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WWZ: Kapitel 2 - D-Day

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Deckung, KRIEEECH!!!

Panzerschild.png
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Die folgende Ponypasta enthält Abschnitte mit kriegerischen Auseinandersetzungen, massiver Gewalt und viel Blut; lies sie dir also nur durch, wenn du dir der Inhalte bewusst bist und nicht gleich in Ohnmacht fällst, wenn du dir das Knie aufschlägst!

WWZ: Kapitel 2 - D-Day ist mehrteilig! Der vorherige Teil der Reihe ist WWZ: Kapitel 1 - Die Fallschirmspringer von Dover (Dover Paracuters), und der nächste Teil der Reihe ist WWZ: Kapitel 3 - Durch die Normandie (Normandy's Run).

Es war schon später Nachmittag, als unser Zug in den kleinen Bahnhof von Woolsthorpe nahe Grantham rumpelte und mit quietschenden Bremsen zum Stehen kam. Vier LKWs erwarteten uns bereits und brachten uns die letzten paar Kilometer bis nach Twyford Wood, einem Waldgebiet, in dem unser Abflughafen, RAF North Witham, lag. Schon von Weitem erspähten wir unzählige Flugzeuge, streng bewacht von Flaks und umgeben von einer gewaltigen Zeltstadt, in der sich Amerikaner und Briten tummelten.

Die Laster stoppten und wir wurden umgehend eingewiesen - Name? Rang? Alter? Division?

Ähm...

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Robert behauptete 101. und gab das auch so an den Offizier weiter, der es einfach in ein Buch übertrug und die nächsten Soldaten an den Tisch winkte. Mit frischem Sack und Pack (und neuen Helmen) machten wir uns auf zu den Screaming Eagles (dt. Schreiende Adler), wie unsere neue Einheit unter den Soldaten geläufig gerufen wurde.

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Douglas C-47 Skytrain.jpg

Eine Douglas C-47

Unsere Truppe, in der wir direkt nach unserer Ankunft von First Lieutenant Richard D. Winters begrüßt wurden, nahm uns sehr freundlich auf, und nachdem Robert von unserem "Training" in Dover erzählt hatte, waren wir beide endgültig in ihre Mitte aufgenommen worden. Schon bald kannten wir etliche von ihnen, darunter First Lieutenant Lewis Nixon, Joseph Toye, Henry Jones, C. Carwood Lipton und Jack E. Foley... nette Jungs waren sie, das musste man ihnen lassen, und ganau wie wir voller Spannung und Vorfreude auf die bevorstehende Invasion Europas. Viel Zeit blieb uns allen nicht mehr, schnell noch einen Happen in den Magen, einen Schluck Wasser, die Ausrüstung kontrollieren, und ab in die Flugzeuge. In einer endlosen Reihe schoben sie sich nacheinander auf die Startbahn und hoben ab... von meinem Fenster aus sah ich ein letztes Mal all diese Männer vereint, bevor wir in die ersten Wolken tauchten und gen Frankreich schwebten.

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Es mochte nach Mitternacht gewesen sein, als ich von Robert neben mir angestupst wurde: "Wach auf, wir sind gleich da!"

"Was, schon?!"

"Ja, die Küste ist in Sicht!", bestätigte Darrel Shifty Powers neben mir, "macht euch bereit!"

Mein Fallschirm saß, mein Karabiner ebenso... Robert würde vor mir springen, und ich musste unbedingt an ihm bleiben - na ja, schwer konnte das ja nicht werden, denn...

KA-BUMM!!!

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Die Douglas, die neben uns explodiert war, traf auch unser Flugzeug mit etlichen Trümmerteilen und durchlöcherte die Seitenwände, uns schüttelten die Turbulenzen kräftig durch: "FUCK!!!"

Die rote Kontrolllampe zum Absprung leuchtete auf, Winters brüllte: "KARABINER RAUS!!!"

Wir hielten ihn hoch: "EINHAKEN!!!"

Wir klinkten ihn an das Stahlseil oben an der Decke: "AUSRÜSTUNG ÜBERPRÜFEN!!!"

Letzte Schnallen klappten, Gurte wurden festgezogen, Helme überprüft: "ALLES BEREIT?!?!"

Von hinten nach vorne: "ZEHN BEREIT!!!" - "NEUN BEREIT!!!" - "ACHT BEREIT!!!" - "SIEBEN BEREIT!!!" - "SECHS BEREIT!!!" - "FÜNF BEREIT!!!" - "VIER BEREIT!!!" - "DREI BEREIT!!!" - "ZWEI BEREIT!!!" - "EINS BEREIT!!!"

