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Deckung, KRIEEECH!!!

Panzerschild.png
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Die folgende Ponypasta enthält Abschnitte mit kriegerischen Auseinandersetzungen, massiver Gewalt und viel Blut; lies sie dir also nur durch, wenn du dir der Inhalte bewusst bist und nicht gleich in Ohnmacht fällst, wenn du dir das Knie aufschlägst!

WWZ: Kapitel 3 - Durch die Normandie (Normandy's Run) ist mehrteilig! Der vorherige Teil der Reihe ist WWZ: Kapitel 2 - D-Day, und der nächste Teil der Reihe ist WWZ: Kapitel 4 - Die Résistance und Paris (La Résistance and Paris).

Der Marder befand sich knapp dreihundert Meter vor uns, sein Rohr deutete direkt auf unsere Panzerplatten: "FEUER!!!" - BUMM!!!

Die Granate schoss straigh auf ihn zu und glitt mit einem Wönk! an seiner harten äußeren Schale ab: "Fuck, daneben!"

BÄNG!!!, traf unseren Sherman die gegnerische Ladung, riss uns links ein Stück Kette weg und knallte mörderisch in unseren Ohren - wir waren bewegungsunfähig! "AHHH!", jaulte unser Heckschütze und hielt sich den Kopf, "VERDAMMTE SCHEIßE, SIE HABEN UNS GLEICH!!!"

"NICHT SO LANGE ICH DA BIN!!!", übertönte ihn Jeff und stopfte den nächsten Sprengkörper ins Rohr, "PAUL, EIN STÜCKCHEN RUNTER NACH LINKS!!!"

"ICH HAB DIE KRAUTS GENAU IM VISIER!!! SARGE, ICH HABE SIE!!!"

"FEUER!!!"

BUMM!!!

KA-WUMM!!!

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Der Schaden war enorm, wahrscheinlich war der Sherman Schrott... Robert schien da jedenfalls keine Bedenken zu haben, dass wir noch heute einen neuen kriegen würden: "Und ich sag dir, das vorhin, das war schon der Knaller, wir haben ne ganze Kolonne mit sieben LKWs abgeschossen!"

"Schön, und wir die zwei dazugehörigen Panzer..."

"Habt euch aber janz schön mitnehmen lassen - wenn das nen Tiger gewesen wäre hättet ihr alt ausgesehen!"

"War aber kein Tiger, leider...", murrte ich sarkastisch, "tja, aber ohne mich wär's doch nur die halbe Miete, oder?"

"Auch wieder wahr!"

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Da standen wir also, ein kleiner Trupp Amerikaner (uns beide ausgenommen) am Ortsausgang eines kleinen Dorfes mitten in der großen weiten Normandie und hatten ständig Ärger mit den Deutschen... erst vor drei Tagen hatten wir unsere letzte große Offensive mit der Befreiung von La Mans zu Ende gegangen. Unser Major, Seb Reiter, fungierte mit seinem Bataillon als Springer und wurden bunt von Armee zu Gruppe und Korps gewürfelt... Wahnsinn, wenn man da noch den Überblick behielt! Wir galten inoffiziell als 12. Brigade oder auch Goat Brigade, weil... ja, dazu hole ich am besten etwas weiter aus...

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Also, es muss zirka eine Woche nach dem D-Day gewesen sein, als wir den Auftrag erhielten, ein Wald- und Wiesengebiet nahe der Vire zu sichern und zu halten, bis die Verstärkung einträfe. Robert hatte unter Captain Wallice, einem älteren Kanadier, den Befehl, die rechte und mittlere Flanke zu sichern, was er bei einem plötzlichen deutschen Angriff auch tat... vorerst. Denn als die Krauts mit Panzern anrückten war mehr als nur guter Rat teuer, und da uns ausreichende Abwehrmaßnahmen fehlten, sah es noch einmal schlechter aus... dennoch, mein König hatte einen riskanten, aber nicht dummen Plan: Eine kleine Brücke, auf die nacheinander zwei Fahrzeuge passten, wurde zum Ausgangspunkt des Spektakels - kaum war der erste drauf warfen zwei unter Wasser verborgene und durch einen Schilfrohrhalm atmende Soldaten Minen an den Koloss und brachten ihn schwer in Rage, dazu die Brücke an den Rand des Kollabierens... jetzt kamen die Krauts da nicht mehr runter, denn vor ihnen lagen die nächsten Sprengfallen, und zurück... da war schon der nächste Panzer ran und schob sich auf die wackeligen Steine - und PLATSCH!!! lagen beide beide PK II im Wasser! Wir hatten ganz schön zuegelegt und ordentlich Krauts abgeräumt... zurück bei Wallice jedoch sah es schlecht aus - seine Leute waren fast aufgerieben und nach wie vor drei Schützenpanzer 251 und ein Nashorn gegen uns unterwegs!

