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Deckung, KRIEEECH!!!

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Die folgende Ponypasta enthält Abschnitte mit kriegerischen Auseinandersetzungen, massiver Gewalt und viel Blut; lies sie dir also nur durch, wenn du dir der Inhalte bewusst bist und nicht gleich in Ohnmacht fällst, wenn du dir das Knie aufschlägst!

Rainbow Factory 2 - Die Schlacht ist mehrteilig! Der vorherige Teil der Reihe ist Rainbow Factory - Erwacht, und der Nachfolger wurde (noch) nicht veröffentlicht.

Es war ein ganz normaler Tag in Equestria.

Ein Tag wie jeder andere.

Ponys, Einhörner und Pegasi belebten die Straßen, unterhielten sich, spielten, oder gingen ihren Geschäften nach.

Auch im Schloss Canterlot waren Prinzessin Celestia und Luna damit beschäftigt, eine Audienz nach der anderen zu geben. Zur Mittagszeit kehrte dann endlich Ruhe ein.

Luna hatte es sich gerade mit einem Buch im Thronsaal gemütlich gemacht, als Celestia hereinkam und schon so aussah, als ob sie etwas Sensationelles zu berichten habe.

"Luna? Störe ich? - Wenn nicht..."

"Nö, du störst nicht... was gibt´s denn?"

"Also, da du ja inzwischen wieder da bist, muss ich mich nicht mehr um den Mond kümmern, und habe eigentlich wieder Lust, die Regenbögen wieder selbst zu erschaffen..."

"Aber das machen doch die Pegasi!", warf ihre Schwester ein, doch Celestia wiegelte ab.

"Aber sie wissen dass, wenn ich meinen Befehl, mir die Aufgabe zurückzugeben, ihnen zukommen lasse sie ihn auch ausführen müssen, das haben sie damals vor tausend Jahren geschworen!"

"Hmmm... ok, dann will ich dich nicht stören. Leite alles Notwendige in die Wege, und ich helfe dir dann, wenn es soweit ist... ich müsste dann nämlich nochmal weg..."

Celestia musste schmunzeln, als Luna den Satz beendet hatte, denn sie traf sich wahrscheinlich mal wieder mit ihrem Freund.

"Gut, dann viel Spaß bei deinem "Treffen", kleine Schwester... grüß ihn von mir..."

Luna lief knallrot an, breitete ihre Flügel aus und schwang sich schnell in die Luft.

"Ich bin dann heute Abend wieder da!", rief Celestia ihr noch zu.

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Luna flog über Ponyville hinweg und wandte sich dann gen Süden. Sie flog über Applejack´s Farm hinweg, dann über einen Wald und kam schließlich an einen Fluss, der die Ebene wie eine lange Schlange durchzog.

Er wartete schon, so wie immer, unter der alten am Wasser wachsenden Eiche.

Sie landete und hauchte ihm ein "Hallo, ich habe dich vermisst!" entgegen.

"Ich dich auch", lächelte er glücklich, kam zwei Schritte auf sie zu und die Sonne schien auf seine schwarze Mähne, die zu funkeln begann.

Sie liebte diesen Glanz. Die beiden umarmten sich.

"Und, wie war dein Tag?"

"Soweit ganz gut... mein Volk macht sich. Wann denkst du, wirst du es Celestia sagen?"

"Das weiß ich noch nicht, aber bald... so wie ich auch das mit dir erzählen werde."

"Ich freue mich schon, wenn wir uns auch woanders treffen können als hier..."

"Aber gerade hier ist es wunderschön...", seufzte sie.

"Ja, das schon, aber..."

"Ich weiß doch... und du hast ja auch Recht. Morgen werde ich mit Celestia reden. Und jetzt lass´ uns essen... solange der Kuchen noch ein bisschen warm ist."

"Der kann auch kalt sein, aber solange du in meiner Nähe bist, ist mir immer warm..."

Sie lächelte.

Er war genau ihr Typ.

Und das liebte sie so an ihm.