Unser Flugzeug trat aus den Wolken - und fand sich mitten in einem Kreuzfeuer aus Flak, Artillerie, Mörsern und Explosionen wieder. Grelle Blitze zuckten wild umher, die ersten schrien Dinge wie: "HEILIGE MUTTER GOTTES!!!" und "RAUS HIER, RAUS HIER!!!" ... so etwas Grauenhaftes hatte ich noch nicht erlebt, und ich würde es auch hoffentlich nie wieder erleben müssen! Neben uns zeriss eine Granate ein weiteres Flugzeug, und das grüne Licht zum Absprung schaltete endlich an: "LOS GEHTS!!!"

Einer nach dem anderen sprangen wir hinaus, direkt ins Ungewisse und den Tod näher als den Boden vor Augen.

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Um mich herum segelten meine Kameraden dem Boden entgegen, dazwischen Blitze, Feuer, Geschützdonner, die Schwärze des Bodens rückte immer näher... mit einem dumpfen Schlag landete ich in dichtem Gras, rollte mich sanft ab und knöpfte mich von meinem Fallschirm los, mein Gewehr im Anschlag. Bedrückende Stille umgab mich, orientierungslos wandte ich mich dank meines Kompasses gen Süden und schlich vorsichtig vorwärts, den Finger allzeit am Abzug. Meine Sinne registrierten jede noch so kleinste Regung in meiner Umgebung, jedes Geräusch, jedes... KNACK!

Lautlos sank ich in die Wiese, lauschte ein zweites Mal - da war was! "Thunder!"

"Flash!"

Puh, nochmal Glück gehabt... einer von uns...

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Der Paratrooper hieß Jeff Field und hatte beim Absprung seine Waffe verloren, weshalb ich ihm meine Pistole gab und wir gemeinsam unseren Weg fortsetzten. Es mochte eine halbe Ewigkeit gewesen sein, als sich etwas in einem Busch bewegte - drei nicht minder erschrockene Kameraden später machten wir uns weiten gen Sammelpunkt.

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Der Morgen schickte der Normandie seine ersten Boten, als wir, fünf amerikanische Fallschirmspringer, an einem kleinen Fluss entlang Nazideutschland entgegen marschierten... allen voran ich, den die Jungs zu ihrem inoffiziellen Anführer ernannt hatten - um selbst dieser Aufgabe zu entgehen, vermutete ich... aber egal, so schwer war das ja gar... ein Hausdach hinter einer kleinen Anhöhe, wir bremsten und stoben in ein Gebüsch, von dem aus man den kleinen Hof überblicken konnte... und alles voll Deutscher! "Sarge, was machen wir jetzt?"

"Fernglas!", verlangte ich von Phil, einem Bauernsohn aus Utah, der mir seins überreichte und ich mir einen Überblick über das feindliche Lager verschaffen konnte, "hm, das sieht übel aus - es sind mindestens dreißig Krauts, dazu zwei LKWs und mindestens vier Maschinengewehre in Stellung... da kommen wir unmöglich durch..."

Eine mörderische Explosion verschluckte den Rest meines Satzes, ein krasser Donner folgte, dem ein Feuerball in Größe der Scheune folgte... halt nein, DAS WAR DIE SCHEUNE!!! Sofort griffen die Flammen auf das Haus über und steckten das Reetdach binnen Sekunden lichterloh in Brand, die Besetzer stoben in heller Panik davon - "ANGRIFF!!!", brüllte ich im Affekt und wir schossen... die Deutschen bemerkten die neue Gefahr viel zu spät und landeten einer nach dem anderen durchlöchert auf dem staubigen Boden, ein intaktes MG-Nest jedoch erspähte die Amerikaner in den Büschen und erwiderte den Angriff mit schnellen Salven.

"KÖPFE RUNTER!!!", schrie Jeff und riss mich mit sich aus dem Sperrfeuer, geduckt robbten wir in Todesangst davon und...

KA-BUMM!!!

Etwas Großes krachte vor unsere Gewehre und blieb rauchend liegen... das Maschinengewehr... aber wie zum...?! Die Tür des brennenden Hauses flog auf und ein amerikanischer Soldat fegte mit zwei deutschen MPs in den Händen die letzten Verteidiger hinfort, eine Handvoll ergriff die Flucht.

Kaum dass sie außer Sichtweite waren, erhoben wir uns zögerlich... und Robert grinste mir direkt ins Gesicht: "Na, auch schon da?"

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Einer der deutschen Jeeps war tatsächlich noch in Ordnung und fahrbereit, Jeff fuhr, während wir gebannt den Erlebnissen meines besten Freundes und Königs lauschten... er war in einem Baum gelandet und hatte sich verheddert, was auch der Besatzung einer in unmittelbarer Nähe befindlichen Radarstation gemerkt hatte (zumal sie ihn schon nicht im Anflug erwischt hatten). Es waren also zwei Patroillien losgezogen, um den Amerikaner unschädlich zu machen - doch der hatte seine Thompson griffbereit und bließ ihnen die Lichter aus, wobei er am Ende für acht Angreifer fünf Magazine gebraucht hatte. Endlich vom Fallschirm los gings dann einmal durch den ganzen Baum, jeden Ast einzeln - auf dem Boden angekommen erstmal zwei deutsche MPs besorgt und den Bunker bemerkt... also Stahlhelm auf, die Wache täuschen und die Männer im Inneren ausgeschaltet, ordentlich Munition besorgt und gen Sammelpunkt aufgebrochen... "... da lag auch eine Karte drin, auf der der Hof vorhin markiert und mit Kilometerangabe versehen war...", erzählte Robert stolz, "und da dachte ich mir: Hm, da kommste eh vorbei... also ja!"

