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Deckung, KRIEEECH!!!

Panzerschild.png
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Die folgende Ponypasta enthält Abschnitte mit kriegerischen Auseinandersetzungen, massiver Gewalt und viel Blut; lies sie dir also nur durch, wenn du dir der Inhalte bewusst bist und nicht gleich in Ohnmacht fällst, wenn du dir das Knie aufschlägst!

WWZ: Kapitel 4 - Die Résistance und Paris (La Résistance and Paris) ist mehrteilig! Der vorherige Teil der Reihe ist WWZ: Kapitel 3 - Durch die Normandie (Normandy's Run), und der nächste Teil der Reihe ist WWZ: Kapitel 5 - Metz und die Maginot-Linie (Metz and la Ligne Maginot).

"Deutsche Patrouille von Nordwest, zwei leichte Schützenpanzer, ein Jeep!"

"Verstanden - Robert, bring deine Wumme in Position!"

"Jo, verstanden - Granatwerfer bereit, auf Jox Zeichen!"

"Verstanden, bereit!"

Das Röhren der Motoren wurde lauter...

"Wartet... wartet..."

... steigerte sich zum Dröhnen...

"... halten..."

... zum Fortissimo...

"FEUER!!!"

Die PaK 40 bolzte ihr Geschoss mitten ins Schwarze, einer der Tanks explodierte seitlich in einem enormen Feuerball, der ihm vorausfahrende Kübelwagen kam durch die Wucht von der Straße ab und überschlug sich den Hang hinunter. Der noch verbliebene Sd.Kfz. 251 machte einen Rückzieher und brach nach rechts aus, entging um Haaresbreite dem Granatenhagel und gab Fersengeld:"DIE DRECKSKERLE DÜRFEN NICHT ENTWISCHEN!!!"

Als hätte Robert nur auf den Befehl gewartet sprang er hinter seiner Habitze hervor, sprintete die kleine Anhöhe entgegen all unserer Warnrufe herab, trat auf den Weg, zog seinen Panzerschreck vom Rücken und jagte die Rakete genau in einen der Sehschlitze des ihm entgegen preschenden Leichtpanzers.

Die Flammen sahen sogar wir aus allen Löchern des Fahrzeugs schießen... der Kerl hatte Nerven!

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"Wir brennen!", gellte es panisch und die Besatzung verließ in Todesangst ihr Fahrzeug... Jeff und Paul am MG mähten sie nieder, drei entkamen dem Massaker über den weg hinter ihrem Fahrzeug - na ja, bis sie sich in Angesicht einer Tommy Gun in den Händen meines Königs wiederfanden: "HÄNDE HOCH UND WAFFEN WEG!!!"

Löblich, er machte Gefangene... Major Seb lehnte sich zu mir und fragte: "Was hat er vor?"

"Wüsste ich auch gerne..."

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Wenig später rückten zwei Verstärkungskompanien mitsamt drei Shermans nach, sodass wir beruhigt den Weg räumen konnten. Robert fand ich an dem deutschen Auto, in welchem er nach Karten oder ähnlichem suchte. "Und, schon was Schönes gefunden?", scherzte ich und erntete seine kalte Schulter, "och komm schon, deinem dummen Freund kannst du doch...", seine Pistole lag im Gras, "ähm, deine Pist..."

Er trug eine Luger am Gürtel: "Du hast ne Luger?!"

"Klar habe ich eine, die hat mir der freundliche Krautoffizier grade eben geschenkt!", lachte er laut auf und drehte sich über beide Backen grinsend um, "und dazu noch mehrere Truppenpläne, zwei Lappen und - was noch wichtiger ist - das hier!"

Mir klappte die Kinnlade hinunter - eine Karte von Paris.

Eine Karte mit wichtigen Standorten der Deutschen!

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Damit hatten wir einen Grund ins Hauptquartier zu kommen... hatten, aber Robert wollte partout nicht. Schließlich fuhr Seb hin und versprach meinen Wunsch nach einer vernünftigen Maschinenpistole auch gleich zu äußern - seitdem mein schöner M1-Karabiner in Chartres seinen Dienst quittiert hatte musste ich mit einer Grease Gun Vorlieb nehmen - so einem Drecksding! Aber nein, ein Sargent sollte seinen Männern ein gutes Vorbild sein und... am Arsch! Immerhin hatte Robert seine Thompson noch und dafür sogar einen Vordergriff zugeschickt bekommen - Mit den besten Grüßen aus Dover, hatte auf dem Päckchen gestanden... der glückliche. Und dazu der Panzerschreck, gefunden in einem zurückgelassenen deutschen LKW... und jetzt die Luger, heiliger Edwart!

