machte, sonst würde er schon aktiv mit möglichen Suizidgedanken spielen! Bleib locker, bleib locker..., nee, klappte heute nicht, schon gar nicht wegen seines schmerzenden Körpers und des Erlebten, auf der weichen Matratze wälzte er sich schlaflos hin und her, versuch abzuschalten, lass alles hinter dir, genieße die Ruhe, schlaf ein, schlaf ein... schlaf...

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Im neuen "Asyl"

Pinkie Pie erblickte das neue Weltreich durch die Augen einer wahren treuen Anhängerin der allmächtigen Führerin und seine ersten reifenden Früchte: Das Straflager war fast vollendet und bot genug Platz für alle dreckigen Zebras ganz Equestrias, auch wenn das bedeutete, dass sich drei ein Bett teilen mussten... aber Ungeziefer soll sich besser nicht beschweren oder besser noch gleich ganz auf dem Boden im Dreck schlafen, so wie es sich gehörte! Ihr Verstand war durch Daerons Illusionen so getäuscht, dass ein Trugbild einer kunterbunten Pinkie-Party vor ihren Netzhäuten abtanzte, die Melodie "Ready to die!" scharf dazwischen funkte und dem ganzen Wahnsinn die Krone, oder besser, das Sahnehäubchen auf den gigantischen Kuchen aus dem Fleisch bis zur Unkenntlichkeit gefolterten und verstümmelten Leichen bis in Himmel aufsetzte - der Spaß war unendlich, jede Stunde ein Stückchen besser.

Diese Party würde tausend Jahre währen, und nichts und niemand würde sie je beenden können, muhahahaha! "Ähäm, Entschuldigung Miss Pie, aber ich habe Sie lachen gehört und wollte nicht stören, aber es ist dringend!"

"Kommandant Amon, was ist denn so wichtig?!"

"Wir... haben einen neuen Gast empfangen und..."

"Hier kommen ständig neue Gäste hinzu, was interessiert mich das?!"

"Sie behauptet Sie zu kennen und vom Führer kam der Befehl, sie noch schlechter zu behandeln als alle anderen - sie hat versucht ein Attentat auf ihn zu verüben!"

"Soso, die Schlampe kennt mich und wagt es bei meinem guten Namen unseren geliebten Herrscher auf das Schlimmste verletzen zu wollen?! - Na wohl kaum, die wird mich erst so richtig kennenlernen!", schnaubend vor Wut über diese bodenlose Unverschämtheit marschierte das pinke Pony in Schwarz hinaus aus seinem Domizil und hinüber zur Rampe, wo die Neuankömmlinge aus Güterzügen von überall her aus dem ganzen Reich entladen und durchgezählt wurden - Ausflüchte gab es von da an nicht mehr, mitarbeiten musste jeder, schnurzpiepe egal ob jung oder alt, wer was zu essen wollte hatte anzupacken und zu schuften, bis ihm die Hufe wund waren! - Und siehe da, das Miststück wartete schon ungeduldig auf seine Begrüßung, trat trotz schwerer Ketten an den Hinterhufen so gut es konnte um sich und konnte nur mit Mühe von vier starken Schattenhengsten einigermaßen im Zaum gehalten werden: "LASST MICH LOS IHR SAUHUNDE, WARTET NUR BIS ICH FREIKOMME, DANN... P-pinkie, w-was machst d-du denn hier, was trägst du die Uniform?!"

Melodie in ihren Ohren, wie der Verräterin die Stimme versagte... gerade eben noch so stark und selbstsicher, und jetzt baff, unsicher, geschockt, fassungslos - Zeit für's Willkommenheißen: "Hallo liebste Applejack, ich hoffe doch sehr du hattest eine nicht allzu harte Reise? - Falls nicht ist es mir auch recht, denn so eine hinterlistige Schlange wie du verdient nichts Besseres als an den Hufen durch den tiefsten Sumpf gezogen zu werden, bis dass sie daran ersäuft!", grell flammte die Peitsche auf und traf das wehrlose Bauernmädchen Mal für Mal brutaler, seine hilflosen Schmerzensschreie stachelten die Sklaventreiberin zu mehr Ansporn an, Schlag auf Schlag übertraf sich an Kraft und Brutalität, Blut spritzte zwischendrin umher als sei es eine Wasserschlacht. Nach endlosen Minuten der Qual ließ Pinkie von ihrem Opfer ab, besah ihr perfektes Werk aus Pein und Qual, genoss einen Augenblick lang die Totenstille - keiner der Umstehenden wagte auch nur zu atmen -, faltete dann seelenruhig ihr liebstes Mittel zum Zweck zusammen, fuhr barsch die zu stummen Soldaten an: "Schafft sie weg!" und verließ mit erhobenem Haupt den Richtplatz, nicht ohne vorher noch einmal kräftig auf das bewusstlose Stück Dreck auszuspucken, so wie es ihm zustand!

"Ein nicht übles Ende der Party...", bemerkte sie in Amons Richtung, der instinktiv zusammenzuckte, "aber ja, das muss morgen besser sein!"