"Wie cool, meinen Respekt!", glückwünschte Peter "Paul" Nils beeindruckt, "und wie hast du die Scheune hochgejagt?"

"Ich habe bei den toten Funkfritzen einen Panzerschreck gefunden und vorhin bemerkt, dass alle Munition der Besetzer des Hofes in der Scheune lag... durch die Rückwand - und Bumm! Und dann eben durch das Haus... das MG hatte ich anfangs gar nicht bemerkt, aber als es dann schoss... jo, eine Rakete hatte ich ja noch!"

Was ein Wahnsinn!, dachten wir alle gleichermaßen hingerissen und froh, dem Tod entronnen zu sein, was ein Wahnsinn...

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"HALT!!!" , mehrere Marines traten hinter einer Hecke und mehreren Bäumen hervor, ihre Waffen auf uns gerichtet.

"Wir sind Fallschirmspringer, nicht schießen bitte!", riefen wir ihnen zu und zeigten unsere Helme und Ausrüstung, was uns der Offizier nach einer Visite und Test unserer Englischkenntnisse endlich abnahm und uns passieren ließ - zum Sammelpunkt waren es nur noch wenige hundert Meter. Angekommen begrüßten uns bekannte Gesichter und ein erstaunter Winters, der ungläubig unser Beutefahrzeug beäugte und fragte: "Wie sind Sie an dieses Auto gekommen, Gentleman?"

"Das verdanken wir Private Robert, Sir!", lachte Jeff und klopfte ihm auf die Schulter, "er hat uns aus einer misslichen Lage gerettet und dabei zwei deutsche Anlagen zerstört!"

"Ist das wahr?"

"Ich bestätige das!"

"Ich auch!"

"Und ich!"

"Und... na ja, ich auch...", gab der Geehrte geschmeichelt zu.

"Alle Achtung Private! Nun ja... da haben Sie mehr als nur Mut bewiesen, im Alleingang den Deutschen so in den Arsch zu treten! Daher... kommen Sie mal mit, am besten alle fünf!"

Oh... okey...

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Ein Major und zwei Captains hatten es sich in einem gelandeten Flugzeug gemütlich gemacht, als wir nach Winters eintraten und der Reihe nach salutierten. "Gentleman, habe die Ehre!", bat er uns und wandte sich an Winters, "Winters, wie kann ich Ihnen helfen?"

"Dieser Fallschirmjäger...", der Leutnant deutete auf Robert, "hat heute mehr als nur Mut bewiesen - alleine hat er eine deutsche Funkstation und eine Stellung nebst zweier Flakgeschütze zerstört!"

"Allerdings, das ist beachtenswert!", musste der Major eingestehen, erhob sich und trat vor meinen König, "Sie müssen ein wahrer Teufelskerl sein - wie alt sind Sie, Private?"

"Nun, sechzehn."

"Sechzehn?! - Das ist sehr jung für einen Soldaten, aber in Anbetracht der Zeit kann ich das verstehen... nun gut, Sie haben sich heute mehr als bewiesen, wofür es ein Dankeschön gibt: Private Robert, ich befördere Sie hiermit zum Leutnant!"

Heiliger Edwart!

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"Vielen Dank Major!", freute sich Robert sichtlich und schüttelte seinem neuen Freund die Hand, "aber da gibt es noch jemanden... Private Jox, der sich und drei seiner Kameraden durch die gefährliche Nacht bis zum Treffen mit mir geführt hat - er verdient auch eine Ehrung!"

"So?", lächelte sein Gegenüber und machte den Schritt zu mir, der ich nervös am Lederriemen meines Helmes herum spielte, "also gut, warum nicht - Private Jox, hiermit befördere ich Sie zum Sergant!"

Und nochmal heiliger Edwart!

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Der Rest des Tages verging wie im Fluge... die Easy-Kompanie rückte aus, um eine deutsche Geschützbatterie zu zerstören, wir, also Robert, Jeff, Phil, Peter und ich blieben im Lager... Major Sebastian "Seb" Reiter würde mit uns morgen der dritten US-Army überstellt werden und gen Paris aufbrechen... schweren Herzens trennten wir uns von unseren Freunden und Bekannten, die uns viel Glück auf unserem beschwerlichen Weg durch das besetzte Frankreich wünschten.

Sie sollten recht behalten, mit dem Glück und dem schweren Kampf gleichermaßen.

---

ENDE

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