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"Jox, Robert, ich soll melden: Code R, unverzüglich, zwei Brownings, acht Karabiner, zwei Sharps, befinden sich im Lager, Aufbruch sofort - MfG Colonel Barc.

"Jo, dange Dennis!", grunzte Robert und pfefferte den Rest seiner Suppe mit einem Fußtritt in die Büsche, "das Essen war sowieso eklich!"

"Viel Spaß euch!", witzelte der Bote noch und verschwand im Gewühl der Zeltstadt so schnell wie er gekommen war.

"Na denn, auf geht's!"

"Jo, bin s'fort da!", nickte ich und schlag den Rest meines Pfirsichs herunter... der Tag würde kaum anstrengender und gefährlicher sein als sonst auch.

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Es waren sechs Kilometer durch unwegsamen Wald, bis wir das Lager der Résistance erreicht hatten - schon von weitem wurden wir freudig begrüßt und am Eingang des verfallenen Hofes schon von Albert Grenouillé, dem Anführer der Partisanen empfangen, der mich in französischer Art mit einem Küsschen links-rechts bei ihnen herzlichst willkommen hieß: "Ah, Monsiers, endlisch sind Sie dà! 'Aben sie auch die Browing mitgebracht für unsere Angriff auf die Deusche?"

"Klar!", grinste Robert und lud sich den Sack vom Rücken, aus dem die ersehnen Waffen lukten, "und auch von Major Reiter einen herzlichen Gruß, er ist heute nur leider verhindert!"

"Abèr das macht doch gar nichts, wir 'aben heute viel Zeit, da können Sie beide ruisch etwas bei uns bleiben, wenn Sie möschten, denn wir 'aben eine verdeckte Offensive gegen die Deutsche laufen in die Wald, da ist es gefährlisch jetz!"

"Alles klar, hab'i nix gegen!", brummte mein Freund zufrieden und ließ sich auf einem Baumstamm nieder, "na ja, wenn wir etwas helfen sollen - wir sind da!"

"Vielen Dank für Ihre Angebot, isch melde misch bei Bedàrf oder eine von meine Leute!"

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Nicht lange und der Abend hielt Einzug über der kleinen Stadt ohne Namen, etliche Freiwillige kehrten von ihren Wachten oder Erkundungsgängen zurück, berichteten von ihren Entdeckungen, Abschüssen oder brachten Brot, Früchte und andere Lebensmittel, ja, sogar ein kleiner Eselskarren kam daher und hatte drei Bierfässer aufgeladen, die ein Braumeister ihnen geschenkt hatte... die Bevölkerung unterstützte ihre Kämpfer sehr, stellte ich mit immer mehr Begeisterung für diesen Widerstand fest. Ein großes Feuer konnte nicht entzündet werden, dafür mehrere kleine, die dank des trockenen Holzes auch nur wenig Qualm verursachten... eben gerade so, dass es nicht auffiel. Und neben einem solchen Feuer saßen wir, eine Ziege und ein Einhorn, nun mit französischen Männern und Frauen zusammen, die alle nur das eine im Sinn hatten: Freiheit den Franzosen, Freiheit für Europa!

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"Hey...", erklang da eine helle Stimme neben meinem linken Ohr und riss mich aus meinen Gedanken, "ist... neben dir noch eine Platz frei?"

Das Gesicht eines Mädchens leuchtete im Schein der Flammen - wow, sie dürfte nicht älter als sechzehn Jahre sein, schätze ich und schwieg wohl einige Sekunden zu lang, was sie mit einem Kichern beantwortete: "Ähm, ja, ja klar, setz dich!"

"Hihi, du bist ein witziger Amerikaner!", neckte sie keck, "und du bist jung, sehr jung!"

"Danke - ich... ich werde im Oktober fünfzehn - aber erzähl das bloß keinem, bitte!"

"Was?!", hauchte sie erstaunt, "du bist erst... okey, ich werde es niemandem verraten, denn du bist mein Freund, du hast mir ein neues Gewehr gebracht!"

Jetzt war ich baff: "Du kämpfst?!"

"Ja, sicher, wozu sollte ich denn sonst hier sein?! Ich möchte wie meine Mitstreiter auch mein Land befreien, und es ist ein Segen, dass ihr uns dabei helft und euer eigenes Leben riskiert!"

"Bitte, und keine Ursache... wie heißt du eigentlich?"

"Améli, und du?"

