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WWZ: Kapitel 10 - Berlin und Heimkehr (Berlin and Return Home)

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Der 8. Mai 1945.

Oh ja, wir werden ihn lange in Erinnerung behalten... der Victoy Day. Von der Schlacht um Berlin hatten ja sogar wir gehört, und da tatsächlich noch ein Teil der Radar- und Funkanlage funktionierte verfolgten wir alles live mit. Auch Fernsehen war möglich, und so sahen wir die Bilder aus Berlin... überall russische Flaggen, strahlende Gesichter, und keine unserer Jungs! "Das ist doch Kabelsalat!", beschwerte sich Paul, "da bleiben wir hier einfach dumm hocken auf diesem Gipfel und unsere Verbündeten räumen Berlin alleine aus!"

"Glaubst du ernsthaft ich möchte da nicht hin?", grinste Robert, "aber mehr als mein Bestes kann ich auch nicht tun... na mal sehen..." Das hörten wir alle, aber keiner fragte, und gut war es - ich meine, wir hatten doch eigentlich alles, was wir uns wünschen konnten, Essen, Kleidung, einen guten Ausblick, und diese Ruhe... und noch viel mehr als das, denn wir lebten.

Und der Krieg war vorbei.

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Drei Tage später

"Ziegen, ich habe eine Mitteilung für euch: In einer halben Stunde seid ihr abmarschbereit am Bahnhof, wir fahren mit dem Zug!"

"Und wohin?"

"Das wüsste ich selber gerne."

Na wenn das mal keine Überraschung war!

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Wir fuhren durch den Harz, mit einer wunderschönen Schmalspurbahn, bis in einen Ort, in dem wir die Nacht verbrachten - Wernigerode. Die Stadt hatte vom Krieg wenig abbekommen und die Leute waren nett und für uns da - na ja, wie gesagt, es ging bald weiter und wir erreichten einen provisorischen Flugplatz, auf dem eine Douglas wartete.

Auf uns wartete.

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"Wie jetzt, wir fliegen nach Berlin?!", konnte es selbst Robert nicht glauben, aber der General lachte nur: "Jungs, wenn es eine Brigade gibt, die in diesem Krieg von sich hören lassen hat, dann ihr, und das mehr als ihr glauben mögt! Stalin wünscht genau euch und keine anderen, er möchte einfach mal ein paar waschechte Amerikaner bei sich in Berlin, zumal es auch bald eine Konferenz der vier Präsidenten geben soll - mit Ihnen als Personenschutz!"

"Da... Wahnsinn, tausend Dank Ihnen General!"

"James für Sie, angenehm."

"Robert für Sie, James!"

"Ich wünsche guten Flug!"

"Und ich Ihnen gute Reise!"

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"Wir fliegen!" Und das stellte Tom fest als wir schon fast am Ziel waren - nur... hatte Robert natürlich nicht vor in Tempelhof zu landen, sondern direkt über dem Reichstag abzuspringen und ein letztes Mal in Formation zu landen - wo war keine Frage!

Und so...

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"Drei bereit!"

"Zwei bereit!"

"Eins bereits! Los, los, los, los!"

Und Sprung, freier Fall, Schirm auf, gleiten - und och nee, die hatten uns Fallschirme in Färbung der US-Flagge eingepackt! Für die Sowjets muss es skurril gewesen sein, uns landen zu sehen, und dazu... natürlich ganz oben auf dem Brandenburger Tor, ja was dachtet ihr denn!

Und ein Fotograf schoss dieses Bild - es sollte um die Welt gehen.

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"Ahhh, Tawarischki von Unkel Sam!", begrüßte uns kurz darauf ein Russe ohne viele Zähne und führte uns erstmal etwas herum, bis irgendwann auch die Delegation eintraf, die uns am Flughafen hätte abholen sollen, und es gab halt hier das große Hallo (inklusive etwas Wodka für jeden), bis man uns etwas durch die zerbombte Stadt fuhr und in einem sehr netten noch intakten Hotel mit anderen russischen Offizieren unterbrachte. Die Stimmung war erstklassig, was nicht nur am Alkohol lag, und Robert zockte Karten - das Gejohle wurde immer ausgelassener und er gewann tatsächlich die Waffe eines Mitspielers, die er im Hinterhof erstmal an ein paar unschuldigen Flaschen ausprobierte: "Da leck mich doch ist das ne geile MP!"

"So gut wie die Tommy?"

"Ich würde fast schon behaupten besser - PPsh-41, die kriegste einfach nich kaputt!"

"Na, solange das nicht die neue Liebe deines Lebens wird..."

"So wie deine Ameli?"

Ich schluckte, verdammt, er hatte ja recht, und ich sie völlig vergessen! "Wir müssen sie bald holen, hierher... oder nach Hause!"

"Sicher... ist unser Zuhause nicht fast schon hier?"

"Du machst wohl Witze! Nee, Down Under ist und bleibt meine Heimat, hier in dieser Trümmerwüste hält mich wenig, nur du und die anderen!"

"Na denn bin ich aber beruhigt...", das Magazin war alle, "oh schade - na ja, noch eine Runde drinnen?"

"Klar doch!"

Bester Laune verschwanden wir wieder in der Bar.

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Die Tage vergingen wie im Flug, und längst war eine Dampflok der Baureihe 03 samt aufgeladenem Supertiger am Anhalter Bahnhof eingetroffen - die Potsdammer Konferenz fand vom 17. Juli bis 2. August statt, und wir waren live dabei. Robert lernte viel, und vor allem das nötige Misstrauen - Stalin, von dem er anfangs noch viel gehalten hatte, verlor rasch sein Ansehen, auch andere bestätigten das... was er auch immer vorhatte, es klang gar nicht gut, und Truman war zu grün hinter den Ohren, um dieses Spiel zu durchschauen... na ja, es war nicht unser Problem.

Und einen Tag bevor es nach Hause ging machte mein König jedem unserer Jungs das Angebot ihres Lebens... und keiner lehnte ab.

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Ein letztes Mal blickten wir auf diese Stadt zurück, diese Stadt, die den Krieg entschieden hatte... und wo es zuende gegangen war. Wir wussten, was uns noch erwarten würde... nein, wir hatten nicht die geringste Vorstellung davon.

Wir hatten noch ein Ziel, und dieses Ziel war in Canterlot. Aber ein andermal.

Unsere Brüder wollten wir bald nachholen, und so marschierten wir die Straße entlang, bis zu einem kleinen Hügel, auf dem man uns nicht mehr sehen konnte, und setzten uns ins Gras: "Wie fandest du die Zeit hier?"

"Ein Jahr ist lang... und doch ist es so schnell vorbei gegangen... Dover hätte gestern sein können!"

"Die Zeit mag schnell vorbei gegangen sein, aber wir sind nicht mit ihr gegangen... wir haben uns verändert."

"Das denke ich auch."

"Wir sind Brüder geworden."

"Ja, wir alle."

Ein letzter Gruß, ein letzter Blick in die Ferne, dann kehrten wir heim.

---

ENDE

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