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Roberts freier Abend

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Deckung, KRIEEECH!!!

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Die folgende Ponypasta enthält Abschnitte mit kriegerischen Auseinandersetzungen, massiver Gewalt und viel Blut; lies sie dir also nur durch, wenn du dir der Inhalte bewusst bist und nicht gleich in Ohnmacht fällst, wenn du dir das Knie aufschlägst!

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Diese PonyPasta enthält sexuelle, anstößige und perverse Elemente in erhöhtem Maße und ist daher nicht für alle Nutzergruppen geeignet.

Roberts freier Abend Bearbeiten

"Ich gehe dann los... und Sonea, pass ja gut auf deinen Vater auf, und wehe ich finde ihn wieder bewusstlos mit der kleinen Schlampe von Göttin unter der Dusche, dann verdresche ich ihn so, dass er eine Woche lang nicht mehr sitzen kann, verstanden?!"

"Is gut, Mom, ich pass schon auf Dad auf - und sonst noch irgendwas?"

"Es reicht, dass du auf deinen Vater aufpassen musst...", brummte die Ziegenkönigin sauer, "und wie gesagt - ich lasse ihn die Peitsche untenrum küssen, wenn er es wagen sollte, mit einer anderen Stute zu schlafen!"

"Jo, das hast du ihn ja laut und lange genug wissen lassen, er wird´s schon nicht herausfordern..."

"Gut so, dann einen wunderschönen Abend dir!", lächelte Luna zufrieden und gab Sonea einen Kuss auf die Stirn, "du bist mein großer kleiner Schatz!"

"Danke Mum, und einen ganz tollen Abend dir mit Celestia!", rief das junge Alihorn seiner Mutter die Palasttreppe hinunter hinterher, "und viel Spaß mit Silver!"

Für einen Moment lief das Gesicht ihrer Mutter knallrot an, aber da es schon fast ganz dunkel war, konnte es keiner sehen... Sonea brauchte es nicht zu sehen, sie wusste, wie peinlich es Luna war, dass selbst ihre eigene Tochter von dieser Beziehung wusste und sie selbst ihrem Mann nicht erlaubte, fremde Stuten zu sich ins Bett zu holen...

Typisch diese bekloppte Familie!, fiel ihr dazu nur ein, Dad durchgeknallt liebenswert und Casanova ohnegleichen, Mum stinksauer über andere Stuten in ihrem Bett, dafür aber des manchen Nachts Lesbe, Jack seit knapp drei Monaten mit Freundin und Konsorten spurlos verschwunden und ich selbst... vierzehn und geil auf jeden gutaussehenden Hengst, der ihr über den Weg läuft und errötete, wenn ich ihn anlächle... und ich gehöre dazu... och nö...

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Nachdem sie noch kurz die letzten Sonnenstrahlen des Tages genossen hatte, machte sich die Ziegenprinzessin wieder rein in den Ziegenpalast und traf schon nach kurzer Zeit auf ihren Vater, der vor seinem Thron auf dem Boden lag und missmutig einen Erzzug in Baugröße H0 einmal quer durch den Thronsaal donnern ließ, vorbei an Häuschen und anderen Zügen, bis er plötzlich über eine falsch gestellte Weiche fuhr und entgleiste.

"Nicht schon wieder!", beschwerte er sich bei sich selbst, "dieser scheiß Stellwerker auf dem P3 hat mal wieder nicht..."

Erst jetzt bemerkte er seine Tochter und zuckte erschrocken zusammen - Sonea konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, heiliger Hellje musste ihm das peinlich sein, mit sich selbst gesprochen zu haben...

"Hi Dad!", lachte sie, "und keine Panik, ich werde schweigen wie ein Grab, dass dein Stellwerker es versäumt hat, die Weichen richtig zu stellen..."

"Haha, wie witzig!", knurrte Robert sauer und stellte mit einem Hauch Magie die Waggons zurück auf die Gleise, "da denkt man mal, man hat selbst nen freien Abend und dann verbietet einem die eigene Stute das Haus zu verlassen und sich mit Freunden zu treffen..."

"Jetzt hab dich nicht so, Dad!", grinste Sonea, "vor allem, weil diese Freunde sicher nicht Atlanas und Eross sind..."

"Das ist trotzdem für´n Arsch hier - ich darf in meinem Palast rumsitzen und Modellbahn spielen... klasse, echt! - Und keiner sonst hat Bock auf sowas, beziehungsweise hat der einzige Bruder, den ich habe, gerade wilden Sex mit seiner Freundin... und ich nicht!"

"Schlimm ist das Leben...", stichelte seine Tochter, "und sooo schön unfair!"

"Hör doch auf, DU darfst ja hingehen wo du willst, aber nein, der Hengst nich!"

"Ich darf auf dich aufpassen..."

"... und genau das ist das Problem!", konstatierte Robert wutschnaubend, "ich muss von meiner eigenen Tochter gehütet werden, ja wo kommen wir denn da hin?!"

"Ich auf jeden Fall nicht zu meinem Sex...", stellte Sonea klar, "und deswegen habe ich auch keine Lust auf dieses dämliche Aufpass-Spiel von Mum - Dad, verbring deinen Abend so wie du willst, du bist alt genug um zu wissen, was du tust, und ich auch!"

Robert konnte sein Glück kaum fassen: "Ernsthaft jetze?! - Sonea, das ist...!"

"Danke mir nicht zu früh - und mach es so, dass Mum es nicht spitzkriegt, genauso wie ich gleich..."

Ihr Vater rappelte sich in Windeseile auf und gab ihr einen hastigen Kuss, war schon im Aufbruch und fragte schell noch mit leicht sarkastischem Unterton: "Mit wem denn heute, wenn ich fragen darf?"

Sie kicherte zur Antwort: "Du darfst... heute soll es ein gefürchteter Gangster sein, der aber innerlich nen ganz netter und umgänglicher Hengst ist... und sowas von süß..."

"Dann viel Spaß - und tausend Dank dir!" - und weg war er.

Väter...!, amüsierte sich Sonea auf den Weg in Richtung des unterirdischen Bahnhofs des Ziegenschlosses, die haben einfach alle nen Knall!

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Töchter, die sind alle immer so frühreif!, dachte sich dagegen Robert stolz auf den Weg zum normalen Bahnhof von Down Under, tja... egal, wohin jetzt?!

Er schwankte noch stark zwischen Ponyville und Vanhoover, kam dann aber auf Hollow Shades - dort fuhr der nächstbeste Zug hin.

So fläzte er sich in den Tender der 41er, grub sich zwei Schichten Kohle tief ein und wagte kaum zu atmen, als der Zug Canterlot passierte...

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Zwei schwarze SUVs erwarteten Sonea schon vor dem Bahnhof von Ponyville.

Kopfschüttelnd machte sie sich zu dem linken Fahrzeug von Caydans Mafia hin, an dessen Motorhaube lässig Redeye lehnte und keine Miene verzog, auch wenn ihm das Sicherheitspersonal des Bahnhofs ein deutlicher Dorn im Auge zu sein schien.

"Tach Redeye...", begrüßte Sonea ihn knapp, "musste das hier sein?!"

"Erklär das bitte Caydan...", brummte das Black-Pony missmutig, "ich bin ja nur froh, dass sich bis jetzt noch keiner gewagt hat, die Cops zu rufen - ich habe momentan keine Lust auf eine Straßenschlacht, und Caydan weiß das!"

"So eine alte übervorsichtige Knalltüte!", grinste Sonea unter ihrer Sonnenbrille hindurch, "egal, das treibe ich dem noch aus... können wir fahren?"

"Gleich, wir warten noch auf nen Typen, der uns Kohle schuldet, aber setz dich schonmal rein, es kann nicht mehr lange dauern..."

"Jo, is jut...", nickte sie und warf sich auf den Beifahrersitz von Redeyes SUV, schnappte sich ein herumliegendes Heft, drehte die Musik auf und begann zu lesen.

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Das Stellwerk Hf zog links an der Dampflok vorbei und der Zug schwenkte leicht nach rechts - sie hatten den Abzweig Hollow Shades passiert und Robert begab sich langsam auf Position, um kurz vor dem Dorf vom Zug aus zu springen.

Fliegen wollte er nicht, auffallen schon gar nicht, weshalb er sein Flügel unsichtbar gemacht hatte, die Kohle hatte ihr Übriges getan und sein weißes Fell in einen wahren Schatten verwandelt - perfekt für die Jagd!, dachte er voller Vorfreude auf eine heiße Stute, oh ja, endlich mal wieder Sex mit einer, die er nicht schin von Vorneherein kannte und mit der er schon jede Schweinerei angestellt hatte... nein, Frischfleisch!

Dass er sich auf Batpony-Gebiet befand, war ihm glasklar, aber er machte sich nichts draus, denn... er war heute Abend der Jäger...

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"IHR SEID MAL WIEDER VOLLKOMMEN HIRNLOS!!!", motzte Sonea angepisst, als der SUV haarscharf um eine Kurve schoss und einen Haufen Mülltonnen aus seiner Bahn schleuderte, "EHRLICH MAL, WENN IHR NICHT BALLERN KÖNNT, SEID IHR KEINE ECHTEN HENGSTE ODER WAS?!?!"

"WAS KANN ICH DAFÜR?!?!", konterte Redeye, "DIESE SPASTEN WOLLTEN EBEN NICHT BEZAHLEN, ABER DANN AUCH NOCH DIE CPD ZU RUFEN - DIE MACHEN WIR BEIM NÄCHSTEN MAL FERTIG!!!"

"Schön, und trotzdem würde ich gerne unbeschadet nach Hause kommen - beziehungsweise zu deinem Boss und..."

RUMMS!!! - das also zu dem Bretterzaun...

"Ohne Witz!", maulte sie und warf sich tief in ihren Sitz zurück... warum musste eigentlich immer alles daneben gehen?!

Von weit hinter ihnen erklangen jetzt die Sirenen der Polizei...

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Von Westen her näherte er sich den ersten Häuschen des Dorfes und schlenderte den Ziegenmarsch pfeifend in Richtung Ortskern... dort gab es ein Lokal, in dem er und Mary mal gewesen waren, und dort hatten so einige vielversprechende Stuten getummelt... mal sehen, er hatte ja alle Zeit dieser Nacht...

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Redeye beschleunigte noch etwas mehr und vollzog Manöver, die, wenn sie minimal versetzt gewesene wären, ihnen die Köpfe gekostet hätte.

Sonea war von seiner Fahrweise ziemlich beeindruckt... vor allem, durch welche Seitenstraßen man überall durchkam war irre!

Mittlerweile hatten sie dann aber auch das gemeine Hauptquartier Caydans erreicht und waren eingetreten... Sonea hatte den Gangsterboss schneller geschnappt, als dieser sie hatte begrüßen können, und schon waren die beiden in Caydans privaten Zimmern verschwunden... Redeye konnte darüber nur den Kopf schütteln.

Aber gut, wenn er das so wollte...

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Die Gaststätte war gut gefüllt, als Robert eintrat und sich etliche Blicke auf ihn richteten, dann aber uninteressiert zurück zu ihren Besitzern kehrten.

Es hatte also geklappt!, freute er sich, yes, und jetzt ran die Stuten! - Doch zuerst mal zur Bar...