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Am Abend war es spät geworden. Auf Hufspitzen schlich Luna in ihr Zimmer, um Celestia nicht zu wecken, deren Tür nur angelehnt war. Doch hätte sie einen Blick ins Zimmer ihrer Schwester geworfen, hätte sie nicht so leise machen müssen.

Denn Celestias Bett war leer.

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Am nächsten Morgen verbreitete die Nachricht sich wie ein Lauffeuer: Prinzessin Celestia war weg!

Gut, die Sonne war zwar aufgegangen, was zumindest hieß, dass Celestia irgendwo war, aber wie es ihr ging und noch viel wichtiger, WO sie war, wusste kein Pony.

Ein paar Panikattacken hatte es schon gegeben, als Luna sich vor das Ponyvolk stellte und sprach:

"Ponys, Einhörner, Pegasi! Da meine Schwester Prinzessin Celestia seit gestern Mittag verschwunden ist, bitte ich euch, alle Ponys von Equestria, mir bei der Suche nach ihr zu helfen! Solange sie nicht da ist, werde ich, wenn das in eurem Sinn liegt, Equestria regieren!"

Mit lautem "JA!" stimmte das Volk ihr zu.

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Wieder zurück im Palast warf sich Luna in Celestias Bett und weinte bitterlich.

"Celestia, wo bist du nur?", schluchzte sie, "und warum machst du mir solche Sorgen?!"

"Ich bin zwar nicht Celestia, aber...", sagte plötzlich eine Stimme hinter ihr.

Luna fuhr erschrocken herum.

Ihr Freund stand mitten im Zimmer.

"Wie kommst du denn hier rein?!", fragte sie nicht ohne Verwunderung in der Stimme.

"Durch dein Fenster. Da reinzukommen ist keine Schwierigkeit."

"Aber da ohne Flügel hochzukommen!"

"Tja, aber nur, wenn man nicht klettern kann. Und jetzt sag mir, was überhaupt los ist und warum du in Celestias Bett liegst und weinst!"

"Also schön...", schniefte sie und erzählte kurz, was passiert war.

"Und du glaubst, sie ist weg?"

"Es ist einfach nicht ihre Art, einfach wegzubleiben ohne mir Bescheid zu sagen! - Und außerdem hätte sie sich nochmal von da aus gemeldet, so hat sie es immer gemacht!"

"Hmmm... du glaubst also, dass da etwas nicht stimmt?"

"Da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht... aber was soll dann passiert sein?!"

"Fangen wir am besten mal ganz vorne an: Wo hast du sie zuletzt gesehen und was wollte sie machen?"

"Gestern Mittag habe ich mich verabschiedet, um zu dir zu kommen... und sie wollte zu den Pagasi... NA KLAR!!!", sie schlug sich mit dem Huf auf die Stirn, "sie wollte zu den Pegasi, um die Regenbogenherstellung wieder selbst in den Huf zu nehmen!"

"Also sollten wir dort mit Suchen anfangen... das Problem ist nur, ich komme nicht nach Cloudsdale..."

"Das ist unser kleinstes Problem", schmunzelte sie...

---

Kurze Zeit später flogen zwei Alihörner von Lunas Balkon aus in Richtung Cloudsdale. Eines flog gerade und ganz normal, das andere wie wild im Zickzack und in Schlangenlinien.

"Boar, ist das geil, ich kann fliegen! Das ist der absolute Wahnsinn!"

"Freut mich, wenn´s dir Spaß macht... auch wenn dein Flugstil echt zum Schreien komisch ist...", grinste Luna.

"Komm schon, als du das erste mal geflogen bist, sah´s bei dir auch nicht besser aus... oder?!"

"Ich denke nicht..."

---

Cloudsdale erhob sich von den beiden wie ein gigantischer Eisberg aus den Wolken, der majestätisch auf jedes einfliegende Pegasus wirken musste.

Luna wollte schon zum Landeanflug auf die Hauptstraße ansetzen, doch ihr Freund hielt sie zurück.

"Warte noch!"

"Worauf denn?!"

"Also, ich denke, hier ist irgendwas faul, und wenn hier was faul ist, dann gewaltig! Und aus dem Grund sollten wir uns erstmal nicht zeigen, könnte doch sein, dass sich jemand verquatscht, oder?!"

