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Valar

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Tiefe Nacht.

Jedes Pony in Canterlot schlief schon und erneuerte seine Energie, um für den nächsten Arbeitstag fit und ausgeschlafen zu sein. Das mussten sie auch unbedingt, denn am nächsten Morgen würden die Ziegen eine prachtvolle Heerschau veranstalten, und sowas will ja schließlich niemand verpassen, oder? Denn jedermann sieht doch gern mal einen ganzen Haufen Panzer und Züge durch die Innenstadt fahren, ohne dass es mit dem totalen Krieg der Black-Ponys zu tun hat. Denn die waren in der letzten Zeit ja nicht gerade, sagen wir freundlich, zu den anderen Ponys und sind daher nicht mehr so gern gesehen.

Aber das ist auch egal, denn solange der Waffenstillstand anhält, kann ja nichts passieren. Außer natürlich, wenn Pryne einen seiner üblichen Größenwahnanfälle bekommt und seine armen Würstchen von Soldaten in einen nicht schaffbaren Krieg gegen vereinte Völker schickt. Und nur, damit er (wenn man überhaupt von Eroberungen sprechen kann) ein paar Parzellen Land dazubekommt, die ohnehin weiteren Rüstungsfabriken und Kasernen zum Opfer fallen würden. Darin würden (woher die auch kommen) weitere zehntausende Black-Ponys auf den (zum Glück) ehrenhaften Tod vorbereitet und ordentlich gedrillt werden.

Woher kommen die eigentlich? Betreiben die Black-Ponys Zwillingsforschung oder Massenhaltung? Wenn ja, frage ich mich: Warum braucht EINE Insel (auch wenn sie vergleichsweiserelativ groß ist) so ein gigantisches Heer, welches zur Hälfte nur aus halben Fohlen und Rekruten besteht? Sind sie paranoid und fürchten sich? Nein, dann würden sie ja niemanden angreifen, der Grund muss woanders liegen... vielleicht hält sich Pryne ja auch für einen mächtigen Feldherren und braucht deswegen natürlich auch eine Armee, die seinen Befehlen Folge leistet. Ja, das käme schon mehr in Frage, aber warum spielt da eigentlich die Bevölkerung mit? Ich meine, die müssen doch merken, dass in diesen Kriegen Abermillionen Soldaten sinnlos sterben, oder etwa nicht? Ich als Mutter würde meine Kinder nicht zur Armee geben, wenn ich wüsste, dass sie eh nur draufgehen würden... und vorallem auch nur für den Willen eines Imperators, der nur in seine Position hineingeboren wurde und vielleicht mal etwas erobert hat, aber ansonsten keine großen Erfolge aufweisen kann. Vielleicht hat er auch mal hohe "Feinde" ausgeschaltet, aber im Grunde ist er nur ein durchtriebenerer Verräter als Judas (der hat sich wenigstens noch das Leben genommen), der sich hinter seiner Armee und fortgeschrittener Technologie versteckt und versucht, eine Welt zu erobern. Aber wir haben ja schon gemerkt, dass ihm das zweimal (wohlgemerkt, zweimal) nicht gelungen ist und jedes andere Pony wohl aufgeben und sich die Kugel geben würde, weil es den Stress und den Hass von wütenden Protestanten nicht mehr ertragen kann.

Vielleicht wäre das ja auch schon lang passiert, wenn die Black-Ponys nicht so loyal gegenüber ihrem Anführer wären. Das ist wirklich eine Eigenschaft, die Pryne von seinem Volk nicht verdient hat. Er hätte es verdient, ins Exil verbannt oder als Volksmörder exekutiert zu werden, aber er behalt seinen Thron und seine Macht. Aber sei's drum, wenn er unbedingt Soldat spielen will, soll er das tun... aber nicht auf Kosten Equestrias oder seines eigenen Volkes, sondern auf seine eigenen Kosten. Er könnte zum Beispiel eine Art Simulation am Computer nutzen, die ihm dieselben Gefühle wie eine Schlacht gibt, jedoch ohne, dass jemand stirbt... ich meine klar, es ist nicht dasselbe, aber es würde keine armen Soldaten umbringen, die nichts für ihr auf gut deutsch gesagt BESCHISSSENES Schicksal können, aber trotzdem in schier endlosen Kriegen voller Bomben, Tod und Schmerz sterben. Man denke doch nur mal an die Anzahl von trauernden Familienmitgliedern, die einen Mann oder Sohn oder irgendjemanden, der ihnen nahe stand, verloren haben? Sind diese ganzen Ponys diese blöden Landstriche und Städte wert, denen Pryne militärisch hinterjagt, als wäre es Kokain und er ein Abhängiger?

Obwohl, er ist ja in gewisser Hinsicht süchtig. Nach Krieg, Waffen und Verderben gegenüber den andersrassigen Ponys, denen er allen am liebsten eine Ladung Zyklon-B verabreichen und in Öfen verbrennen würde. Aber ich glaube, er hat selbst sehr wenig Ahnung von der Vergangenheit in der Menschenwelt. Ansonsten hätte er sicher schon an Napoleon oder Hitler erkannt, dass Kriege wirklich zu nichts führen. Nun gut, vielleicht führen sie ja zu mehr Land oder (in früheren Zeiten jedenfalls) zu einem Haufen Kriegsgefangene, die versklavt werden und später noch in Gladiatorenkämpfen gegeneinander antreten müssten, um die Massen zu unterhalten.

Aber warum vergleiche ich Pryne eigentlich mit dem Römischen Reich oder mit einem Mann, durch dessen Hand allein 6 Millionen Juden ihr Ende fanden und er es nur mit Worten (mehr oder weniger) schaffte, ganz Deutschland unter seine blutigen Klauen zu scharen? Pryne ist keiner dieser Menschen, denn eigentlich verfügt er über keine wirkliche Erfahrung im Kampf oder Organisieren. Das machen ja alles seine Offiziere für ihn, die sich in ihm einen Führer für das große Volk erhoffen, der sie zu Glück und Wohlstand führen wird. Leider gehen ihre Illusionen und falschen Vorstellungen meistens schon auf dem Schlachtfeld flöten, wenn ihnen schon mindestens dreißig Kugeln durch den Kopf fliegen und sie schon gar nicht mehr einsehen können, für was für einen Deppen sie da gekämpft haben.

Und wegen diesen genannten Dingen würde ich sagen, dass man Pryne in seiner Handelsweise am besten mit dem koreanischen Diktator Kim-Jong Un vergleichen kann. Denn beide sind adlig geborene hochnäsige Tropfen Scheiße, die versuchen mit Drohungen und auch mit Krieg ihren Größenwahn zu befriedigen, wobei dann jedoch nur viele tote Männer und ein hungerndes Volk zurückbleiben.

Als Zusammenfassung würde ich daher sagen, dass Pryne ein fünffach-vergewaltigt-gehörtes Arschloch ist, der nichts kann als sich hinter seinen Truppen zu verstecken und von da aus dann den Dicken raushängen lässt, jedoch selbst nur ein mickriger Wurm ist, der von seinem geistigen Schöpfer viel zu viele Soldaten in den Arsch gesteckt kriegt und daher nur ein Stück verottetes Fleisch in einer Zombieapokalypse ist! Und das ist die unzensierte Wahrheit!

- Lordkanzler Valar, Propagandaredner vor dem Senat

- Flatinka, der Sprecher der Wahrheit

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