Ein Bier war schnell besorgt, und die Auskunft des Wirtes, wo man Stuten finden konnte, wurde mit einem Hufzeig auf eine Ecke des Raumes beantwortet.

Vorbei an einem Poker- und zwei Skattischen schlenderte er hin und warf erstmal einen Blick in die Runde... dabei fiel ihm sofort ein Batpony auf, das ihn mit violetten Augen anlächelte... woar, ihre spitzen Zähne, ihre dunkelvioletten Flügel, ihre schwarz-violette Mähne, ihr grau glänzendes Fell - die musste er haben!

"Hey...". legte er sein schönstes Grinsen auf, "sache mal, ist an deinem Tisch noch nen Plätzchen frei?"

Sie erwiderte das mit einem Kichern: "Aber sicher doch, Süßer... hau dich hin und erzähl mir, wer du bist!"

Und Robert begann zu quatschen... natürlich nicht, dass er in Wahrheit Ziegenkönig war, nein, er war für heute Abend John Irons, Black Pony-Krieger und auf einer Mission gerade hier in Hollow Shades unterwegs...

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"Hallo Caydan... danke, dass ich endlich bei dir bin!"

"Hey, was kann ich dafür, wenn die Spasten ihre Kohle nicht abdrücken, dann knallt´s halt!"

"Ja schön, ABER DAS NÄCHSTE MAL OHNE MICH BITTE!!!"

"Schon gut... meine Fresse, ich dachte du wärst gut drauf..."

"Das werde ich sein, wenn du um Gnade winselt!"

"Jaaa klar..."

"Is doch so!"

"Nur nit!"

Sonea reichte es hin, und sie schnappte sich seinen Schweif: "So, denn erzähl mir mal, was du für ein böser Hengst warst und lass dich von mir führen..." ... geradewegs ins Bett...

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"Und du... willst wohl mich? Oder meine Beißerchen?"

"Beides!", grinste Robert und konnte sich kaum noch zurückhalten, "wäre das denn drin?"

"Hmmm...", überlegte Rising Starlight, "tja, normalerweise bin ich sehr wählerisch... aber bei dir scheint mir mehr dran zu sein als an den meisten... du bist mir ein ganz schöner Hengst, und ich stehe auf Herausforderungen - einzig das Zimmer ist deine Sache."

"Wird sofort erledigt, die Dame!", freute sich ihr Liebhaber wie dulle und rief sofort nach dem Wirt, welcher ihm nach kurzer Diskussion einen abgewetzten Schlüssel mit brummeliger Stimme überreichte: "Aber keine zu große Schweinerei, und wehe das Bett ist morgen kaputt, bei Ihrer Größe sein Sie gefälligst vorsichtig!"

"Jaja Chef!", lachte es zurück und Robert sprang auf, schnappte sich seine neue Geliebte und zog wie der Blitz aus dem Raum... die anderen Gäste begannen zu tuscheln, der Wirt setzte sich zum Stammtisch und stieg in die Runde ein.

Irgendwas stimmte mit diesem Black-Pony doch nicht...

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Ponyville, Canterlot Police Departement (CPD), gleiche Zeit

Atlanas schob heute die Nachtschicht, und es wäre ihm wesentlich lieber gewesen das nicht tun zu müssen... Fluttershy und Sunset vergnügten sich bestimmt grade schön im Kino, und die Kleinen hütete Celestia... wie gerne hätte er den Abend mit seiner doppelten Familie verbracht, aber der Dienst ging ja leider vor und...

Ein Beamter klopfte an seine Bürotür und trat ohne das übliche "Ja, herein!" abzuwarten zügig ein.

"Atlanas, es gab eine Schießerei in Bahnhofsnähe, und wir haben zwei verletzte Hengste - beides Polizisten und davon einer schwer!"

"Eine Schießerei? - Wissen Sie schon genaueres?"

"Ja, die Ponyville Mafia steckt dahinter und wollte wohl Schutzgelder eintreiben..."

"Diese Saftsäcke lernen es auch nie! - Wie schlimm steht es um...?"

"Kritisch... und ich bedaure, aber..."

"Wissen Sie was, ich habe jetzt die Schnauze voll von diesen Spasten, und wenn dabei unsere Leute schwer zu Schaden kommen, dann kann auch ich da nicht mehr tatenlos zusehen! - Wir schlagen zurück und räuchern ihr Hauptquartier aus!"

"Das ist riskant..."

"Ich weiß, aber ich selbst habe eine Familie, der verletzte Kollege wahrscheinlich auch - und ich werde die Pflicht der CPD erfüllen und diese Verbrecher ein für alle mal dingfest machen!"

"Wann?"

"Sofort - sagen Sie den Kollegen Bescheid, in einer halben Stunde starten wir die Razzia! Wollen doch mal sehen, wie viele Leichen Caydan im Keller liegen hat... oder wie viele Kilos Koks!"

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Das Zimmer war dunkel, die Einrichtung hatte ebenfalls schon bessere Zeiten erlebt, aber die Dusche ging - dennoch war das wider Roberts Ermessen, sodass er Rising Starlight kurzerhuf zum Bett trug und sich der Länge nach neben sie schmiss.

Selbst jetzt knackten die Uralt-Latten schon, was dem Ziegenkönig aber herzlich egal war - endlich wurde er seinen Spaß bekommen...

"Heilige Luna, du bist ja geil auf mich!", amüsierte sich seine Partnerin und schob ihre Flügel zurecht, "aber nicht so schnell - zuerst noch die Spielregeln..."

"Spielregeln?"

"Ich bin oben, und ich mache dich fertig - und wehe andersrum!"

"Mir alles recht, solange ich dich ganz für mich alleine haben darf..."

"Ach ja, und du bist mein Eigentum, deswegen...", sie kramte etwas hervor und präsentierte ihm ein makelloses Halsband, "das ist für dich... damit es jeder sehen kann!"

"Muss das...?"

"Ja!"

Eigentum von Rising Starlight stand in großen Buchstaben drauf.

"Aber... wenn ich nach Hause..."

"Dummerchen, für heute Nacht, danach kriege ich das auch wieder zurück, du bist ja schließlich nicht der einzige Kerl in meinem Leben - wenn auch der bisher Größte..."

"Awww... tjaja, meine Mutter hat mich halt immer gut gefüttert..."

"... wirst du das auch bei mir schaffen?"

"... wenn du gerne auf Viel stehst, müsste das möglich sein..."

"... Schleimer du!"

"... Schlingelinge du!"

Ihre Lippen berührten sich, ihre Hufe schlagen sich um den jeweils anderen... sie zogen sich aneinander, spürten nur noch die gegenseitige Wärme ihrer Körper und genossen das Gefühl, das sie eins machte.

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Redeye schob Wache vor Caydans Tür und konnte die Geräusche von drinnen nicht mehr hören.

Sein Boss gab Töne von sich, die jeder Psychater als komplett gestört bezeichnet hätte, und Soneas Schreie und Lachen wurde bei jedem Mal lauter, wenn das Bett einmal mehr quietschte, als würden gleich alle Schrauben freiwillig ihren Dienst boykottieren... heiliger Thire, durfte eine Fünfzehnjährige so etwas überhaupt mit einem wesentlich älteren Hengst anstellen?!

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Das fragte der sich auch gerade, da er nur dummerweise dank Augenbinde nichts sehen konnte und seine Hufe irgendwo nutzlos an den Bettrahmen gefesselt waren und er mit voller Länge in Sonea... oh man, die war aber auch geil und wusste, wie man ihn fertig machen konnte, bei Prynes Mutter nocheinmal!

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Die Einfahrt zum Gelände des Ponyville-Mafia-Hauptquartiers bewachten vier Gangster mit AKs im Anschlag.

Bewachten traf es gut, denn Lolas höchst präzise Schüsse hatten einen nach dem anderen ausgeschaltet - die CPD wartete nur noch auf das Signal zum Angriff...

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Die Gäste im Schankraum hörten alles - Robert und Starlight waren beide keine leisen Mitponys, und dazu beide viel zu verbissen, den anderen um jeden Preis zuerst zur Erschöpfung und zum Aufgeben zu bringen.

Selbstverständlich lag es nicht in der Natur des Ziegenkönigs, sich auch nur in der geringsten Weise einer Stute zu unterwerfen, und dementsprechend versuchte die das Gegenteil zu bewirken... es gelang keinem von beiden, aber es steigerte ihre Lust und ihr Vergnügen ins Unendliche...

Und wenn Robert nicht schon verheiratet gewesen wäre, hätte er sich glatt überlegt, dieses Batpony für immer an seine Seite zu binden... wenn nötig mit einem Paar Hufschellen...

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Hier Trickshot, alle Ziele ausgeschaltet!", meldete Lola sich per Funk bei Atlanas, "was nun?"

"Zefa soll schonmal die Lage auskundschaften, meine Leute warten solange!"

"... gut, sie ist los... und was machen wir eigentlich, wenn wir den Caydan haben?"

"Lass das mal meine Sorge sein und kümmer dich um alle verdächtigen Personen, die Waffen haben - ach ja, und ich werde ihn persönlich verhören und ihm jedes kleinste Grämmchen Koks anhängen, das wir ausbuddeln, verstanden?"

"Aber hallo, und mach mal... ich freue mich schon wie Sau auf das Gesicht!"

"Ich mich erst - over."

"Over."

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Caydan war platt.

Er konnte kaum noch atmen geschweige denn sich rühren oder seine Hufe spüren... verdammt war er ausgelaugt!

Sonea hingegen schien noch ganz auf der Höhe zu sein und entknotete grinsend seinen Sichtschutz: "Na, schon platt oder was?"

"Ja... ja... oh fuck, was hast du für eine verdammte... Energie, und... und wann ist die mal leer?!"

"Meine Mum füttert mich gut, mein Dad noch besser...", grinste sie, "und deine, was haben die damals in dich reingestopft, dass du so schnell nicht mehr kannst?"

"Frag mich das nicht, frag..."

Die Tür flog auf und Redeye stand mit hochrotem Kopf und erhobenem Sturmgewehr im Rahmen, hektisch herumfuchtelnd brüllte er aufgebracht: "WIR WERDEN ANGEGRIFFEN!!! VON DEN SPASTEN VOM CPD!!!"

"JETZT?!?!", kam es gleichzeitig entsetzt von den beiden Liebenden, "OH SCHEIßE!!!"

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Siebzehn Orgasmen gingen auf Rising Starlight, vierzehn auf Robert... dann waren beide platt.

Die Batponystute lag neben ihrem Liebhaber und schleckte an seinem Hals herum: "Das... das war so irre, bei meinen Zähnen, ich hatte noch nie so viel Spaß wie heute Nacht!"

"Frach mich mal...", keuchte das falsche Black-Pony überglücklich, "das... das war einfach krass!"

"Das trifft es... aber auf eine Sache hätte ich noch Lust mit dir... die Dusche ist noch völlig trocken..."

"... wenn ich da nicht bei einschlafe oder in Ohnmacht falle, sehr gerne..."

"Dann komm, bevor ich dich noch tragen muss!"

"Jaja, bin schon auf den Hufen...", lachte Robert und erhob sich mühsam... heilige Arriva, so etwas hatte er noch nie erlebt, fertig gemacht von einer Stute!