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During the night

Wilde Träume umwarben ihn, zogen sein Ich in einen Bann aus düsteren Farben und gesichtslosen Gestalten, die orientierungs- und bewegungslos an ihm vorbeizogen, Bild für Bild, Licht um Schatten... Schatten, Schatten, Schatten.

Schatten.

Müde blinzelte er nach der großen Standuhr, einem hässlichen Ding aus der Nachrevolutionszeit, schlicht und kantig, aber genau Roberts Geschmack... dem muss es gefallen, Hauptsache es sacht die Zeit an - kurz nach Mitternacht. Draußen heulte ein Wind ums Schloss und schepperte mit den Scheiben und Fensterläden, ihn störte das nicht, solange kein Schatten versuchte ins Allerheiligste einzubrechen...

Er vollendete seinen Gedankengang nicht, eiskalter Schweiß brach ihm aus und durchtränkte Kissen und Decke, mit zitternden Hufen tastete er nach seiner Elli, der treuen Thompson-Maschinenpistole aus dem Zweiten Weltkrieg, bereit es mit der pechschwarzen Gestalt aufzunehmen, die einem Geist gleich auf dem Stuhl neben seinem Bett hockte (oder doch schwebte?!) und ruhig vor sich hin atmete - was in heiligen Namen Königin Arrivas wurde hier gespielt?!

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Ein kleines Haus in Ponyville

Hinter dichten Wolken verbarg sich kein Mond, die Nacht war kohlrabenschwarz, jegliche Straßenbeleuchtung war ausgeschaltet, aus keinem Fenster drang ein Lichtschein - totale Verdunkelung war strikt angeordnet, von ganz hoch oben, könnte doch jederzeit ein feindlicher Luftangriff das Leben der braven Untertanen bedrohen! Glück für das Wesen, welches durch diese tiefste Finsternis schlich, immer nah an den kalten Wänden der Gebäude entlang, bis es ein Spalt verschluchte. Durch ein kleines Gärtlein und eine angelehnte Kellertür trat es in eine Waschküche, in welcher sich bereits etliche gleichgesinnte Gestalten tummelten und leise diskutierten, wuchtete die mitgeschleppte Umhängetasche auf einen Ablagetisch, streifte die Kaputze ab und schnaufte: "Heilige Ce... Luna, da draußen kann man echt keinen Hufen vor Augen sehen, so stockfinster ist es!"

"Umso besser, dann hat dich auch keiner erkannt!", Rose lächelte ihrer Freundin Daisy dankbar an, "und, hast du's bekommen?"

"Na sicher!", ein ganzer Batzen schneeweißes Papier lugte aus der Ledermappe hervor und wurde von Pipsqueak und Archer schon begeistert unter die Lupe genommen: "Hervorragend - Jungs, ihr wisst, was ihr zu tun habt! Eure Druckerpresse soll nicht eher still stehen bis jeder Zetter bis auf die letzte Ecke voll mit der Wahrheit ist!"

"Da ist aber ein Esel ganz schön in seinem Element!", grinste Mathilda schelmisch, ihr Ehehengst verteidigte sich: "Na also hör mal, einer muss doch die Kommandos geben, damit das hier nicht im totalen Chaos endet!"

"Zur totalen Invasion hat's ja schon geführt...", bemerkte Bon Bon trocken und guckte Rose ernst an, "und was nun, was hast du dir vorgestellt, wie sollen wir gegen die Schatten vorgehen?"

"Zuerst einmal unauffällig und defensiv, keiner darf sich in große Gefahr begeben - für's Erste denk ich an sowas wie heimlich Flugblätter abwerfen oder Plakate anschlagen, das erregt am meisten Aufsehen!"

"DAS MACHEN WIR, JA!!!" - "Pscht, nicht so laut Bulk, oder willst du, dass wir entdeckt werden?!" - "Tschuldigung Ma'am!" - "Ja, schon gut, und nimm du Derpy mit, aber passt verdammt gut auf euch auf, der Schwarze Tod regiert den Himmel!" - "Machen wir, ja!" - "Huiii, Postfliegen!" - "So in etwa Liebes, so in etwa, ja..."

...

"Und wie sollen wir heißen? - Ich meine, wir brauchen doch einen Namen, einen, in dem wir für Equestria kämpfen!"

"Hm... also ich hätte da was..."

"Ja?"

"Die Rote Rose?"

"Ja aber... das ist doch dein Name, dann wissen die Schatten sofort wer dahinter steckt!"

"Und wenn schon, dann kommen sie eben zu mir, ihr alle anderen werdet unentdeckt bleiben!"

"J-ja, aber du..."

"Um mich mach dir mal keine Sorgen, ich bin eine große Stute, ich pass schon gut auf mich auf, und auf meine Rosen sowieso!"

"Hm, ja dann also Rote Rose?"

"Spricht ansonsten nichts dagegen!"

"Ja, und wir können als unser Zeichen rote Rosen unseren Schreiben beifügen, wie das duften wird!"

"Eine tolle Idee, genau so machen wir's!"

"Auf die Rote Rose!" - "Auf die Rote Rose!"