"Glaube ich zwar nicht, aber gut...", seufzte Luna und flog blitzschnell zwischen zwei Häuser in eine dunkle Gasse.

"Und jetzt?"

"Abwarten. Ich spüre, dass wir bald etwas erfahren werden..."

Woher er nur seinen Optimismus nimmt, dachte Luna, mir ist zum Heulen zumute... aber gut. Dann warten wir eben.

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Es dauerte nicht lange, und die ersten Pegasi gingen oder flogen vor der Gasse vorbei. Einige Kinder, die Ball spielten, eine Gruppe von Jung-Pegasi und zwei Oma-Pegasi.

"Hmmmpf...", machte Luna gerade, als eine Gruppe aus acht geflügelten Ponys draußen vorbeiging, dann aber vor dem nächsten Haus stehen blieb und zu flüstern begann.

Luna und ihrem Freund gefror der Atem, als sie die Worte Celestia, umbringen und heute hörten.

Doch trotz einer aufkommenden Übelkeit riss Luna sich zusammen und gab keinen Mucks von sich.

Dann erhob sich die Gruppe in die Lüfte und flog davon.

"Los, hinterher!", raunte Lunas Freund ihr zu, "aber auf Distanz! Die dürfen uns nicht bemerken..."

"Glaubst du ich bin doof?! - Natürlich mit Abstand! Ich hoffe sie führen uns auch wirklich zu Celestia..."

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Der Gruppe zu folgen war trotz der bescheidenen Flugkünste von Lunas Freund keine Schwierigkeit, da sich die Pegasi nicht ein einziges Mal umdrehten.

Sie flogen immer höher, doch anstatt immer heller zu werden, waren zunehmend dunkle Wolken unterwegs.

"Das gefällt mir hier nicht...", flüsterte Luna.

"Mir auch nicht..."

Als die beiden schließlich eine große dunkelgraue Wolke umrundet hatten, blieben sie vor Entsetzen und Erstaunen gleichermaßen stehen: Vor ihnen erhob sich eine riesige schwarze Fabrik.

Die Regenbogen-Fabrik.

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"Was zur Hölle ist das?!", fragte Luna.

"Kein Plan, es sieht auf jeden Fall mal sehr ungut aus... wie ein Gefängnis..."

"Aber was macht das hier, davon müsste ich doch wissen!"

"Es scheint also was Geheimes zu sein... und das gefällt mir nicht... ganz und gar nicht..."

Die beiden Alihörner näherten sich dem Eingang. Keine Wachen standen da, und auch das große schmiedeeiserne Tor stand leicht offen. Darüber hing ein Schild:

REGENBOGEN-FABRIK - ZUTRITT VERBOTEN!

"Regenbogen-Fabrik?! Hier werden die Regenbögen gemacht?! HIER?!"

"Sieht ganz so aus... das sollten wir uns mal näher ansehen..."

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Die beiden Alihören schritten gemeinsam auf die dunkle Fabrik zu und betraten sie durch ein großes Schiebetor.

Drinnen war es düster, aber überall ließen sich überall die Umrisse von riesigen Maschinen erahnen. Die beiden kamen an ein Geländer und sahen eine Apperatur, die alle bisher gesehenen von der Größe her sprengte - sie reichte von der Hallendecke bis in das Fundament herein und schien das Herz der Fabrik zu sein.

Doch das interessierte Luna und ihren Freund in diesem Moment weniger.

Ihre Augen ruhten auf der Etage unter ihnen.

Dort schimmerte die regenbogenfarbene Mähne von Celestia, die auf einer Art Tisch gefesselt und anscheinend nicht bei Bewusstsein war.

Auf dem Boden um sie herum klebte Blut...

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"Celestia!", rief Luna und jagte im Sturzflug zu ihrer Schwester hinunter, "was ist mit dir?!"

"Sie ist bewusstlos...", meinte ihr Freund tonlos, nachdem er ihren Puls gemessen hatte, "und sehr schwach... wir müssen sie hier rausbringen - sofort!"

"Genau, schnell weg hier, bevor..."