Und jetzt ließ er sich von ihr ins Bad ziehen - na das würde er ja wohl noch schaffen, unter der Dusche!

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Sonea wusste nur zu gut, was ihr blühen würde, wenn sie die CPD erwischte... und ihrer Mutter übergab - das bedeutete Zwangsjacke und Kerker!

Ehe Redeye wusste wie ihm geschah, hatte ihn das Alihornmädchen über den Haufen gerannt und war abgezischt - zurück blieb ein ans Bett gefesselter Caydan, der sich seiner Lage erst richtig bewusst wurde, als ihm einfiel, dass seine Freundin die Schlüssel für die Hufschellen hatte... und schon schallten Polizeisirenen über Hinterhof...

"Oh Scheiße Boss...", war alles, was Redeye dazu einfiel.

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Das Wasser war lauwarm, und Robert genoss die letzte Runde in vollen Zügen - und saute dabei die komplette Dusche ein.

Rising Starlight viel das ebenfalls auf - zumal die Kohle auch an ihr kleben blieb und ihr auf einmal bewusst wurde, dass sie ihre Nacht nicht mit John Irons aus Shadow Island, sondern mit Ziegenkönig Robert aus Down Under verbracht hatte!

Ihr kam ein Gedanke, und sie kapierte, dass das ihre Chance war, endlich aus Hollow Shades und den damit verbundenen Problemen zu kommen... also täuschte sie ihren letzten Orgasmus vor, hauchte Robert ein "Ich bin dir nur schnell ein Bier und mir einen Saft holen, dann können wir gerne noch eine Runde!" und verschwand hinunter in den Schankraum, nicht ohne vorher "vor lauter Schusseligkeit den Spiegel über dem Waschbecken von der Wand zu fegen...

Sie wusste nur zu gut, wie den Wirt und etliche der Gäste freuen würde, wenn sie erfuhren, wer da wirklich in ihrem Haus weilte...

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Schon auf dem Weg zur Hintertür vernahm Sonea die drohenden Sirenen und "HALT, CPD!!!"-Rufe der Beamten, sodass sie sich kurzerhuf entschloss den Geheimgang aus dem Waffenkeller zu benutzen.

Unten angekommen erwartete dummerweise sie eine böse Überraschung - die Tür war verstellt, und das mit so vielen Kisten, dass sie sie unmöglich in kurzer Zeit auf bekam... nur noch eine Möglichkeit blieb - sie musste sich verstecken.

Nach einer halben Ewigkeit fand sie eine kleine Tür mit Spezialschloss, welches sie in kürzester Zeit mit Magie aufgebrochen hatte und hinter sich wieder schloss... hoffentlich würde das einige Zeit halten...

Nur... was war hier eigentlich drinnen?, fragte sie sich neugierig und schuf eine Leuchtkugel über ihrem Horn, nur um sie gleich wieder auszumachen - fuck, hier war schon einer drin! - Und die Tür hinter ihr zu...

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Rising Starlight kam mit der versprochenen Erfrischung zurück und kletterte zurück zu Robert in die Dusche, reichte ihm seinen Humpen und begann wild seinen Hals mit ihrer Zunge abzulecken.

"Ihhh, du kitzelt!", beschwerte sich der Hengst kichernd, und sie schob sich hinter ihn, zog sich an seinen Schultern hoch und schlabberte seinen Nacken, "du böse Stute!"

Und da biss die böse Stute zu - der Ziegenkönig kapierte gar nicht, was los war, ehe seine Sinne versagten und er bewusstlos in der Dusche zusammensackte.

Seine Liebhaberin sah ihn mitleidig an und meinte: "Sorry, dass es so enden musste, Süßer, aber da gibt es ein paar Batponys, die einen Schatten mit dir zu rupfen haben..."

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"Atlanas, das Gebäude ist sicher, wir haben drei Verletzte, es gibt zwölf tote Mafia-Mitglieder, und Caydan... das musst du einfach selber sehen..."

Erwartungsvoll schob sich der Pegasus durch gesicherte Zimmer, in denen gefasste Gangster mit Hufschellen gefesselt auf dem Boden lagen und von Beamten durchsucht wurden, die Einrichtung auseinander genommen und Beweismittel sichergestellt oder Angeschossene versorgt wurden, und erreichte schließlich die Schaltzentrale der Ponyville Mafia.

Er betrat den Raum, warf einen Blick in die Runde - und konnte sich vor Lachen kaum noch auf dem Boden halten.

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Roberts Blick war trüb, sein Atem schwer, und dennoch hoben ihn seine Sinne langsam aus der Dunkelheit... sein Nacken schmerzte brutal, seine Hufe waren gefühllos, sein Körper schlaff... was war los, und wo war er?

Verschwommene Gestalten tauchten vor dem Nebelschleier auf, Wortfetzen drangen in sein Hirn vor und versuchten Sätze zu bilden... unerwartet mischte sich etwas Brennendes hinzu, Bewegung kam in sein Gesicht... nein... links... rechts... links... immer heftiger, immer...

Mit einem Ruck riss es ihn auf den Boden der Tatsachen zurück - oder besser gesagt in ein elektrisches Feld, in dem er schwebte.

Watsch!, traf ihn dieses Etwas wieder und entpuppte sich als Huf eines Batponys - verständnislos guckte er es an und wollte gerade fragen, warum sie ihn schlug, aber die Mähnenfarben waren anders... erst jetzt dämmerte es dem Ziegenkönig, dass hier etwas ganz gewaltig nicht stimmen konnte.

Und tatsächlich, seine Hufe waren gefesselt, auf seinem Horn steckte ein Ring, und er befand sich in einer Art Lagerhalle - was sollte das?!

---

"WAS GLOTZT IHR DENN ALLE SO BLÖD?!?!"

"Och... nix..."

"ICH FINDE DAS HIER AUCH EXTREM SCHEIßE, ZUMAL IHR BULLEN KEIN RECHT HABT, EINFACH SO MEIN ANWESEN ZU STÜRMEN!!!", keifte es vom Bett her und Atlanas musste sich schon arg zusammenreißen, um sich nicht vor lauter Lachen auf den Boden zu werfen.

"WAS DENN, WAS IST DARAN SO LUSTIG?!?!"

"Weißt du Caydan, ich hätte ja angenommen, dass du nen Fluchtversuch wagst, aber wenn hengst im wahrsten Sinne des Wortes gebunden ist..."

"ICH ZÜNDE DEINE BUDE AN UND FICKE DEINE STUTEN DU SCHWANZLUTSCHER!!!"

"Jaja, mach mal... aber vorher werden wir dich wohl leider aufs CPD mitnehmen müssen...", grinste der Pegasus schadenfroh und wandte sich an eine Polizistin, die wie alle anderen wieherte, "...gell, ihr habt doch was gefunden, oder?"

"Ja aber hallo, ich glaub bis jetzt anne zehn Kilo Koks und..."

"Reicht schon, also schneidet den Depp da los und nehmt ihn mit, genauso wie den Rest seiner Hanseln, sammelt die Waffen ein und..."

Sein Funkgerät piepte, und er ging ran.

"Ja?"

"ATLANAS, WIR HABEN EIN PROBLEM!!!"

"Ich denke alle Probleme wurden ausgeschaltet!"

"JA, ABER HIER IST EIN JUGGERNAUT IM KELLER!!! UND DER KOMMT HOCH!!!"

---

"Er ist wach."

"Das wurde aber auch Zeit!"

Neben das Batpony mit dem lockeren Huf waren zwei weitere getreten - eines davon erkannte Robert, es war ihr "Sprecher", wenn es Zoff gab und die Truppe nach Canterlot zog, um sich bei Celestia zu beschweren... Zoff bedeutete meistens, dass den Batponys etwas nicht passte und dieses Etwas mit Equestria zusammenhing, doch als Minderheit, deren Einstellungen und Attitüden sich von den normalen Bewohnern des Landes um Längen abhoben, fanden sie meistens wenig Gehör... zumal ihre Vorschläge und Ideen meistens zu speziell oder krass waren... und einzig für sie von Vorteil.

Langsam dämmerte ihm, dass das der Grund sein musste, warum er hier war... aber hatte er sich nicht mit Starlight unter der Dusche vergnügt und...

DIE DUSCHE!!!, fiel es ihm siedend heiß ein, DIE HAT DIE KOHLE ABGEWASCHEN DU IDI!! - Aber Rising hat doch...

Jetzt erkannte er auch sie, etwas abseits, mit gesenktem Blick und eingezogenen Flügeln... diese kleine Schlampe, sie hatte...!

"Ziegenkönig, seid Ihr aufnahmefähig?"

"Geht so, mein Nacken tut weh wie Sau..."

"Da hat Euch jemand rein gebissen, Eure Hoheit... aber wie sagt man doch so schön: Hochmut kommt vor dem Fall!"

"Mag sein, aber das erklärt nicht, warum ich hier... drin bin?"

"Oh, mögt Ihr unseren neue transparenten Energiezelle nicht? - Sehr effektiv, und ohne Magie kommt man da nicht raus, fixiert sind Hufe und Körper sowieso..."

"Schön, aber..."

"Ihr seht, ein praktisches Gerät - und jetzt zum Geschäft: Ihr seid hier, weil Ihr so einiges getan habt, wofür wir Euch und Euren Leuten am liebsten in den Hals gebissen hätten!"

"Hat eine von euch doch eh schon..."

"Jedes Mittel, was schnell zum Ziel führt, ist ein gutes... unwichtig, wisst Ihr wovon ich rede?!"

"Ähm... nö?"

Roberts Gegenüber schien kurz vor einem Tobsuchtsanfall: "ABER SICHER WISST IHR DAS, ES WAR JA AUCH EURE EIGENE SCHEIß IDEE!!!"

---

"WIE BITTE, EIN JUGGERNAUT?!?!"

Keine Antwort, denn die beiden Polizisten rannten, warfen alles von sich, was sie verlangsamte und trampelten sich die Treppe nach oben fast gegenseitig nieder - hinter zerfetzten unzählige Kugeln Wände und Decken.

"Oh fuck, EVAKUIEREN, HIER IST EIN JUGGERNAUT DRINNEN, ALLES STEHEN UND LIEGEN LASSEN, BRINGT EUCH IN SICHERHEIT!!!", gellte es wenige Augenblicke darauf durch alle Funksequenzen, "RAUS HIER, RAUS HIER!!!"

Die Beamten schnappten sich alles, was sie konnten, in Windeseile wurde auch Caydan vollendens befreit und davon geschleift... hoffentlich ist der Juggernaut nicht auf den aus!, kamen Atlanas Zweifel, als er seine Leute hinter Autos und weiteren Deckungen positionierte, ... und hoffentlich schluckt der nicht allzu viel...

---

"Hä?"

"MEINE FRESSE, DIE EISENBAHN, DIE VERDAMMTE EISENBAHN!!!"

Jetzt kapierte Robert endlich, worauf sein Gegenüber hinaus wollte... jaaa, die Eisenbahn!

"Also... wegen der Eisenbahn?"

"EURE VERSCHISSENE EISENBAHN DURCHKREUZT UNSER GEBIET ZWEIMAL, UND DAZU FAHREN SCHNELLZÜGE!!!"