"Améli, ein schöner Name... ich bin Jox, Sarge Jox!"

"Angenehm - Hunger?"

"Und wie!"

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Robert maß sich im Ringkampf, und das nicht schlecht - ein paar Bier und ein Stück Schinken extra für den Sieger (er hatte es trotzdem mit seinen Kampfgenossen geteilt, denn jeder, der angetreten war, hatte ein Stück davon verdient) schaute er kurz beim Feuer vorbei, doch der Ziegenbock war nicht da... na ja, weit konnte er nicht sein, der Gutste... der Alkohol in seinem Blut machte ihn schnell schläfrig, und im weichen Stroh der Scheue war noch ein Plätzchen für den Amerikaner frei, der mit seiner Erzählung nicht mal bis zu den Kreidefelsen kam, bevor ihn der seelige Schlaf übermannte.

Das Knarzen der Dielen des Dachbodens hörte er längst nicht mehr...

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Sie war wundervoll, so schön wie eine Blume, auf der der Morgentau glitzerte, so weich und zart, so gefühlvoll... sie war mein wahrgewordener Traum, mein Lichtblick in diesem Krieg.

Und während sie leise neben mir schnarchte, schwor ich mir, sie nie wieder loslassen zu werden.

Nie wieder!

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Der nächste Tag kam schneller als mir lieb war... noch immer etwas verschlafen trottete ich aus dem Haus und fand Robert, der mit einem trockenen Stück Baguette kämpfte: "Moin - na, gut geschlafen?"

"Und wie...", bejahte ich wahrheitsgemäß und er erkannte meine Sturmfrisur: "Sache mal, wo hast du denn gepennt, dass du...?"

"Mit Améli habe ich meine Nacht geteilt...", frohlockte ich und meinen König bekam große Augen: "Watt?! Sach jetze nicht du..."

"Na aber hallo, und es war ein so geiles Gefühl!"

"Hammer... Kerl, du bist vierzehn und hattest dein erstes Mal!"

"Kannste mal sehen, was man da schon alles kann! Und jetzt gib mir was zu beißen, sonst knabbere ich dich an!"

"Schon recht - hier...", er reichte mir seine halbvolle Teekanne, "trink den... mannoman Ziegenbock, du hast meinen tiefsten Respekt!"

"Vielen Dank!"

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"Putain de merde!", fluchte es aus dem Kommandozelt neben uns und Monsieur Grenouillé stürzte hinaus, "ces Allemands assassinent vos femmes et enfants!"

"Qu'est-ce que c'est passé?", fragte Robert erschrocken und hustete ein paar Krümel, "ces Alle..."

"Ils ont tuér trente-cinq jeunes au Carrefour des Cascades!", schrie der Franzose voller Zorn und Tränen in den Augen, "'etzt reischt es endgültisch, wir... NOUS ATTAQUONS AUJOURD'HUI!!!"

Aua!

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Die Résistancekämpfer zögerten keine Sekunde länger - jetzt ging es ums Eingemachte, um ihre Hauptstadt! Ihr Anführer brüllte ihnen Mut und Wagnis zu, gelobte das Vaterland und schloss mit: "VIVRE LA FRANCE, VIVRE LA RÉSISTANCE!!!"

"VIVRE LA RÉSISTANCE!!!"

Es ging los!

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Versailles war unsere erste Station auf der Route in die Innenstadt und recht wenige Verteidiger hielten uns nicht lange auf. Améli war dicht bei mir und kämpfte sich wie eine Löwin mutig von Barrikade zu Baum, von Autowrack zu Hausecke, ich ihr stets auf den Fersen. Unsere Mitstreiter scheuten keine Gefahr, ganz im Gegenteil, sie legten es geradezu darauf an, die Deutschen auf offener Straße herauszufordern und zu eliminieren...du jamais vu, les Francais!

Aber auch Robert... mannoman, der ballerte Stahlhelme zusammen, mittlerweile mit MP40 als Zweitwaffe und einer Euphorie, dass es mich fröstelte... hin- und hergerissen hetzte ich an einer besonders brisanten Stelle zu ihm hinter die vorderste Sandsackmauer, wo er ein mir unbekanntes Gewehr in die Finger bekommen hatte und damit die Verteidiger ordentlich einheizte: "Ah Kerl, haste dich endlich ma von deiner Angebeteten losreißen können?"

"Ungern, aber dich kann man hier nicht ganz alleine rumrennen lassen!"