Weiter kam Luna nicht, als plötzlich die Beleuchtung anging und Pegasi von allen Seiten um die zwei Alihörner standen.

"Wohin so eilig, Prinzessin?! Wollt ihr uns nicht noch etwas beehren?!", fragte einer von ihnen, dessen Körpersprache und Uniform verriet, dass er hier etwas zu sagen haben musste.

"Wer bist du überhaupt und was ist das hier für eine kranke Fabrik?!", schrie Luna empört.

Der Pegasus blieb ganz ruhig und säuselte: "Ich verbitte mir das Du, Eure Hoheit - ich bin Dr. Atmospäre, der Leiter der Regenbogen-Fabrik. Wir stellen hier das Spectra her."

In diesem Moment bemerkten Luna und ihr Begleiter mit Entsetzen, dass links neben der Maschine ein Kessel stand - bis zum Rand gefüllt mit grauen Ponyleichen. Ihr Blut klebte auf dem Boden, an den Maschinen und an den Pesagi, die sie umstellten.

"Ihr TÖTET hier Ponys, um Spectra zu gewinnen?!"

"Ganz recht. Unsere besten Wissenschaftler haben vor vielen Jahren herausgefunden, dass die beste Quelle, das Spectra zu gewinnen, die Magie IN den Ponys ist, und es leben eh zu viele Ponys in Equestria..."

"JEDES PONY HAT EIN RECHT AUF LEBEN!", donnerte Luna, "wir sind doch nicht mehr im Mittelalter!"

"Phhh... das ist mir herzlich egal, nur die Starken können überleben, so war es, und so es auch immer sein!"

"So wird es immer sein!", dröhnten die Fabrikarbeiter im Chor und Luna lief ein eiskalter Schauer den Rücken herunter, "so wird es immer sein!"

"Und da ihr jetzt Bescheid wisst, werdet auch ihr zu Spectra verarbeitet werden, so wie auch Celestia... tststs... eine dumme Idee, uns die Regenbogenproduktion wieder wegnehmen zu wollen, aber sie war zu naiv, hat sich herumführen lassen wie ein kleines Kind, bis wir ihr diese Fabrik gezeigt haben... schade drum... und nun legt eure Schwerter weg und wir werden euch einen schnellen Tod garantieren... und Celestia auch... sie wird der schönste Regenbogen werden, den diese Fabrik je produziert hat..."

"NIEMALS! WIR KÄMPFEN BIS ZUM LETZTEN PONY!!!", brüllte Luna.

"Tja, so sei es... ihr alleine gegen uns. Was für ein Spaß!"

"Wer sagt denn, das wir allein sind?"

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KA-BUMM!!!

Das Hallentor wurde von einer gigantischen Explosion aus seiner Verankerung gerissen und wurde ein Stück in die Halle hineingeschleudert. Alle Pegasi, die in ihrem Weg standen, wurden von der tonnenschweren Tür zerquetscht, ihr Blut und Innereien spritzen herum und bedeckten den Boden und die Überlebenden mit einer neuen Blutschicht.

Durch die riesige Öffnung in der Wand stürmten Ziegen herein.

Ziegen.

"Deine Ziegen!", keuchte Luna überrascht, "du hast deine Ziegen gerufen?!"

"Jop."

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Die Ziegen... ja, Luna kannte sie schon, dieses vergessene Volk, dass einst Equestria besiedelt hatte, Seite an Seite mit den Ponys... doch eines Tages gab es Streit zwischen den Völkern, einen Krieg, und die Ziegen verschwanden... doch nicht gänzlich, nein, sie blieben in Equestria... unter den Hufen der Ponys gruben sie ein neues Reich - errichteten eine Hauptstadt, Down Under, und lebten dort lange in Frieden und Wohlstand...

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Die Ziegen standen den Pegasi gegenüber, die auch erstmal ziemlich verwirrt waren, sich aber wieder fassten und ihre Schwerter und Lanzen auf die Eindringlinge richteten.

Sich ihres Sieges sicher, was wohl auch daran lag, dass die Ziegen keine sichtbaren Waffen außer ihren Hörnern mit sich führten, lachte Dr. Atmosphäre.