"Ist das nicht gut?"

"WAS GLAUBT IHR DENN?!?!"

"... schon?"

"IHR SEID SOWAS VON SCHWER VON BEGRIFF, ICH KÖNNTE KOTZEN!!! EGAL, WIE AUCH IMMER, DIE EISENBAHN IST DER SCHEIß GRUND DAFÜR, DASS WIR KEINE RUHE MEHR HABEN, UND DA UNSER SCHÖNER GAMMELIGER ALTER BAHNHOF MIT EINST FÜNF GLEISEN IN EINEN KREUZUNGSBAHNHOF MIT NUR MINDESTENS DREIßIG MEHR UND EINER ZUGFREQUENZ VON JEDE STUNDE UMGEBAUT WURDE, SCHRÄNKT DAS UNSEREN FREIRAUM EXTREM EIN!!!"

"Aha... aber wieso Freiraum? Ich verst..."

"WIR BATPONYS SIND LIEBER UNTER UNS ALS UNTER EUCH, KAPIERT IHR DAS NICHT?!?!"

"Ah, okey... also..."

"RICHTIG KOMBINIERT, DIE BAHN STÖRT UNS!!! ABER NIEMAND WIRD UNSERE KLAGEN BEACHTEN, WEIL WIR EINE MINDERHEIT SIND!!! WIR, DAS STOLZE GESCHLECHT DER BATPONYS, VOR DENEN SICH GANZ EQUESTRIA FÜRCHTEN SOLLTE UND NICHT UMGEKEHRT!!!"

"Na, wenn ihr mich freilasst..."

"Glaubt ihr etwa, wir sind blöd?! - Natürlich nicht, und von daher werdet Ihr für unbestimmte Zeit unser Gast bleiben - und dafür sorgen, dass man uns ernst nimmt! - Und wehe Eure Ziegen rücken hier an, dann saugen wir Euch vor ihren Augen aus, habt Ihr das verstanden?!"

"Jaja... aber trotzdem..."

"Nix trotzdem, wir haben genug gequatscht, jetzt haltet Ihr die Klappe!"

"Von wegen, ich haben ja wohl das Recht..."

Das Batpony ihm gegenüber schlug zu und traf seine Nase, die gefährlich knackte und ihn aufschreien ließ, die Schmerzen ließen ihn an seinen Fesseln reißen und sich krümmen, es half nichts... zu allem Überfluss waren dem Wortführer seine Schreie zu laut und er knebelte sein wehrloses Opfer auch noch... war schon im Begriff zu gehen und drehte sich noch einmal zu Robert um: "Ach ja, und bevor ich´s vergesse - netten Sex hattet Ihr da... ich frage mich wohl, was Eure Stute dazu zu sagen hat..."

Mit ihnen verschwand auch Starlight, die Roberts Blicken nicht standhalten konnte... na ja, Geschäft war Geschäft, und sie freute sich schon auf die versprochene Belohung... endlich raus aus Hollow Shades, endlich weg von hier!

Doch trotzdem tat ihr der Ziegenkönig irgendwie leid...

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Die Polizisten warteten nervös auf das Ungetüm, welches sich noch nicht hatte blicken lassen und wahrscheinlich noch auf der Suche nach Caydan durch das Gebäude marschierte... heilige Scheiße, wo kam der so urplötzlich her?!

Atlanas telefonierte derweil mit Eross, und dieser hatte ihnen eine Nighthawk mit vier Preditor-Raketen verschafft - Ankunft in etwa einer Stunde... so lange mussten sie mindestens durchhalten...

Eine Explosion in Eingangsnähe - da war er also!

"FEUER FREI!!!"

Ihr Gegner musste das ebenfalls gedacht haben und eröffnete seinerseits den Angriff - mit zwei M60E4 in den Hufen.

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Rising Starlight machte hinter dem Güterschuppen halt und richtete sich erwartungsvoll an ihre Auftraggeber: "Und, bekomme ich jetzt meine Freiheit?"

"Du bist lange genug Mitglied in unserer Organisation gewesen um zu wissen, dass wir dich niemals loslassen werden, bis du stirbst!"

"Aber... ABER IHR HABT ES VERSPROCHEN!!!"

"Wie ich vorhin schon sagte, mir ist jedes Mittel zum Zweck recht... und außerdem bist du viel zu schön, als dass ich auf dich verzichten könnte!"

Starlight kochte vor Wut: "DU HAST MICH ANGELOGEN!!!"

"Na und? - Es juckt mich nicht, und du weißt, dass du aus Hollow Shades nicht rauskommst, ohne dass wir dich früher oder später kriegen... also versuch es erst gar nicht."

"Du bist ein mieser Verräter, D-Ice!!!"

"Und du eine dumme Schlampe, die glaubt, dass ein mündliches Versprechen mehr zählt als alles andere... tja, Pech für dich!"

Er ließ sie stehen und zog mit seinen Hengsten von dannen.

Als sie außer Sichtweite waren, brach Rising Starlight neben den alten Ölfässern und gammeligen Containern zusammen und weinte bitterlich. Wie hatte sie nur so dumm sein können?!

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Der gepanzerte Kämpfer ließ einen brutalen Kugelhagel auf die Einsatzfahrzeuge des CPD einprasseln, die Beamten hatten kaum eine Chance auch nur in seine Richtung zu zielen.

Vom Dach snipte Lola genau einmal - und musste sich ebenfalls schnell aus der Schussbahn begeben, um nicht von herumfliegenden Dachziegeln oder MG-Kugeln getroffen zu werden... fuck, woher wusste der, wo sie war?!

Zefa war ihr auch keine große Hilfe... und wo blieb Eross?!

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Zur gleichen Zeit riss Silver ein Anruf aus dem "Date" mit einer guten Freundin... zähneknirschend nahm sie an: "Ja, Silver hier, die eigentlich frei hat und..."

Während sie lauschte, verzog sich ihr Gesicht - schlagartig schrie es nach Panik, und ihre Partnerin erschrak nicht minder.

Wortlos legte die Polizistin auf und rang nach Fassung: "Ich muss sofort los, in der Stadt läuft ein Juggernaut Amok!"

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Robert dümpelte gefühllos in seinem Gefängnis vor sich hin, wünschte sich den Knebel aus dem Mund und verwünschte seine Geilheit auf Besonderes - warum hatte er auch unbedingt Hollow Shades, den gefährlichsten Ort zur Stutenjagd als sein Ziel auswählen müssen?! - Und seine Gefangenschaft würde hundertpro ziemlichen Ärger geben, ganz zu schweigen von dem, der ihm blühte, wenn er nach Hause zurückkehrte... hoffentlich...

Eine stumme Träne lief seine Wange herunter, er sehnte sich nach seinem warmen Bett und seiner Luna... als plötzlich einer seiner Wächter hinter eine Kiste gezogen wurde und nicht wieder hervor kam. Alarmiert rannten die anderen hin und wedelten mit ihren Gewehren herum, doch nichts geschah... bis ein Schatten einen von ihnen anfiel und zu Boden riss. Die noch verbliebenen zwei schossen ihren Magazine leer und luden nach, als es sie beide zu Boden warf, getroffen durch Kopfschüsse.

Verwundert suchte der Ziegenkönig nach dem Angreifer - und konnte im nächsten Moment kaum fassen, wer da vor seinem Gefängnis stand und mit einem einzigen Flügelschlag die Stromzufuhr unterbrach.

Robert war frei, riss sich den Knebel aus dem Mund - und stürzte sich wutentbrannt auf Rising Starlight, knallte ihren Kopf auf den Boden und drückte ihr die Kehle zu.

"Stirb du mieses Dreckstück!"

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Atlanas musste selbst die Hufe in die Hufe nehmen und flüchten - der Juggernaut kaum zwar nicht so schnell vorwärts, dafür mit umso mehr Feuerkraft.

Munition schien er genug zu haben, und zu allem Überfluss auch noch die Variante von LMG, die man als Einhorn viel zu leicht nachladen konnte... innerhalb weniger Sekunden und ohne lästiges Aufklappen und Einlegen des neuen Munitionsgurtes!

Eross würde bald da sein, aber er hatte soeben erst die Grenze zu Equestria passiert... und ihnen lief die Zeit davon, nicht nur weil sie dem Stadtkern voller unschuldiger Zivilisten so nahe waren... verdammt, er musste was tun!

Nur eine gute Idee schwirrte ihm noch im Kopf herum... also schnappte er sich hinter einer Deckung sein Funkgerät und klingelte Robert an.

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Rising Starlight versuchte mit aller Kraft den Ziegenkönig von sich herunter zu schütteln, aber keinen Chance, er war einfach zu groß und schwer... und ihr ging langsam die Luft aus!

"Bitte...", quetschte sie zwischen den Zähnen hervor, "bitte... bitte... lass... mich... runter..."

"WARUM SOLLTE ICH?!?! - DU HAST MICH VERRATEN, DU KLEINE SCHLAMPE, UND DAS MACHT MAN BEI MIR NUR EINMAL!!!"

"Ich... ich... hatte... doch keine... Ahnung... dass... ich... habe... dich... befr..."

Ihr Gesicht nahm einen unguten bläulichen Ton an, ihr Atmung war kurz vor dem Aussetzen - als Robert unerwartet von ihr abließ und sich müde gegen den Generator für den Schild lehnte.

"Du hast recht... und es wäre nicht recht, eine Stute zu töten, die sowieso der Tod durch ihre Leute erwartet..."

Das Batpony schnappte dankbar nach Luft und atmete schwer: "Ich... ich doch nicht, ich... ich werde abhauen... aber... aber das schaffe ich nicht... alleine..."

"Aha, und deswegen hast du mich befreit? Um deinen eigenen Arsch zu retten?!"

"Nein... nein... du... du hast eine Familie... ein Volk, das dich... liebt, und... und ich habe gemerkt, dass ich... mit den falschen einen Pakt geschlossen... habe..."

"Fällt dir früh auf."

"Was... was hätte ich denn tun sollen? Diese Kerle haben mich in den Hufen, ich kann hier nicht weg!"

"Wieso nicht?"

"Die finden mich überall, glaub mir..."

"Ach Quatsch - und deswegen werde ich jetzt auch abzischen, dank dir muss ich ja nun nach Hause laufen, der letzte Zug vor morgen früh ist vor ner Viertelstunde abgefahren..."

"Lass mich dir helfen, lass uns zusammen fliehen!"

"Auf deine Hilfe kann ich gut verzichten!", brummte Robert beleidigt und stand auf, "hilf lieber nem anderen..."

Er war schon im Begriff durch das offene Hallentor hinaus zu spazieren, als er für einen Moment inne hielt und den Worten Starlights zur Gänze lauschte: "... ach ja, und Fliegen kannst du vergessen, der Luftraum wird überwacht..."

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Der hatte seinen Empfänger selbstverständlich zuhause gelassen und ausgeschaltet, und weil das Ziegenschloss in dieser Nacht komplett verwaist war, nahm auch keiner Atlanas Hilferuf an... der ließ sich davon nicht unterkriegen und versuchte es beim Ziegenbock.