"Auch wieder wahr – hey, du... OH HALTET DOCH MAL DIE FRESSE MIT EUREM MG, MUSS ICH ERST REINKOMMEN UND EUCH HOLEN?!?!"

"Keine Alleingänge mein Bester!", warnte ich ihn vor, "du weißt doch, was Monsieur Grenouillé gesagt hat - lass die Ortskundigen..."

WÄNG!!!, schepperte ein Panzerschreck in ein Café und verwüstete es völlig - den Moment nutzte er natürlich schamlos aus, verballerte den Rest seines MP-40-Magazins und verschwand in einem Hauseingang... na janz, janz toll! Da waren auch schon Améli und zwei Mitkämpfer bei mir: "Wo ist denn Robert hin?!"

"Das macht er immer gerne mal... alles alleine, dieser Knallkopp!"

"Ist er alleine vorgerannt?!"

"In das Haus da, ja!"

"Er muss auf das Maschinengewehr aufpassen, da drin sind..."

KA-MEGAWUMM!!!

"Ich sagte ja, er hat's gerne mal mit Killerkommandos."

Oh ja, und wie er das hatte! Ein Schützenpanzer kam bedrohlich näher, zwei Kameraden schalteten ihn mit Granaten aus, doch aus seinem Schatten traten Krauts über Krauts: "DAS SIND ZU VIELE!!!", schrie es von hinten, "WIR MÜSSEN WEG HIER, SCHNELL!!!"

"WIR KÖNNEN NISCHT!!!", warf Améli ein, "WENN WIR JETZT AUFGEBEN SCHAFFEN WIR ES NIE!!!"

"Améli...", ich senkte die Stimme und sie sank neben mich, "lauf, ich gebe dir Deckung!"

"Nicht ohne dich Jox, ich lasse dich hier nicht im Stich!"

"Das ist mein letztes Magazin...", ich klickte es in die M3, "und ich liebe dich - bitte, rette dein Leben und befreie dein Land... und behalte mich immer in Erinnerung dabei."

Tränen standen ihr in den Augen, ein letzter sehnsüchtiger Kuss, ich hob meine Grease: "Bereit?!"

"Jox... ich möchte nicht ohne dich sterben, ich liebe dich!"

Ich nickte lautlos weinend, raffte mich auf und feuerte, Kugel um Kugel, sie neben mir... gemeinsam flogen wir durch den Sturm aus Metall und Tod, Hand in Hand... mehrere Karabiner waren auf unsere Herzen gerichtet, wir blieben zusammen, das gemeinsame Ende herbei sehnend, ein letztes Mal an das gemeinsame uns niemals vergönnte Leben denkend...

Rat-ta-ta-ta-ta-tata-ta!

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Ich musste wohl gestolpert sein, denn als ich meine Augen öffnete fand ich uns am Boden, meine Arme schützend um meine Liebste gelegt. Der Staub tanzte vor unseren Gesichtern, schwerfällig hob ich meinen Schädel - und entdeckte (natürlich, wen auch sonst) Robert... mit einem MG42 in den fucking Händen! Und was der zusammenballerte, die Krauts rannten, na ja, die die noch konnten... den Namen Nazisäge trug die Waffe echt nicht umsonst, was die für ne abnormale Kadenz hatte, und trotzdem hielt mein König datt Teil ganz souverän und traf locker jede zweite Kugel, mannoman!

"YEAR - VERPISST EUCH IHR SCHWEINEHUNDE, DIESE STADT GEHÖRT UNS!!! VIVRE PARIS, VIVRE LA FRANCE, VIVRE LA RÉSISTANCE!!!

"Merde, deine Bruder ist schon eine Teufelskerl!"

"Du sagst es!"

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Es war der 18. August 1944, der nächste Tag, als der Generalstreik ausgerufen wurde und es so richtig krass wurde: Die verbliebenen Nazis verteidigten sich mit aller Kraft, bombten uns mit großer Unterstützung der Bevölkerung durch besetzte Gebäude und Straßen, nirgends war ein Kraut mehr sicher... der 19. wurde zum Höhepunkt, zumal Robert und seiner neuen Brigade des Chèvres etliche Panzerfäuste und kleine Feldgeschütze erbeutet hatten und so richtig die Sau rausließen - die hatten mehr Armored Vehicles abgeschossen als wir während der Vire-Offensive! Am späten Abend stand es zur großen Frage - Dietrich von Choltitz bot eine vorübergehende Feuerpause an, was für Améli und Monsieur Grenouillé natürlich nicht infrage kam - ganz Paris sofort oder nichts!