"Das ist die erbärmlichste Armee, die ich jemals gesehen habe! Die haben ja nicht mal Waffen dabei! HAHAHA!"

"Wirklich?", fragte der an der Spitze stehende Ziegenbock und zog ein kleines apfelgroßes Ding aus seiner Umhängetasche.

"DAMIT willst du mir Angst machen?!?"

Dr. Atmosphäre und die Pegasi konnten sich vor Lachen kaum noch halten.

Die Ziegen erwiderten darauf gar nichts, der Ziegenbock zog einfach einen Metallstift ab und warf das Ding den Pegasi vor die Hufe.

Die sahen es nur verwirrt an, während das diabolische Grinsen im Gesicht des Ziegenbocks immer größer wurde.

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KA-WUMM!!!

Die Granate explodierte und schleuderte die im Umkreis stehenden Pegasi durch die Gegend oder zerfetzte sie gleich an Ort und Stelle. Eines von ihnen klatschte Dr. Atmosphäre vor die Hufe. Sowohl das Lachen als auch die Farbe waren aus seinem Gesicht gewichen.

"W...w...was war d...das?!", stotterte er.

"Tja, das Ding war mit einem tollen kleinen Wunderpulver gefüllt, dem SCHWARZPULVER! Und das kann explodieren, sprich Bumm machen!", lachte Lunas Freund lauthals.

Dr. Atmosphäre sagte einige Sekunden gar nichts, dann schrie er:

"MACHT SIE PLATT!"

Die Schlacht um die Regenbogen-Fabrik hatte begonnen.

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Die Pegasi stürmten auf die Ziegen zu, doch die blieben nicht stehen, sondern hechteten hinter die Maschinen und griffen in ihre Tragetaschen, aus denen sie lange Dinger herauszogen, die sie auf die Angreifer richteten.

Die ersten hatten sie schon fast erreicht, als es plötzlich losknallte - die vordersten Angreifer begannen zu stürzen und blieben regungslos und blutüberströmt am Boden liegen.

"Oh, hatte ich schon erwähnt, dass wir unser "Knallpulver" auch in kleinere Hülsen füllen und damit dann so kleine Kugeln verschießen können?!", kicherte Lunas Freund gelassen in Dr. Atmosphäres Richtung, "und wen so eine Kugel trifft, der ist tot..."

Der starrte ihn nur entsetzt an, während das Grinsen im Geischt des Ziegenkönigs immer breiter wurde.

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Die Ziegen begannen dicht verfolgt von den Pegasi die Maschinen und oberen Plattformen zu erklimmen, dort postierten sie sich und schossen auf den herumfliegenden Feind, der immer noch nicht gemerkt hatten, dass diese kleinen "Dinger" eigentlich hoch gefährliche Gewehre waren, die auch aus Entfernung töten konnten...

Pegasi stürzten vom Himmel oder wurden gleich am Boden getroffen. Die Ziegen waren zwar in der Unterzahl, was die Fabrikarbeiter offensichtlich meinen ließ, sie könnten gewinnen...

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Luna und ihr Freund fackelten nicht mehr lange und wirbelten ihre Schwerter herum. Dr. Atmosphäre und seine Schergen, die noch um sie herum standen, machten sich ebenfalls kampfbereit.

"So, ihr wollt also doch kämpfen und dabei sterben...", lachte ihr Anführer, "und jetzt macht sie fertig!"

Seine Hengste stürzten auf Luna und ihren Freund zu.

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Unterdessen war die Schlacht voll entbrannt:

Ziegen hatten fast jedes Stockwerk und Deckung besetzt und feuerten am die Pegasi, die ihrerseits mit Schwertern und Lanzen versuchten, die Feinde abzustechen. Der Boden war schon mit toten und verletzten Fabrikarbeitern übersät und deren Blut hatte den Maschinen einen neuen Anstrich verpasst.

Bislang war nicht eine einzige Ziege gefallen...

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Luna und ihr Freund hatten unterdessen Posten links und rechts von Celestia bezogen und verteidigten sie mit aller Kraft. Lunas Mondschwert war vor lauter Rot und Fleischfetzen kaum noch zu erkennen, von Roberts Horn tropfte Blut.