Der wiederum war wenig begeistert, dass man ihn und seine Applejack nach ihrem hammermäßigen Abend und nur zwei Stunden Schlaf aus dem Bett gejagt hatte, aber als er von dem Juggernaut erfuhr, änderte sich seine Laune rasant... er funkte Down Under an und erreichte Captain Ryder, welche ihrerseits sofort den Alarm auslöste und die Ziegenarmee in nur einer Viertelstunde abmarschbereit machte - alle Soldaten in zwei Züge, und schon kurze Zeit später waren sie auf dem Weg ins Krisengebiet.

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"Wie bitte, Luftraumüberwachung? Womit denn?!"

"Glaubst du, die Leute hier sind blöd?! - Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, Hollow Shades ist eine riesige Gemeinschaft - hier gibt es eine eigene Rangordnung und eigene Gesetze, welches unter anderem Unautorisierten verbietet, das Dorf zu verlassen - wer sich doch wagt wird erschossen..."

"Wie krass ist das denn bitte?! - Aber wieso weiß davon sonst niemand in Equestria?"

"Glaubst du allen Ernstes, hier macht jemand ein großes Trara deswegen? - Die, denen es schlecht geht, halten lieber die Klappe, weil sie vor den über sich Angst haben, und denen wiederum gehts blendend, immer genug Opfer unter sich - was will ein Batpony mehr?"

"Stimmt auch... hm, tja, und jetzt?"

"Ich kenne einen Ausweg hier raus, aber alleine ist das unmöglich, also wirst du wohl meine Hilfe in Anspruch nehmen müssen..."

"Und was kostet mich das?"

"Nichts, außer meiner Freiheit."

"Die ist drin, aber nur auf Hufschlag!"

"Wenn dir das so wichtig ist..."

"... bei dir weiß man ja nie..."

"Auch wieder wahr..."

"... allerdings... gib schon her!"

"Jaja...", grunzte sie und reichte ihm einen Huf, "bitte sehr... zufrieden?"

"Jupp - also denne, wohin jetze?"

"Folge einfach dem sanften Klang meiner Stimme..."

"Na guuut..."

Und so verließen die beiden die Lagerhalle und machten sich auf den Weg in die Nacht...

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"Hier Eross, Atlanas, wie stehts?"

"VERDAMMT SCHEIßE STEHT´S, WER DAS AUCH IMMER IST, ER KENNT UNS, UND ER KENNT DIE SCHWÄCHEN DES CPD - BEEILT EUCH, SONST SIND WIR NUR NOCH HACKFLEISCH!!!"

"So schlimm?"

"WIR KÖNNEN IHN NICHT AUFHALTEN!!!"

"Habt ihr... schwere Verluste?"

Für Sekunden herrschte Stille, dann meldete sich Atlanas mit veränderter Stimme zurück: "N... nein, nicht dass ich wüsste oder sehen könnte, nur die Verwüstung ist enorm... mir wurde auch nichts dergleichen gemeldet, wir haben sogar rekordverdächtig wenige Verletzte... kannst du dir das erklären?"

"Nein, aber ich schätze eine Preditor-Rakete und wir wissen, mit wem wir es zu tun hatten."

"Hoffentlich..."

"Klappt schon - bis gleich und over!"

"Over."

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Der Flugplatz Hollow Shades lag durch etliche Flutlichtmasten hell erleuchtet vor ihnen, etwas abseits stand ein einziges Frachtflugzeug - Rising Starlights Ziel, auf das sie und Robert sich leise hinarbeiteten.

Kurz davor hielt der Ziegenkönig seine Liebhaberin zurück und flüsterte: "Pass auf, ich sehe nur den Piloten - den hole ich mir, und du passt auf, dass von hinten nix kommt, alles klar?"

"Wenn du willst - gerne, aber pass bitte auf dich auf!"

"Mache ich!", grinste er und pirschte sich die letzten Meter an den Nurflügler heran, kletterte von hinten auf die Tragflächen und...

"Hey, wer sind Sie, und was machen Sie da?!", fragte plötzlich eine böse Stimme hinter ihm, ein Techniker mit Schraubenschlüssel in den Hufen, "kommen Sie runter da, aber schnell!"

Robert tat wie ihm geheißen - und trat dem Batpony in vollem Schwung ins Gesicht, ließ es sich aufrappeln und wich seinen unbedachten Schlägen aus, versenkte seine eigenen dagegen umso besser.

Auch das Werkzeug half dem Verteidiger nicht viel - sein Gegner, der sich vorher noch schnell im Schlamm gewälzt hatte, um nicht direkt erkannt zu werden, packte diesen Huf und jagte die Waffe durch einen der Propeller, holte ein letztes Mal aus und beförderte mit seiner Linken den Mechaniker ins Reich der Träume.

Kaum wieder auf der Tragfläche erschallte eine andere Stimme: "Hey du da... komm mal her..."

Ein anderes Batpony, größer als das erste, und mit nicht unbeachtlichen Muskeln in den Vorderläufen.

"Na komm schon, komm kämpf!"

Na schön... dann komme ich!, lächelte Robert in sich hinein, rutschte zurück, stellte sich vor die neue Herausforderung und hob die Hufe zum Kampf, warf dann einen fragenden Blick zu dem Niedergeschlagenen, und kaum dass der Blick seines Kontrahenten folgte trat der Ziegenkönig ihm in den Bauch.

Es bewirkte nichts - auch der anschließende Schlag ging ins Leere und Robert bekam im Gegenzug einen Kinnhaken, der ihn zu Boden warf... "Na komm schon, steh auf, ich geb dir eins in die Fresse, davon erholst du dich nicht mehr!" ... aufstehen brauchte er auch nicht mehr von alleine, sein Gegner zog ihn an den Schultern hoch und wollte gleich den nächsten Treffer landen, doch Robert versenkte lieber seine Zähne in seinen Muskeln - unter das Flugzeug wurde er geschubst, rollte sich in andere Richtung weg, doch der Pilot hatte schon seine Dienstwaffe gezogen und feuerte - zurück war auch schlecht, und wieder bekam er einen knallharten Huf auf die Nase.

Der Boden war sandig und federte seinen Sturz kaum ab, doch das staubige Pulver in Kombination mit Magie als Wolke pfefferte er seinem Kontrahenten in die Augen, der wurde für einen Moment geblendet und taumelte zur Seite, damit hatte nun aber der Pilot freies Schussfeld und... Rumms!, knüppelte ihn Rising Starlight mit zwei Bremskeilen nieder.

In seiner Kanzel sackte er bewusstlos zusammen, riss dabei die Steuerknüppel herunter, und der rechte Propeller begann sich schneller zu drehen, das Flugzeug bewegte sich langsam im Kreis. Starlight versuchte ihn von den Hebeln zu ziehen, dabei klappte jedoch die Glaskuppel über ihr zu und verriegelte sich - sie saß fest!

Und zu allem Überfluss rollte gerade ein LKW der Lufthafensicherheit mit bewaffneten Securityguards an...

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Die Ziegenarmee, allen voran Lyra Ryder, marschierten im Laufschritt auf die neue große Brücke über den Unicorn River zu, die der Juggernaut soeben von der anderen Seite akut zu betreten bedrohte. Letzte Polizeieinheiten versuchten ihn zu stoppen, mussten aber einsehen, dass es zwecklos war.

"LASST UNS DURCH, LASST UNS DURCH!!!", drängte der Captain die CPDs zur Seite und kämpfte sich bis zu Atlanas und Silver vor, die mit dem nahenden Eross über Funk sprachen.

"Wie ist die Lage?"

"Ah, hallo Lyra, da seid ihr ja - scheiße, aber Eross ist gleich mit einer Nighthawk mit Preditor-Raketen da - damit kriegen wir ihn! - Beschützt ihr solange den Brückenkopf, und feuert mit allem was ihr habt!"

"Verstanden!", salutierte das Einhorn und brüllte ihren Ziegen und Böcken Befehle zu, "na los ihr faulen Säcke, geht in Deckung und macht diesen Juggernaut fertich, wenn er euch zu nah kommt!"

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Robert war viel zu beschäftigt mit Einstecken um auf ihre brenzlige Lage aufmerksam zu werden, und so kletterte Starlight kurzerhuf nach hinten zum Bordgeschütz und eröffnete das Feuer auf den LKW, dessen Ladefläche nur so durchlöchert wurde, die darauf stehenden Angreifer riss es in Stücke.

Zwei sprangen ab, und beide zerfetzte sie innerhalb von Sekunden - was ihr dabei weniger auffiel war der Tanklaster, der einer der Tragflächen im Weg gestanden hatte... zwei Einfüllstutzen waren abgerissen worden und literweise Benzin lief aus...

Noch einer lebte, der Typ im Führerhaus, und schoss mit seiner AK auf sie, sie erwiderte mit einer zehnmal so starken MG - und traf den Motor, mit ihm die Zuleitungen zum Benzintank - das Fahrzeug ging mit einem spektakulären Feuerball in die Luft.

Und alles, was dem gerade wieder am Boden liegenden Robert dazu einfiel, war eine Taktik, die schon Zenin zu benutzen gewusst hatte - Verwirrung: "So ein Feuerball, Junge! - Bamm!" - dann schnell aufspringen und abhauen... weit kam er allerdings nicht, weil sein Gegner nicht so dumm war wie er aussah und ihm auf der anderen Seite gleich nochmal in die Fresse boxte... doch dieses Mal schlug der Ziegenkönig zurück.

Drei brutale Volltreffer, dreimal ans Kinn, aber sein Gegner wankte trotz Blutes aus der Nase nicht einmal, holte seinerseits aus und traf Robert mitten auf die Zwölf.

Der Staub der Erde kitzelte ihn in der Nase, und er drehte sich geschwächt um - sein Kontrahent stand nach wie vor und lachte: "Na komm schon Junge, kämpf mit mir! Steh auf, na los!"

Widererwartend warf sich der Ziegenkönig auf den Rücken, den Batponyhengst verwunderte das ziemlich - bis er sich selbst umdrehte und ein letztes Mal aufschrie, bevor einer der Propeller sein Gesicht in Stücke häckselte und das Flugzeug mit Blut bespritzte.

Robert rappelte sich dankbar auf, schnappte sich die herunter gefallene Waffe des Piloten und bemerkte, dass der auslaufende Treibstoff aus dem Tankwagen die brennenden Trümmer des LKW-Wraks fast erreicht hatte... und unter den Reifen des Flugzeugs entlang rauschte.

Schnell weg!, schoss es ihm durch den Kopf, lass alles stehen und liegen und...

"Robert, hilf mir hier raus, der Schließmechanismus klemmt, BITTE!!!"

Starlight!

Sie ist eine Verräterin, sie wollte dich verkaufen..., lachte der kleiner Cyro auf seine linken Schulter hämisch, also lass sie ihrer gerechten Strafe zukommen!

Sie hat dich befreit, also rette nun sie!, mahnte der kleine Niben auf der anderen Schulter, und jedes Pony hat eine zweite Chance verdient!

Na schön..., entschied er selbst, dann wollen wir mal!

Ohne Mühe sprang er auf das Flugzeug, rief "Weg von der Scheibe!" und trat sie ein, packte seine Geliebte an den Flügeln, lud sie auf seine Hufe und spurtete los... wenige Augenblicke später explodierte erst der Tankwagen mit einem irren Schauspiel an Licht und Flammen, dann das Flugzeug.