"Rückzug, Rückzug!", hatte es schon gehießen, als der Jäger mit einer brachialischen Explosion in seine Einzelteile zerlegt wurde... verblüfft folgten wir dem Schauspiel, das neun von uns, allen voran Robert, in einer filmreifen Leistung auf die Bühne legten - aus zwei Büschen schossen sie mit Panzerfäusten, dazu drei Granatwerfern und meinem König, der im Alleingang einmal quer über das Feld rannte und einen Molotov-Cocktail nach dem anderen nach den Krauts schmiss... dabei entzündete sich vor allem auch das trockene Gras, und da wir Rückenwind hatten flambierte das Inferno keinen unserer Leute... irre, einfach irre!

Keine Minute später rückte unsere Unterstützung an...

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Doch damit nicht genug, der Ort Vire musste selbstverständlich auch unverzüglich eingenommen werden - und Robert bewies seine tollkühne Strategie: Von links kamen die Panzer, von rechts die Verstärkung - und wir von vorne, direkt geradeaus auf den Ort zu, und das mit Karacho in fünf Jeeps! Die Krauts waren so überrascht, dass wir sie fast ohne Gegenwehr erwischten und von hinten ordentlich in den Arsch treten konnten - nicht mal zwei Stunden später hatten wir den Sieg errungen! Und dieser Angriff, mit gesenkten Hörnern hinter geschütztem schlauen Kopf, bekam den Namen Ziegentaktik zugesprochen... und wir wurden die Goat Brigade... tjaja...

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"LOS LOS LOS, SICHERN!!!", gellte der Befehl über unsere Helme hinweg, "CHECKT DIE HÄUSER NACH KRAUTS UND WAFFEN!!! UND PASST MIR JA AUF DIE BRÜCKE AUF, DIE DARF NICHT ZERSTÖRT WERDEN!!! WENN JETZT..."

Schüsse von vorne, Paul und ich brachen nach links aus und suchten Schutz hinter einer Häuserecke, zwei Kameraden hatten weniger Glück und starben noch auf dem Straßenpflaster.

"Oh Scheiße!", fluchte mein Bruder neben mir, "fuck, das sind mehr als ich dachte!"

"Ich hoffe Robert kommt noch rum... wo steckt der so lange?!"

"PAUL, JOX, WO IST DIE VERSTÄRKUNG?!?!", schrie Jeff hinter einer kleinen Mauer hervor und ballerte mit seiner Grease Gun ohne zu zielen nach den Krauts, "ROBERT SOLL SICH BEEILEN VERDAMMT NOCHMAL!!!"

"WENN ICH DAS WÜSSTE, ABER WEIT KANN ER JA NICHT MEHR..."

KA-WUMM!!!, explodierte eine Stellung des Feindes, weitere Detonationen zerfetzten die Milizen auf dem Platz vor uns, die Brücke blieb zum Glück intakt... ein Bomber jagte über unsere Köpfe hinweg, Jubel brach los - wir hatten es geschafft! ... und wir lebten...

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Ein Sherman walzte aus einer Seitenstraße und schob sich über den kleinen Fluss, machte den letzten Flüchtenden unmissverständlich klar, dass sie hier nichts mehr zu suchen hatten, und sicherte uns den Weg und den Markt... mein König kletterte hinaus und trat auf einen Soldaten zu, der neben einem gefallen Offizier kniete und dessen letzte Worte vernahm... neben ihm stand ein Ranger und brüllte nach einem Medic... Robert legte ihm mitfühlend seine rechte Hand auf die Schulter.