Eine schier nie endende Welle an Angreifer drosch auf sie ein und trieb die beiden zu Höchstleistungen an, was sie erst richtig in Form brachte... Lunas Freund jedenfalls hatte seinen Spaß, und sein breites Grinsen war kaum zu übersehen, während er sich durch die Pegasi mähte und ihre abgetrennten Köpfe als Bowlingkugeln benutzte.

"Heilige Arriva macht das Spaß!", johlte er ausgelassen und säbelte dem nächsten Angreifer die Rübe ab, "so muss eine gute Beziehung sein - jeden Tag eine neue Schweinerei!"

Und Luna stach ihrerseits zu - und grinste mit ihm, als die Gedärme des aufgeschlitzten Fabrikarbeiters vor ihre Hufe klatschten.

Ihr Freund hatte einfach einen Knall! - Und das liebte sie so an ihm...

---

Unterdessen waren zwei kleine Ziegen im untersten Stockwerk angelangt - mit einer vollen Tasche hochexplosiven Dynamits. Die beiden quetschten sich zwischen zwei Kisten hindurch und standen vor dem Fuß der riesigen Regenbogenmaschine.

"Legst du die Ladungen? Ich pass auf!"

"Jo, mach des, und wenn die Pegasi auftauchen..."

"... ist das Spiel vorbei! Richtig! So dumm und naiv wie ihr seid, hattet ihr doch tatsächlich Recht!", lachte Dr. Atmosphäre schallend und ließ seine Leute aus dem Schatten treten, "Und jetzt ergebt euch, sonst wird euer Tod sehr schmerzhaft werden!"

---

Die oben in der Fabrik kämpfenden Arbeiter warfen mit Steinen und anderen schweren Dingen nach den Ziegen, die sich immer tiefer in sichere Bereiche zurückzogen und mit geballter Kraft zurückschossen. Drei Pegasi waren zwei leicht unachtsamen Ziegen gefolgt und wollten sich aus dem toten Winkel von oben auf sie stürzen, als sich plötzlich deren Kameraden seitlich von einem Stahlträger auf sie warfen und zu Boden rissen.

Eine Minute später waren von ihnen nur noch die Gedärme übrig, der Rest lag verstreut im ganzen Raum, während die Ziegen sich aufrafften und davon rannten, um sich neue Deckungen zu suchen...

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Ein Trupp Ziegen hatte mittlerweile den Kessel mit den toten Ponys entdeckt und bewarf mit den schimmligen Körpern den Feind auf den unteren Etagen, wobei die mit Gärgas gefüllten Körper beim Auftreffen auf Hindernisse wie Bomben explodierten und sich so vergammelte Fleischfetzen und Organe quer über die unteren Stockwerke verteilten und die dort befindlichen Fabrikarbeiter aus ihren Stellungen verjagte und weiter nach oben zwang...

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"Luna?!"

"Ja?!"

"Kommst du klar?!"

"Geht schon, danke! - Und bei dir?"

"Könnte nicht besser sein! - Dir zu blutig?"

"Nö, genau richtich, auch wenn ich sost eher auf Gewaltfrei plädiere..."

"Manchmal nützt das auch nix, und dann heißt es AUF´S MAUL!!!

"Absolut, und gar nicht mal daneben!"

"Schätze nich..."

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"Legt eure Waffen weg und ich garantiere euch einen schmerzlosen Tod!", lachte Dr. Atmosphäre hämisch, "ihr habt dazu genau drei Sekunden, bevor..."

"Kannst mich mal!", rief das eine Zicklein und zog eine Flasche aus seiner Tasche.

"Ah, ein letzter Wunsch... na gut, dann trink eben noch was... aber beeil dich, ich habe noch einen Haufen anderer nervtötender Ziegen zu töten!"

"Worauf du dich verlassen kannst, Ponyzerstückler!", lachte das Zicklein, hielt plötzlich ein Feuerzeug in seinem linken Huf, ließ es in den Flaschenhals gleiten und schleuderte sie in Richtung der Pegasi.

Dr. Atmosphäre war der einzige, die schnell genug reagierte und sich in die Luft schwang.