Und mit ihnen ihre einzige Fluchtmöglichkeit...

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Luna hatte einiges an Überzeugungskunst aufwenden müssen um von den absperrenden Polizisten durch die Sperren gelassen zu werden und sich bis zu Silver durchzuschlagen, die nervös neben ihrem Chef Atlanas und der mobilen Dienstzentrale herumzappelte.

Der Ziegenkönigin brannte einfach eine Frage auf der Zunge, auch wenn die Polizistin vorhin gemeint hatte, dass es besser sei, nicht mehr mit ihr zu reden: "Silver, hast du Robert gesehen?"

"Nein, tut mir leid Luna... eigentlich merkwürdig, oder?"

"Allerdings...", übernahm ihr Vorgesetzter, "wobei ich mir denken kann, was mit ihm ist..."

"Und was?"

"Na ja, wie ich ihn kenne, schmollt er momentan und hat seinen Funkempfänger ausgeschaltet, da er diese Nacht, in der er mal ganz alleine sein darf, einfach nur seine Ruhe haben möchte... versteht Ihr, was ich meine?"

Luna schluckte und nickte stumm, wenngleich sie kurz vor den Tränen stand - Atlanas hatte sowas von Recht, sie machte sich einen schönen Abend bei Silver und Robert ließ sie nicht mal vor die Tür... das war nicht fair, und sie kam sich so mies vor.

Silver spürte das und legte ihr einen Huf um den Körper: "Luna, ich glaube, dass du Robert das nächste Mal vielleicht nicht gleich einsperren solltest, nur wenn du... ja? - Ich meine, wir beide haben ja auch... du weißt schon, und sieh das doch nicht so eng, auch dein Kerl braucht mal seinen Spaß..."

"Aber... aber doch nicht mit anderen Stuten...", schniefte ihre beste Freundin betrübt und setzte sich im geöffneten Einsatzwagen an den Rand der Schiebetür, "ich... ich will... doch nicht, dass er... ich ihm nicht mehr wichtig bin..."

"Ach komm schon, ihr habt geheiratet, und solange ich Robert kenne ist er geil auf dich, egal welches Wetter draußen ist, ob Krieg oder Frieden herrscht... ihr hattet doch immer viel Vergnügen zusammen, und das wird er sich nicht entgehen lassen..."

"Ja... stimmt... aber..."

"Da gibts kein Aber!", stellte Atlanas klar, "er liebt Euch, und dabei wird´s bleiben - ich liebe zwei Stuten, und selbst das geht... also macht Euch keinen Kopp und... genau, sagt Ihm, wie gerne Ihr ihn habt und wie leid es Eucht tut, dass ihr ihn so behandelt habt, und gebt ihm einen ehrlichen Kuss - das wird er akzeptieren und nicht mehr beleidigt sein, da bin ich mir ganz sicher!"

"Meinst... meinst du wirklich, Atlanas?"

"Ich bitte Euch, wir sind beste Freunde!"

"Ja, stimmt... und je eher, desto besser... oder braucht ihr mich hier?"

"Wohl eher nicht, und ich bin um ehrlich gesagt zu sein sehr dankbar, wenn du den Einsatzbereich jetzt auch verlassen und nach Down Under zu Robert zurückkehren würdest, liebste Luna... das bin ich dir schuldig."

"Danke Silver...", lächelte Luna schon etwas heiterer und gab ihrer Freundin einen Kuss, "na dann... wir sehen uns!"

"Wenn wir das hier überstehen schon..."

"Das schaffst du, ich glaube an dich... und träume von dir..."

"Und ich von dir..."

Die Polizistin sah der Ziegenkönigin noch lange nach, bis sich ihre Mähne in all den Uniformen und Ponys verloren hatte... und Atlanas sie anstupste: "Silver, gleich wird es ernst, er hat die Brücke fast erreicht!"

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D-Ice stand schweigend vor dem Wrack des Nurflüglers und der Leichen seiner Handlanger, denen es offensichtlich nicht gelungen war, den entkommenen Ziegenkönig zu stoppen... und es gab nur eine, die seine Zelle zerstört haben könnte: Starlight!

"Bei Nightmare Moon schwöre ich dieser kleinen Hure, dass ich sie leiden lasse, bis sie eins mit dem Schmerz geworden ist, den sie verdient!"

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Die kleine Hure dackelte derweil erwartungsvoll Robert hinterher, der nach dem kleinen Desaster auf dem Flughafen und ihrer Rettung eine neue Idee zur Flucht aus Hollow Shades gekommen war... und so bekloppt das klang, aber Aufgeben war nicht mehr drin, komme was wolle... die anderen Batponys mussten längst Bescheid wissen, und D-Ice war erbarmungslos, was Verräter anging... also blieben Flucht oder Harakiri.

Zweiteres war zu schmerzhaft, wenn auch einfacher... aber wann ist eine gute Beziehung schonmal einfach?

Also hinterfragte sie sie ebenso wenig wie die Idee ihres Liebhabers, der anscheinend zurück zum Bahnhof wollte...

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Frank Gorleben hatte eigentlich niemand "eingeladen", um dem Juggernaut ein Loch in den Helm zu sprengen, aber was ein echter Blauer Büchsenöffner ist, lässt sich nicht von Unwissenheit oder Schweigsamkeit anderer abhalten - so hatten er, Celia Willitsch und zwei andere für diese Nacht unheimlich nüchterne Ziegenböcke des Sprengkommandos beschlossen, ihre Truppen im Kampf gegen den schwergepanzerten Feind zu unterstützen, ob´s denen passte oder nicht, man selbst blieb doch nicht in der Kaserne und langweilte sich!

Dank zwei Kästen Bier und einer Flasche Cherry für die Minderjährige war es den Knalltüten gelungen, den Mittelteil der Hängebrücke von unten mit Haftbomben zu spicken - da sollte der Juggernaut erstmal rüberkommen!

Und da alles so schön geklappt hatte ging die Sauferei gleich weiter...

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Rising Starlight wartete ungeduldig auf Robert, der vor einer knappen Viertelstunde mit dem Versprechen "Bin sofort wieder da, ich kümmer mich nur kurz um watt..." abgezischt war und sie noch schnell zu einer kleinen Rangierdiesellok befehligt hatte, wo sie auf ihn warten sollte...

Endlich nahte er, kletterte ohne ein Wort zu verlieren in den Führerstand und schmiss den Motor an, legte einen Gang ein und... kam wieder heraus, schubste sie dabei noch eiskalt von der Leiter und glitt in die Dunkelheit der Nacht... sag mal gings noch?!

Sie hatte Mühe ihm zu folgen, und als er endlich vor einem Gebäude stehen blieb, packte sie ihn am Huf und zischte wütend: "Sag mal, was sollte das eben, und was soll das hier überhaupt werden?!"

"Lass dich überraschen!", grinste er und deutete auf das Schloss, welches die Tür des Schuppens verschloss, "sodella, und jetzt noch des auf und..."

"Lass mich mal ran, ich kann das besser als du!"

Uh, tatsächlich..., fand Robert anerkennend, als es wenige Sekunden später "Klack!" machte und der Riegel aufsprang, die kann ja so einiges, die Gute... mal gespannt was sie noch so drauf hat...

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Der Juggernaut war der Brücke nun gefährlich nahe, und die Ziegensoldaten harrten gespannt auf den Angriffsbefehl.

Eine ungute Stille lag über ihren Köpfen, wenngleich auch ihr Gegner mit Kugeln um sich spie und ein Polizeiauto nach dem anderen demolierte... warum schienen ihn seine Angreifer so wenig zu interessieren?, fragte sich Atlanas wieder, als plötzlich Lyra neben ihm fast die Krise bekam: "HEY, DAS DARF DOCH JETZT NICHT WAHR SEIN!!!"

Ihr zorniger Blick lag auf einem kleinen Trüppchen Ziegen, welches in seiner Mitte vier Gestalten mit sich führte, die kaum noch geradeaus gehen konnten...

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D-Ice und seine Leute vernahmen das Rattern der Diesellok schon von Weitem, als sie den Spuren des flüchtigen Ziegenkönigs und der Verräterin Starlight folgten... wie die Wonderbolts stießen sie als Formation von oben zu und enterten das Gefährt.

Doch die Lok war leer!

"Was zum...?!", empörte sich der Anführer, als aus dem Lokschuppen hinter ihnen eine Dampflok durch das Hallentor gebrettert kam und mit Volldampf in den Bahnhof schoss.

"HALTET DIE LOK AUF!!!"

Das dachte sich der Stellwerker im Stellwerk Ho auch, eine wildgewordene Lokomotive musste sofort gestoppt werden! - Die Weichen 57 a/b und 61 mussten umgestellt werden, die Hebel dazu riss er herum und... ES FUNKTIONIERTE NICHT!!!

Auch sämtliche Signale verweigerten ihren Dienst, und er konnte nur tatenlos zusehen, wie die Dampflok der Baureihe 52 mit Karacho über die für sie in geradezu perfekter Position stehende Weichenstraße donnerte und Hollow Shades gen Nord-Westen verließ.

Vor seinem Häuschen stehend wusste er auch, warum sich nichts hatte stellen lassen - jemand hatte die Drahtzüge sauber durchtrennt!

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"Hier Eross, wir sind auf Position!"

"Endlich! - Macht eure Raketen scharf und erledigt den Juggernaut!"

"Gut... Countdown läuft... noch dreißig Sekunden..."

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CSD BR 555 (BR 52).jpg

Auf der Strecke zog Robert die 52er auf 80 km/h hoch, kontrollierte Wasserstand- und Dampfdruck und warf zwei Schaufeln Kohle in die Feuerbüchse... seine Liebhaberin war sich unschlüssig darüber, ob sie gerade träumte oder ihre Flucht doch gelungen war.

"Robert... haben wir es wirklich geschafft?"

Er wandte sich zu ihr um und stützte sich auf der Heizerschaufel ab: "Ich würde erst von Sicherheit sprechen, wenn wir die Neighagra-Falls passiert haben... man kann ja leider keinem Batpony trauen, das durfte ich ja vorhin feststellen!"

"Mir auch nicht?"

"Süße...", er kam zu ihr, drückte sie an die Außenwand des Führerhauses und hauchte ihr ins Ohr, "auch dir nicht..."

"Naw, du böser Hengst... du..."

... und da hatte der böse Hengst ihren linken Vorderhuf mit einem Paar Hufschellen an eine der Griffstangen gefesselt...

"... HEY!!!"

"Ich sachte doch, dass ich keinem Batpony mehr über den Weg traue, und damit bist auch du gemeint..."

"DAS IST NICHT FAIR, ICH HABE DICH BEFREIT!!!"

"Und mich verraten... und sieh´s mal so... du hast mich an eine Horde blutrünstiger Batponys verkauft, die mich am liebsten austrinken wollten... das ist indirekte Beihilfe zum Mord, und darauf steht Gefängnis, wenn nicht die Todesstrafe, aber so böse bin ich nicht... und der eine Huf dürfte dich doch nicht stören, du kannst dich sogar auf meinen Platz setzen, ich stehe eh lieber..."