In Versammlung seiner treuen Begleiter starb der Mann.

Auf seinem Revers stand John H. Miller.

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Wir begruben ihn vor der Stadt an einer Wegekreuzung, an der ein LKW auf den jungen Fallschirmspringer wartete... er würde nach Hause zurückkehren dürfen, nach Hause zu seiner Mutter, die schon zu viele ihrer Kinder verloren hatte. Corporal Upham neben mir erzählte von ihrer gefährlichen Reise... von den Kameraden, die sie verloren hatten, von ihrem Captain, von Recht und Unrecht, von Kriegsgefangenen... je länger ich ihm zuhörte, desto wahnsinniger erschien es mir, Robert hier weiterhin frei und ohne direkten Schutz herumlaufen zu lassen geschweige denn überhaupt in diesem Krieg an forderster Front kämpfen zu lassen!

Aber er würde dieses Risiko ohne zu zögern in Kauf nehmen... damit musste ich wohl leben...

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"Omaha Beach war die Hölle, seid bloß froh, dass ihr da nicht dabei wart!", schloss Reiben mit den Worten und drückte die letzte Schaufel Erde fest, "und auch diese Mission... betet, dass ihr niemals so etwas tun müsst!"

Robert schwieg still vor sich hin.

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Spät an diesem Abend wachte ich in unserem Gruppenzelt auf, weil sich Phil ständig meiner Decke zu bemächtigen versuchte und das mir alle zehn Minuten kalte Füße bescherte... dumm nur, dass unsere wunderbare Herberge ausgerechnet heute Nacht so überfüllt war, dass mir keine andere Wahl als näher zu Robert zu rücken blieb... doch halt, dessen Schlafplatz war verwaist! In Windeseile (wahrscheinlich noch schneller als beim morgentlichen Appell) hatte ich meine Schuhe angerissen und stürzte aus dem Zelt - fünfzig Meter weiter saß mein König auf einem großen Stein und blickte in den von leuchtenden Sternen überzogenen Nachthimmel: "Hey du, kannst du nicht schlafen?"

"Mhm."

"Alles ok bei dir?"

"Mhm."

"Wirklich?"

"Nein."

"Was hast du?"

"Ziegenbock... diese drei Soldaten vorhin, die den Ort beschützt und dabei ihre Brüder verloren haben... sie tun mir so leid... ich... ich konnte ihnen nicht helfen, nicht im geringsten... sie haben so viel verloren... das will ich nicht!"

"Ich auch nicht, deswegen beschütze ich dich auch... und denk daran, wir können jederzeit in dein sicheres Schloss zurückkehren und..."

"Das ist keine Option - stell dir mal vor wir verschwinden hier einfach so... damit lassen wir die im Stich, die ihr Leben für unseres aufs Spiel gesetzt haben!"

"Oh ja... und das wäre... mies."

"Eben drum, deswegen bleibe ich!"

"Und ich auch, immer an deiner Seite, Bruder!"

"Ja, danke Bruder... der beste, den ich mir hätte wünschen können!"

"Danke, und du auch mein bester!"

"Alter Schleimer!"

"Ach hör doch auf!"

Wir kicherten wie zwei alberne Zicklein hell und unbeschwert durch die Nacht... tja, vielleicht waren wir das auch, zur falschen Zeit am falschen Ort, viel zu unerfahren für diesen grausamen Krieg... und trotzdem, später würde ich stolz sagen können: Ja, wir waren dabei, und ja, wir haben den Menschen ihre Freiheit wiedergegeben!

Den Franzosen als Erstes.

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Schon Morgen würden wir unseren neuen Auftrag erhalten, die Goat Brigade ausrücken und einen Spezialauftrag erledigen, der keinerlei Aufschub duldete.

Es ging um Waffen.

Um Waffen für die Résistance.

Um Waffen, die eine Stadt befreien sollten.

Um Paris.

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ENDE

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