Dann schlug die Flasche auf dem Boden auf.

Das Inferno brach los.

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Währenddessen hatten die Ziegen in den oberen Etage langsam aber sich die Überhand gewonnen. Tote zierten die Stahlträger und eine matschige Pampe lag überall auf dem Boden, bestehend aus Blut, Organen und toten Ponys, zwischen denen Verletzte stöhnend herumkrochen.

Und dennoch gaben die Fabrikarbeiter nicht auf.

Noch nicht...

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Im Erdgeschoss dagegen sah es mittlerweile am Schlimmsten aus: Durch die Gitterrostböden tropfte das Blut und alles lag voller zerfetzter Leichen und verstümmelter Körper, aus denen Blut und Gedärme tropften.

Luna versenkte ihr Schwert gerade im letzten noch stehenden Angreifer, der mit einem lauten Schrei zu Boden stürzte... als sich sich umdrehte, sah sie erleichtert, wie ihr Freund gerade Celestias Fesseln mit seinem Schwert aufstemmte. Sie lief zu ihm und half ihm, die letzten Riemen und Gurte zu lösen, und schließlich kippte Celestia in ihre Hufe.

"Celestia, hörst du mich?!", flüsterte sie ihrer Schwester angstvoll in ihr Ohr.

"Sie ist immer noch bewusstlos, sie muss hier sofort raus!"

"Ich weiß, aber wie?!"

"Wir müssen noch einen Moment warten...", grinste ihr Freund, "gleich macht uns jemand die Bahn frei..."

---

"Die Lunte brennt!", riefen die Zicklein aus ihrer Deckung, hinter der sie sich kurz vor dem Flammeninferno verschanzt hatten, johlend im Chor.

Die Ziegen auf den oberen Etagen vernahmen es und brüllten es sich gegenseitig zu, sprangen aus ihren Deckungen und hechteten in Richtung der Hallenwände oder benutzten die dreckigen Oberlichter als Notausgang.

Die Pegasi glaubten in diesem Moment, sie würden tatsächlich gewinnen.

Bis...

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KA-BUMM!!!!!!

Die Explosion war so heftig, dass die drei untersten Etagen sofort einstürzten. Die dort stehenden Pegasi wurden von den herumfliegenden Betonteilen und Stahlträgern zerquetscht oder einfach von den einstürzenden Decken zermatscht.

Die riesige Regenbogenmaschine wankte.

Dann mussten die Fabrikarbeiter mit größtem Entsetzen feststellen, dass sie kippte.

Geradewegs auf sie zu...

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Mit einem ohrenbetäubenden Krachen stürzte die Maschine um, riss dabei mehrere Zwischendecken ein und tötete die darauf stehenden Arbeiter.

Luna und ihr Freund rasten aus der Schusslinie und sahen staunend zu, wie die Maschine den gesamten Mittelteil der Fabrik zum Einsturz brachte.

Eine Staubwolke hüllte sie ein und erst nachdem sie sich halbwegs verzogen hatte wurde ihnen das Ausmaß der Zerstörung klar:

Von der Regenbogen-Fabrik war nicht mehr viel übrig... das Stück Halle, unter dem sie standen, ein paar Stücke Mauer und ein großer Schutthaufen vor ihnen mit vielen blutigen Spritzern und Flecken.

"Meine Fresse!"

Mehr fiel Luna dazu beim besten Willen nicht ein.

Gleichzeitig wurden die letzten Pegasi von den Ziegen umstellt und ergaben sich widerstandslos.

Die Schlacht war geschlagen.

Und gewonnen.

Die Fabrik war zerstört.

---

"W...wo bin ich?", fragte plötzlich eine schwache Stimme vor Lunas Hufen.

Celestia hatte die Augen aufgeschlagen und sah ihre Schwester glasig an.

"CELESTIA!!! Dir geht es gut! Oh man bin ich froh!", jauchzte Luna und warf sich überglücklich auf das weiße Alihorn.

"Was ist passiert?", fragte dieses verwundert.

"Oh, das ist eine lange Geschichte, glaub mir... das erzähle ich dir alles... aber erst zu Hause in Canterlot!"