"NA DANKE DU ARSCH, JETZT BIST DU ZU WEIT GEGANGEN!!!"

"So sieht´s aus... nix gegen dich, aber vor deinen Zähnen habe ich Respekt... oder nimm´s als Kompliment!"

"Oh wie ich dich hasse Kerl!", fauchte die Batponystute wütend, "wenn ich loskomme werde ich...!"

Metall traf Metall und Schüsse hallten laut bis zu ihnen vor - ein Blick seitens Robert genügte und er ahnte, dass ihre Flucht sich soeben sehr verkompliziert hatte... von hinten donnerte eine hochmoderne Traxx-Diesellok an sie heran - Höchstgeschwindigkeit 160 km/h und voller angriffslustiger Batponys!

Na ganz große Klasse... und wie sollte er jetzt Starlight erklären, dass er für die Huffesseln keinen Schlüssel besaß? ... es blieb nur noch eins: Improvisieren!

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Der Juggernaut hatte mittlerweile die Mitte der Brücke erreicht und realisierte, dass sein Amoklauf nun zuende sein würde - vor ihm die Ziegenarmee und über ihm das Brummen einer Drohne... zum Umkehren war es längst zu spät... und sich Ergeben?

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"Starlight, wir ham Gesellschaft... watt nu?"

"Tja, du bist der Kerl, du kümmerst dich gefälligst drum oder rückst den Schlüssel raus, damit ich von dieser scheiß Lok loskomme!"

"Öhm... nee, lieber nich... ich... ich schaff das schon!"

"Ohne Waffen?!"

"... also ne Schaufel habe ich!"

"Na ganz toll!"

"Vertrau mir nur, ich..."

"... ich vertraue keinem Equestriahengst mehr..."

"... dann haben wir ja watt gemeinsam!", kicherte Robert amüsiert und kletterte auf den Wannentender der Lok, "also bis gleich!"

Na ganz toll..., dachte seine Liebhaberin sauer, bin ich froh, dass ich kein Kerl ohne Sinn und Verstand bin!

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"Captain Ryder, wir haben Gorleben und drei seiner Leute soeben im Bereich der unteren Widerlager aufgegriffen - raten Sie mal wobei..."

"ICH KANN´S MIR SCHON DENKEN, ABER WAS SOLL DIESER SCHEIß?!?! - GORLEBEN, DAFÜR VERLANGE ICH EINE ERKLÄRUNG VON IHNEN!!!"

"Sssüße, jetzzz enssspang dichhh malll...", lallte der Oberbüchsenöffner und konnte froh sein, dass sich Lyra soweit beherrschte und keinen Besoffenen verprügelte, "wir ham dochhh nur... euchhh helfn wolln..."

"SCHÖNE HILFE EUCH KURZ VOR DEM ANGRIFF ZU BESAUFEN, DAS BRINGTS TOTAL!!!"

"Ham... ham´mer ja nich nur...", grinste Celia Willitsch frech und zog einen kleinen Empfänger aus ihrer Umhängetasche, "watt glaubsss du ham´mir da unten jemachhht... zzzeichhh ichhh euchhh jetz..."

Ehe irgendjemand hätte in irgendeiner Weise reagieren können drückte die junge Ziege auf den Knopf und machte die Bomben schwarf - und vor den Augen aller, die irre gespannt auf den Einschlag der Preditorrakete warteten, flog die Brücke mitsamt dem Juggernaut und dem südlichen Pfeiler in die Luft und stürzte in die Fluten des Unicorn Rivers... Lyra, Atlanas und Silver sahen fassungslos zu, wie ihr unheimlicher Gegner in den Fluten versank und nicht wieder auftauchte.

Sie hatten ihn besiegt! ... wenn auch vielleicht ein kleines bisschen anders als geplant...

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Der Kohlekasten gab ihm Deckung, aber ohne ein Gewehr oder wenigstens eine Pistole war es ein glattes Ding der Unmöglichkeit ihre Verfolger auch nur minimal zu ärger, auf der Diesellok hinter ihnen waren mindestens drei schwere Sturmgewehre, mehrere leichte und etliche blutrünstige Batponys... verdammt, was nun?!

Zwei von ihnen konnten offenbar nicht abwarten und sprangen auf die Dampflok - dem ersten schlug er die Schaufel gegen die Rübe, Nummer zwei durfte seine Rechte küssen und stürzte schreiend vom Tender und dem Bahndamm hinunter... schon waren die nächsten drei ran und griffen an, heilige Arriva nocheinmal!

Ihre gebleckten Zähne und die Schlangenzungen brachten den Ziegenkönig nicht ansatzweise aus der Ruhe, auch die sehr dumme Angriffstaktik der drei machte sie zu leichten Zeilen, sodass D-Ice wütend zusehen musste, wie Robert einen nach dem anderen vom Zug fegte.

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Die Nighthawk landete neben den bedröppelten Ziegen, deren Befehlshaberin und den verbliebenen Polizisten, Eross kletterte heraus und sah seine Freunde Atlanas und Silver schief an: "Habe ich die Preditor jetzt eigentlich versenkt?"

"Scheint mal so... und wenn nicht hat ihn die Explosion und der Einsturz der Brücke erledigt... dank der Blauen Büchsenöffnern, diesen Oberpappnasen!", merkte Captain Ryder sarkastisch an, "ach ja, und von meinen Leuten haben auch noch nen paar draufgehalten - der is hundertpro wech, und wenn´s gleich hell wird lass ich mal die Taucher los, dann haben wir absolute Gewissheit..."

"Ist eigentlich nicht mehr nötig, unter Wasser kann schließlich keiner atmen... nicht mal ein Juggernaut - lasst uns von hier verschwinden und Celestia Meldung erstatten... es gibt eh nix mehr zu tun..."

"Schon recht...", brummte Eross, "na denn... wir machen uns auf den Rückweg nach Oblivion, ok?"

"Macht das... und ich verschwinde auch nach Hause - meine Stuten warten sicher schon!", freute sich sein müder blauer Freund, "auch... wenn ich eigentlich nur noch ins Bett möchte..."

"Ich auch...", nickte Silver platt, "na ja... alleine schlafen..."

"Och, das tut mir so leid wegen deines Abends mit Luna, aber... ja, sorry."

"Hm, danke... na denn, bis bald..."

"Jo, man sieht sich..."

Und Silver machte sich müde auf den Heimweg... die Nacht war echt für´n Arsch gewesen... shit...

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"Boss, sollen wir nicht doch...?"

"NEIN, IHR SCHIEßT NICHT, AUßER AUF DIE LEITUNGEN DER LOK VIELLEICHT, ABER DIE BEIDEN GEHÖREN MIR, DENEN WERDET IHR KEIN HAAR KRÜMMEN, HAST DU DAS VERSTANDEN?!?!"

"Ist klar Boss..."

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Captain Ryder beaufsichtigte noch die Sicherungsarbeiten an der zerstörten Brücke und wartete auf das Morgengrauen, um endlich mit dem Tauchgang loslegen zu dürfen... die anderen waren schon alle weg, und sie selbst saß auf der kleinen Mauer zum Fluss hin, hatte die Hufe überschlagen und putzte ihre AK... die Waffe, die einst ihrem Ryder gehört hatte...

Sie wurde ein wenig melancholisch, aber nicht traurig... das Training half... und statt Tränen zu vergießen spiegelte sich in den dunklen Fluten vor ihr ein helles Bild ihres Geliebten...

Das Leben ist zwar mist, aber man muss das Beste draus machen..., lächelte sie still vor sich hin, ja, und wenn es für einen Moment mal gut war, dann sind wir eins... mein Ryder und ich...

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Gespannt wartete Robert auf die nächste Welle Angreifer, doch bislang herrschte Stille zwischen dem monotonen Schnaufen der Dampflok - wo blieben die denn?!

Ein Schlag in die Seite ließ ihn taumeln, ein zweiter warf ihn zu Boden - fuck, die waren von der Seite gekommen!

Ein ziemlich großes Exemplar sprang auf ihn und drückte ihn auf das Führerhausdach, wetzte seine messerscharfen Zähne und spie ihm Speichel entgegen, und egal wie sich der Ziegenkönig wehrte, er bekam den Angreifer nicht von sich herunter.

Starlight unter ihm hatte ein ähnliches Problem, welches sie dank des Schürhakens relativ schnell und effizient erledigt hatte und sogar an ein Sturmgewehr gekommen war... nur half ihr das nicht viel, na ja, die neuen Angreifer konnte sie vom Tender schießen, aber der, der Robert schwer zu schaffen machte lag genau über ihr, und diese verdammte Huffessel ging nicht ab!

"Starlight, Öl!", schrie es jetzt von oben, "ÖL!!!"

"Öl?! Was für Öl?!"

"Diese Lok... hat... eine Ölzusatzfeuerung!"

"Wie bitte?!"

"Dreh einfach... da ist ein Rad, wo groß "Ölzufuhr" dran steht - dreh das voll auf!"

Ohne weiter nachzufragen versuchte sie es zu erreichen, was ihr nur dank des Schürhakens gelang, riss es auf und - eine gigantische Flamme schoss aus dem Schornstein der Lok, über den Stahlkoloss hinweg und versenkte Roberts Widersacher so schwer das Fell, dass er innerlich verbrannte... auch die anderen sich noch auf dem Tender verschanzenden Batponys röstete die Feuerwalze, traf frontal die verfolgende Diesellok und brach durch ihre Frontscheibe - auch hier tötete sie etliche...

Und Robert hangelte sich zurück zu seiner Liebhaberin und grinste: "So ein Feuerball, Junge!"

Darüber musste sogar sie lachen...

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Lola kam mit umgehängter Sniper zu ihrer Adoptivmutter und sah ihr eine Weile leise zu, bevor sie sich neben sie schob und sich an das Einhorn kuschelte: "Mum... denkst du wieder an ihn?"

"Mhmmm... hach, er war so ein Guter... du hättest ihn bestimmt gerne als Vater gehabt..."

"Einen Gangster?", lachte Lola laut auf, "meinst du wirklich? - Ich stehe lieber auf Seiten des Gesetzes!"

"Er hätte sich bestimmt geändert... na ja, es ist nicht mehr zu ändern, und ich bin immer weniger traurig... Angels Rat hilft gut..."

"Und meinst du nicht, dass mal nen neuer Kerl im Haus drin wäre?"

"Lola, was habe ich dir zu diesem Thema ges... hm, tja, warum eigentlich nicht? Vielleicht habt ihr ja recht und ich vereinsame ohne Hengst... dennoch habe ich dich - und du würdest wollen, dass ich... mich binde?"

"Du musst ihn ja nicht gleich heiraten, aber es gibt bestimmt ne Menge Pappnasen, die zu gerne mal mit dir gehen würden... wie weit du dabei gehen willst musst du selbst entscheiden, das mache ich auch immer..."

"Über deine Bettgeschichten reden wir ein anderer Mal, junge Dame!", drohte ihre Mutter mit dem rechten Huf, erhob sich von der Mauer, schnallte sich die AK-47 auf den Rücken und nahm Lola beim Huf, "na komm, lass uns nach Hause fahren, die Nacht war kurz genug..."