Alsbald brachen wir zum Rathaus auf. Dieses strategisch wichtige Gebäude galt es möglichst unbeschadet zu besetzen und jeglichen Widerstand der Nazis auszuschalten, was uns ohne große Schwierigkeiten gelang. Waffen hatten wir mittlerweile mehr als genug, ich sah Robert mehr als einmal mit zweien gleichzeitig schießen, blieb selbst aber lieber bei meiner Thompson. Irgendwann kam er mit einem Gewehr an, wie ich es noch nie zuvor gesehen hatte - lang, ein gebogenes Magazin und selbst auf Distanz prätzise: "StG 44!", lachte er nur und war schon verschwunden, Sekunden später dem nächsten Kraut einen Headshot verpassend... mannoman!

Kaum eingenommen - "Jetzt komm nu auch rein zu uns, die Straße interessiert nicht, pass lieber auf den Eingang auf!" - verbarrikadierten wir das Rathaus und hielten es, bis am Abend des 24. August einer unserer Brüder vom Dach rief: "Es kommen Panzer - französische Panzer! Leclercs Zweite ist da!"

Der Jubel war unbeschreiblich.

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Der 25. August ging in die Geschichtsbücher ein - wir, die Résistance, hissten auf dem Eiffelturm die Tricolore, die französische Flagge.

Gemeinsam hatten wir es geschafft, die Stadt und ihre Bürger befreit, und auch wenn viele ihr Leben ehrenhaft in diesem Kampf gelassen hatten, so hatten wir Hitler gezeigt, dass wir ein Volk waren, welches seine Gewaltherrschaft getrotzt und gesiegt hatte!

Vivre la France!

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Unsere Meute folgte dem Strom der Sieger kurz nach der 28. Infanteriedivision und kam aus dem Staunen kaum heraus, dass wir noch lebten und obendrein Medaillien des Widerstandes trugen - Seb Reiter äußerte sich dazu wie folgt: "Jungs, ich weiß ja gar nicht, wo ich anfangen soll... wir dachten schon, die Krauts hätten euch gekriegt, als ihr nicht zurück kamt... bei Gott, ihr seid wirklich zwei Teufelskerle, sooft ich das schon auch gesagt haben mag, aber ihr seid es einfach! Alors, vivre la Résistance!"

"Vivre la Résistance, vivre la France!", salutierten wir feierlich und nicht minder glücklich.

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Zum Abschied blieb wenig Zeit, meine Geliebte erwartete mich schon in der Nähe unseres LKWs.

"Améli... ich..."

"Je comprends...", nickte sie traurig, "du musst gehen, nicht wahr?"

"Mhm, so ungerne ich es tue, aber..."

"Ich weiß, und ich verstehe es... Jox, ich wünsche dir auf deiner Reise nach Deutschland alles Gute, Glück und Segen, möge der Herr dich schützen! Und versprich mir etwas..."

"... ja?"

"Richte dem Führer einen schönen Gruß von mir aus, bevor du abdrückst!"

Ich grinste breit: "Klar, gerne!"

"Und... noch etwas...", sie kam näher, nahm meine Hände und küsste mich leidenschaftlich, "vergiss mich bitte nicht und komm zurück, wenn ihr es geschafft habt und du kannst!"

"Das werde ich! Auf bald, mögen auch dich die Geister beschützen!"

"Bis bald, Liebster!"

Meine Brüder zogen mich auf die Ladefläche, der Tross setzte sich in Bewegung... noch lange winkte sie mir nach, ehe ich sie aus den Augen verlor... Jeff und Paul gratulierten mir mitfühlend, Robert schlief trotz der vielen Schlaglöcher zwischen unseren Stiefeln. "Jox, was hast du den Kerl eigentlich so geschafft?", scherzte unser Major und reichte mir seinen Flachmann, "hier, ein echter Kerl braucht einen Schluck, damit ihm wieder warm ums Herz wird... und keine Sorge, die Kleine wirst du wiedertreffen, zur Not lasse ich sie nach Berlin bringen, alles klar? - Ach ja, und ich...", er griff unter seinen Sitz und beförderte eine waschechte Thompson hervor, "hier, für dich!

"Dange dir, die hat mir gerade noch gefehlt!", lachte ich laut (und vor allem, weil ich die von Robert einem französischen Mädchen überlassen hatte...), "na ja, und ihr, was habt ihr so erlebt, während wir weg waren?"

"Soweit nix besonderes... aber jetzt erzähl du mal, wir möchten ALLES hören!"

"Na schön... dann passt mal auf, wir..."

---

ENDE

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