Celestia richtete sich auf und sah die brennenden Trümmer.

"Was ist denn HIER passiert?!"

"Das WAR die Regenbogen-Fabrik, liebe Schwester, der Grund, warum die Pegasi ihre Aufgabe behalten wollten... aber das erzähle ich dir später..."

"Ich will das aber jetzt wissen!"

"Meinetwegen, also..."

---

Nachdem Luna geendet hatte, sah Celestia sie verwirrt und gleichzeitig entsetzt an.

"Ich kann das nicht glauben... die Pegasi wollten aus MIR einen REGENBOGEN machen?!"

"Richtig, was wir verhindert haben!"

"Aber das..."

"Es ist ja nicht passiert, aber du solltest dich bei meinem Freund, dem König der Ziegen und seiner Armee bedanken... ich glaube, ohne die wäre ich jetzt auch ein Regenbogen..."

Celestia blickte Lunas Freund freudig an.

"Du bist also der König der Ziegen... Ziegen... ich muss halluzinieren... nun gut, ich... ich danke euch für meine Rettung... ohne euch..."

"Dankt nicht nur mir... dankt Eurer Schwester. Nur sie hat gewusst, dass Ihr zu den Pegasi wolltet... ohne sie hätte ich Euch nie gefunden. Und ich glaube, ohne sie als gute Freundin hätte ich heute auch nicht so viel Spaß gehabt... und meine Armee auch nicht!"

Die Ziegen grinsten.

Und Luna lief knallrot an.

---

Das gigantische Fest am Abend galt nicht nur dem Ende der geheimen Schreckensherrschaft der Pegasi, sondern auch der Rettung der Prinzessin und der Zerstörung der Regenbogen-Fabrik durch die Ziegen. Alle Ponys aus Equestira waren zusammengekommen, tanzten, feierten, aßen - mit den Ziegen zusammen. Ponys und Ziegen versammelt zu sehen war etwas Einmaliges, was es so in der Form noch nie gegeben hatte. Und nur beim Zusammensitzen blieb es nicht...

Als sich Celestia gerade mit ihrer Dankesreden an ihrer Schwester und deren Freund richten wollte, waren die beiden nicht da. Sofort wollten die Ponys aufspringen und nach ihnen suchen, aber Celestia lehnte dankend ab.

Denn sie wusste, wo die beiden waren.

Und dass sie glücklich waren.

---

"Das war ein toller Tag, wenn auch ein bisschen blutig...", lachte Luna zufrieden und lehnte sich an die Schulter ihres Freundes, "mannoman... nein..."

"Stimmt! Aber am Ende haben wir´s ja doch geschafft... als Team!"

"Aber ohne dich..."

"Und ohne dich wäre auch nichts daraus geworden!"

Sie war glücklich, so wie lange nicht mehr in ihrem Leben.

"Ich bin müde, aber bevor wir uns hinlegen, sollte ich wenigstens mal deinen Namen erfahren..."

"Na gut, also, ich bin..."

Da merkte er, dass ihr Kopf regungslos auf seiner Schulter lag... ihre Muskulatur entspannte sich, ihr Atem wurde langsam und ruhig.

Sie schlief.

Und er schwieg.

Denn er war glücklich.

---

ENDE

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Die PonyPasta Rainbow Factory 2 - Die Schlacht wurde nach erfolgreicher Nominierung und Abstimmung als KLASSE UND SEHR GELUNGEN eingestuft und ist ab sofort in der Hall of Fame zu finden!
Also am besten gleich nochmal lesen!

Rainbow Factory (Übersicht)

Das Original
Rainbow FactoryRainbow Factory - The End
Sequel
Pegasus Device (Kapitel 1) (unvollendet)
Die Neue Reihe (Teil I)
Rainbow Factory - ErwachtRainbow Factory 2 - Die Schlacht
Die Neue Reihe (Teil II)
Rainbow Factory III - Die RückkehrRainbow Factory IV - New TechnologyRainbow Factory V - The EmpireRainbow Factory VI - The Fall
Weiteres
AuroraRainbow Factory - MemoriesZimtschneckenRegret

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