Und glücklich darüber endlich eine echte Familie gefunden zu haben trabte die junge Stute mit Captain Ryder gen Down Under.

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Rising Starlight hatte sich mit ihrem gefesselten Huf mittlerweile abgefunden - einer musste ja schließlich die Dampflok überwachen, und Robert konnte gerne kämpfen... für sie selbst war das zwar kein Problem, aber von ihrem Boss hatte sie Respekt... seine messerscharfen Zähne und seine Größe waren Faktoren, denen sie keine Herrin werden konnte, er hatte die Kraft um sie in der Luft zu zerreißen... sie hoffte inständig, dass Robert mehr Erfolg haben würden.

Und unbemerkt zog rechts von ihr das erste Formvorsignal des Abzweigs Neighagra-Falls vorbei...

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Noch vier verbliebene Gegner!, freute sich der Ziegenkönig zur gleichen Zeit und blockte einen von ihnen mit der Schaufel ab, das packst du locker, mach sie feddisch!

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D-Ice persönlich griff noch nicht in das Kampfgeschehen ein, er würde warten bis das Alihorn müde war und ihm dann seine Zähne in die Kehle rammen, so wie dieser verdammte Ziegenkönig es verdient hatte!

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Der wich gerade einem bläulichen Batpony aus und rammte ihm das Schaufelblatt in den Rücken, machte einen Satz nach vorne, duckte sich unter einem Hieb eines Dolches hinweg und stach sein Horn in die Rippen des Trägers.

Beide Gegner waren kampfunfähig, der letzte neben D-Ice noch stehende wagte keinen Angriff mehr, sodass ihn sein Boss packte und auf Robert zu schleuderte, welcher gelangweilt ausholte und dem Hengst die Schaufel seitlich ins Gesicht donnerte.

Im Schutz dieses Manövers griff nun der Boss an und warf seinen Kontrahenten zu Boden, der seine Waffe verlor und sich den Gegner nur mit größter Mühe vom Hals halten konnte.

"ICH WERDE DICH AUSSAUGEN, SO WIE ICH ES SCHON IMMER HÄTTE MACHEN SOLLEN!!!", spie er aggressiv und sein Speichel bedeckte das Gesicht des Ziegenkönigs, "NA KOMM SCHON, GIB AUF, DANN WIRD ES WENIGER SCHMERZHAFT FÜR DICH!!!"

"Leck mich!", grinste Robert plötzlich merkwürdig entschlossen, bekam einen seiner Vorderhufe frei und drosch ihn D-Ice ins Gesicht, der Batponyhengst taumelte heulend zurück, noch einen Huf hagelte es auf seine Nase, ehe sich der Ziegenkönig die Schaufel schnappte und damit auf ihn zustürmte.

Schnell genug fing er sich und wich dem Werkzeug aus, brachte den Ziegenkönig ein zweites Mal zu Fall und kickte das Heizerwerkzeug von der Diesellok.

"JETZT BIST DU DRAN, UND DIESES MAL WERDE ICH DEINE SCHMERZEN INS UNENDLICHE AUSWEITEN, BEVOR ICH MIR DIE SCHLAMPE VON STARLIGHT VORNEHME!!!"

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Panisch versuchte Robert etwas mit Magie zu fassen zu kriegen, was eine gute Waffe abgab... zusätzlich noch den messerscharfen Zähnen des auf ihm liegenden Batponys auszuweichen erwies sich als Ding der beinahen Unmöglichkeit - bis...

Eine ganze Formvorsignalscheibe riss er aus ihren Schrauben und schmetterte sie D-Ice auf sich auf den Kopf - mit Erfolg, sein Gegner verlor die Kontrolle über sich und wurde vom Fahrtwind bis ans andere Ende der Diesellok mitgerissen, wo er eines der Typhorne zu fassen bekam und sich daran wieder auf die Lok zog.

"ES IST NOCH NICHT VORBEI, ICH WERDE EUCH KRIEGEN, UND WENN ES DAS LETZTE IST, WAS ICH TUE!!!", brüllte er wütend gegen den Fahrtwind an, "UND DANN BRINGE ICH EUCH UND EURE FAMILIE UM, ZIEGENKÖNIG!!!"

"Kannste ja gerne versuchen...", kam es erstaunlich gelassen zurück und D-Ice bemerkte ein Sturmgewehr in seinen Hufen - aber ohne Magazin!

"MIT EINER WAFFE OHNE MAGAZIN WILLST DU MICH AUFHALTEN?!?!"

"Nö, aber der Lok!"

Er kapierte zu spät, was die wahre Bedeutung dieser Worte waren, weil Robert seine Waffe hob und in den großen Dachlüfter mit Ventilator rammte - es gab eine Mordsexplosion, als es das Rotorblatt aus seiner Verankerung fetzte, ins Innere der Lok riss und dort neben den Zuleitungen zum Motor auch den Dieseltank aufschlitzte und das Gemisch in einem noch gewaltigeren Feuerball als die Stichflamme aus dem Ölbrenner detonierte und die Traxx-Diesellok in tausend Stücke riss.

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Rising Starlight fiel vor Schreck vom Klappsitz auf ihren Hintern, also die Dampflok begleitet von einem riesigen Feuerball einen Satz nach vorne machte und fast aus der Doppelkreuzweiche des Abzweigs Neighagra Falls II flog - heilige Nightmare Moon hatte das geknallt!

ROBERT!!!, überflutete Adrenalin kochend heiß ihren Körper, nein, das... das durfte nicht wahr sein!

Mit aller Kraft versuchte sie sich loszureißen, es gelang nicht... weinend sank die Batponystute jämmerlich an die Griffstange gefesselt auf den dreckigen Holzboden und wollte nicht wahrhaben, dass der Hengst, der ihr einen Abend wie noch keinen beschert, sie gerettet und aus den Fängen Hollow Shades befreit hatte, einfach... tot war.

"Robert...", schluchzte sie, "bitte... sei nicht... tot... komm zurück... und... sei so... wie immer..."

Sie hielt inne, weil sie eine Bewegung wahr genommen hatte... nein, nur ein paar Stücken Kohle, die aus dem Tender gepurzelt waren...

BROCH!!!

Ein riesiger Batzen Kohle kam aus dem geöffneten Tender geschossen und breitete sich vor ihr aus... doch nicht alles an ihm war Kohle...

"ROBERT!!!"

"Aua...", machte der bloß und rieb sich die schmerzende Stirn, besah erst seine tiefschwarzen Hufe und dann Starlight, "oh fuck, das hat geknallt... alles... alles ok bei dir?"

"Oh Kerl, es könnte nicht besser sein!", jauchzte sie erleichtert und umschlang mit ihrem freien Huf seinen Hals, "du lebst - das ist die Hauptsache!"

"Das setze ich mir voraus...", grinste er wieder ganz der Alte und erhob sich schwerfällig, "und du - bist noch hier?"

"Ja, dank deiner Huffessel dankenderweise schon... hach ja, schade, ich wäre so gerne ein freies Batpony gewesen... unabhängig von den anderen, auf der wilden Suche nach Blut und frischen Hengsten..."

"Lass mich ma sehen...", meinte er, ließ etwas Magie um sein Horn knistern und öffnete der erstaunten Stute das Schloss, "so, denn genieße sie..."

"Ist... ist das wahr, du lässt mich frei? Einfach so?"

"Wie du mir, so ich dir... du hast mir den Hintern gerettet, und deiner soll nirgendwo verrotten... also nutze deine Chance und ich habe dich weder jemals gesehen noch kennen gelernt... dennoch werde ich dich nie vergessen kleine Starlight..."

"Oh Kerl, das... ist so... danke verdammt!", brach sie erneut in Tränen aus und küsste ihn ein letztes Mal zum Abschied, "pass bitte gut auf dich auf, und lass dich nicht von deiner Luna erwischen, hörst du?"

"Mache ich nicht, auch danke dir... du bist mehr als nur eine Nacht gewesen... ich werde dich für immer in meinem Herzen halten... und sollte dich ein Problem quälen, dann weißt du ja, wo du mich finden kannst, ne?"

"Ja... danke... ich werde dich ebenso wenig vergessen... mach´s gut!"

"Du auch!"

Und ehe Robert hatte ihr durch die Mähne streicheln können war Rising Starlight aus der Dampflok gezischt und im Dunkel der Nacht verschwunden.

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Sonea konnte kaum noch laufen, ihre Glieder waren schwer wie Blei... dazu die Eiseskälte des Wassers, die Wucht der Explosion neben ihr... sie wusste wie froh sie sein konnte, dass sie das Unterwasseratmen von ihrem Vater geerbt hatte... und dass Celia so besoffen wie immer gewesen war.

Den Anzug hatte sie im Keller gelassen und schob sich nun unendlich erschöpft langsam Schritt für Schritt die Stufen der Palasttreppe hinauf... bloß noch ins Bett und pennen, ich sterbe gleich...

In ihrem Zimmer angekommen krachte sie am Ende ihrer Kräfte völlig ausgelaugt in ihr großes Bett und war auf der Stelle eingenickt.

Das Knarzen des Palasttores von unten hörte sie schon nicht mehr...

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Robert war nicht minder platt und kam nur bis zum Sofa, auf das er sich der Länge nach schmiss und sofort eindöste... eine halbe Stunde später kam seine Luna nach Hause und entdeckte ihren schlafenden Ehemann, der nach seiner Ankunft in Down Under noch schnell einmal durch den Ziegenfluss geschwommen war und sich die Kohle aus dem Fell gewaschen hatte.

Auf Hufspitzen schlich sie zu ihm und küsste ihn sanft auf die Stirn: "Hey mein Großer, ich bin wieder zuhause!"

"Hallo Luna... ist schon Morgen?"

"Na ja, fast... du... es... es tut mir so leid, das heute Nacht, und ich... ich glaube, dass ich zu hart zu dir war... lass mich dir verzeihen, bitte!"

"Och klar Schätzchen...", lächelte er und erhob sich, küsste sie liebevoll und setzte hinzu: "... du bist doch meine Luna, über dich geht mir nichts..."

"Oh Robert, du..."

Aus ihrer sanften Umarmung wurde ein fester Klammergriff, ihre Augen verengten sich zu Schlitzen, in ihrem Gesicht begann es gefährlich zu zucken... ganz langsam und kurz vor dem Supergau quetschte sie mit dem letzten bisschen Haltung zwischen ihren zusammengebissenen Zähnen hervor:

"WAS - HAST - DU - DA - UM - DEINEN - HALS?!?!?!"

"Oh shit..."

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ENDE!!!

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P.S.: Der Epilog ist dieses Mal wirklich überflüssig... Robert wurde so derbst verdroschen, dass er einen Monat lang nicht mehr sitzen konnte, Sonea zog sich eine Erkältung zu und Rising Starlight fand ein nettes Plätzchen im Wald der ewigen Magie, wo sie sich niederließ... und des Nachts über die Wege und Straßen wachte...

Creepybloom.png
2nd screamer in luna game x by voltaradragoness-d6xgbhl.png
Die PonyPasta Roberts freier Abend wurde nach erfolgreicher Abstimmung der Community zur PonyPasta des Monats Dezember 2015 ernannt! Sie ist nun in der Hall of Fame neben anderen besonderen PonyPastas gelistet.

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