---

Zwölf Zentimeter trennten ihn vom sicheren Schuss, vom Tod des Schatten - es musste einer sein, wer sonst käme auf die dämliche Idee ihn nachts so dermaßen erschrecken zu wollen?! -, dazwischen lag dummerweise der Spannhebel zum Aufheben der Sicherung seiner Elli... so geräuschlos man ihn auch zurückziehen konnte, umso metallischer schnarrte er anschließend zurück nach vorne und rastete kampfbereit ein - und wehe man hielt ihn zu lange fest, dann verklemmte sich die ganze Mechanik auf der Stelle, war eben eine feinfühlige alte Dame! Bitte hak nur dieses eine Mal nicht!, flehte der Ziegenbock am Rande des Wahnsinns vor Angst jeden Moment entdeckt und über den Haufen geballert zu werden, mit alleräußerster Vorsicht die Vorrichtung schärfend, komm schon, raste ein, raste ein, raste...

Klack! - Fuck! "Sach jetze bidde nich datt du grade drauf und dran warst mich zu Generalshack zu verarbeiten?!"

"Ferrell! Du hast doch auch nich mehr alle Bierfässer im Keller dich hier mitten in der Nacht reinzuschleichen und mich halb zu Tode zu erschrecken, oder?!"

"Na vor der Tür warten wollte ich auch nich unbedingt länger als nötig, wohlgesinnt ist man mir aus gegebenem Anlass momentan ja sonst noch weniger als schon üblich."

"Schon klar, aber trotzdem, das hätte sowas von... ach egal, nur der Schreck!", tief durchatmend knipste der Ziegenbock die Nachttischlampe an und erblickte das Gesicht seines guten Freundes, dessen glühend rote Augen aus dem dunklen Schattenfell wie zwei kleine feuerspeiende Vulkane hervorstachen, "also schieß los, was gibt's denn so Dringliches, dass es nicht hat bis Morgen früh warten können?"

"Daeron hat ein Straflager für Zebras in den Ebenen des Einhornflusses bauen lassen!"

"Das ist ja eigenartig... warum für Zebras, was haben die ihm getan?"

"Das wüsste ich auch nicht, aber... na ja, Arbeit macht frei durch Natürliche Auslese entsteht Artgerechte Dezimierung."

"Das darf doch nicht wahr sein!"

"Ist es aber, genau was wir befürchtet haben."

"Scheiße, verfluchte Scheiße, das hätte nicht passieren dürfen, das hätten wir verhindern müssen!"

"Ja wie denn?! - Mach dir keine Vorwürfe, wir haben es nicht können, gegen Täuschung und Illusion helfen weder Demokratie noch Vernunft."

"Aber tatenlos zusehen werde ich nicht, wir Daeron die Zebras ausrotten lässt - ich werde ihm sowas von das Fell über die Ohren und darüber hinaus ziehen, so wahr ich es hasse Vizekönig zu sein!"

"Ich bin dabei, noch mehr Leid auf Kosten anderer lasse ich nicht zu, es sind schon genug gute Hengste in dem Wahnsinn umgekommen - jetzt ist er uns so nahe wie noch nie!"

"Du sagst es, und auch wenn das Down Under fast zum Verhängnis geworden ist werde ich beim beim ersten Hahnenschrei alle Ziegen und Böcke für den Kampf gegen den Terror und Hass gewonnen haben! Auf die Rebellion!"

"Auf... die Rebellion."

"Jo, und nu?"

"Ich mach mich wieder auf die Socken, wir sprechen uns morgen Abend... ich nehme das Lager derweil so gut unter die Lupe wie ich kann!"

"Du bist Oberklasse, weißt du das?"

"Hab ja auch genuch dafür hergegeben, na ja, wird schon werden, wir sehen uns."

"Jo, bis denne, und halt die Ohren steif!"

"Du ruh dich ma schön noch ne Runde aus, sonst mutierst du noch zum lebenden Toten!"

"Danke du alter Schleimer!"

"Oller Sack!"

"Nah, immer diese Komplimente - man schaut sich!"

"Yupp, bis demächst!", und mit einem beherzten Satz über das Geländer war Ferrell in der Dunkelheit der Nacht verschwunden... jetzt erst so richtig richtig aufgewühlt rückte der Ziegenbock platter als eine Briefmarke sein Kissen zurecht, versenkte seine Ömme bis zu den Ohren darin und pennte sofort weg.

Dieses Mal träumte er vom Zweiten Weltkrieg, vom Konzentrationslager Mittelbau Dora, damals, am 17. April 1945 nahe Nordhausen am Harzrand... all die Toten, all der Wahnsinn, all das Verbrechen - oh nein, soweit würde es kein zweites Mal kommen lassen, bei seinem und aller Ziegen Leben nicht!

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Am nächsten Morgen

Eine Diskussion beginnen Diskussionen über Heil Celestia

  • PonyPasta des Monats Januar

    20 Nachrichten
    • Heil Celestia ^~^
    • So, hiermit ist die Abstimmung beendet und die Sieger stehen fest: Heil Celestia (mit drei Stimmen: BPS, Nightmare-Music, Bluti) Unknown II (…

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