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Zero

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Es war ein verregneter Tag in Equestria.

Selbst in Manehatten vermieden die starken Seehengste es unnötig durch den strömenden Regen laufen zu müssen, es war wirklich ein widerliches Sauwetter!

Das fand auch Ziegenkönig Robert, der es sich samt Töchterchen Sonea im Fahrdienstleiterstellwerk Mf des Bahnhofs bequem gemacht hatte und die Betriebssamkeit der Station überwachte. Auch er hatte eigentlich etwas anderes vorgehabt, aber wenn die Götter Katzen hageln lassen mussten... kam er eben auch nur bedingt gegen an, und wenn nicht ohne endlosen Zoff - nee, dann lieber so und Kopp zu!

"Hier Hf, melde den P3451 nach Fillydephia, soeben den Bahnhof pünktlich verlassen, freie Fahrt bis Mb gewährt."

"Hier Mb, P3451 nach Fillydelphia hat Grün, Strecke bis Einfahrt Fillydelphia frei, wünsche gute Fahrt!"

"Hier P3451, danke und wir versuchen's, solange der Regen uns nicht die Gleise wegschwemmt!"

Sonea stellte die Weichenstraße für den nächsten Zug aus Canterlot, ihr Vater nahm einen Schluck Tee... oh mannoman, heute passiert wohl gar nichts Vernünftiges mehr...

KA-BUMM!

Vater und Tochter waren mit einem Schlag hellwach und fragten sich gegenseitig: "Was war das?!"

Der Stellwerker wusste keinen Rat, Robert riss das Fenster gen Bahnhof auf und spähte in das Gewusel aus Tropfen - und tatsächlich, aus der Innenstadt stieg schwarzer Rauch auf!

"Sonea, da ist was hochgegangen, und ich verwette meine Krone, dass es einer von diesen Radikalschatten war! Und wenn ich den in die Hufe kriege, dann gnade ihm Cyro!"

"Das ausgerechnet von dir zu hören - na los, den kaufen wir uns!"

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Combine hatten das Gebiet um den Hauptmarkt längst weiträumig abgeriegelt, die beiden kamen trotzdem mühelos bis zum Rathaus durch, wo Overlord im Eingang regen- und wachengeschützt via mobiler Einsatzzentrale mit seinen Leuten kommunizierte und Befehle brüllte.

"Stören wir?", fragte Robert grinsend, sein Fell war längst triefend nass.

Der Mensch schrak hoch: "Robert, Sonea! Wie kommt ihr denn hierher?!"

"Wir waren am Bahnhof - und watt is hier los?", erkundigte sich zweitere neugierig, "ist Memory mal wieder unterwegs oder hat der Schattenprinz mal wieder Langeweile gehabt?"

"Wir wissen es nicht, meine Tochter ist es nicht, wag es bloß nicht das zu behaupten!", fauchte es wütend zurück, "ich selbst weiß nicht viel mehr als ihr, die hier natürlich auftauchen musstet!"

"Oh, entschuldige!", konterte Sonea, "dann verschwinden wir eben wieder, ich bin eh durch und möchte eigentlich bloß noch ins warme Wasser..."

"Overlord, wir haben Sichtkontakt - es ist eine Person, schwer auszumachen und blitzschnell, bewegt sich auf Ihre Position zu! Sofort evakuieren, ich wiederhole..."

"Scheiße!", entfuhr es Overlord, der seinen zwei Leibwächtern schnell Anweisungen gab und aufsprang, "mein Shuttle kommt gleich, die Verstärkung ist unterwegs, wir können hier nichts mehr tun!"

"Ich kann hier was tun!", brummte Robert und entsicherte seine HBRa, "und das werde ich auch tun - du kannst ja gerne abhauen, aber das ist nicht meine Methode - den knöpfe ich mir vor!"

"HIER IST ES ZU GEFÄHRLICH, DU BEGLEITEST MICH, UND SONEA AUCH!!!"

"Vergiss es, du hast hier nicht das Sagen, zumindest nicht was uns angeht!", blockte Sonea und widmete sich voll ihrer LMG, "also lass uns in Frieden, ich helfe meinem Dad!"

Overlords Kopf wurde immer röter, doch er fing sich und zischte zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor: "Dieser Gegner ist alleine und hat bereits zwei Dutzend meiner Leute auf dem Gewissen, er schießt mit Energiewellen um sich, von denen ein Alihorn nur träumen kann - IHR MÜSST HIER SCHNELLSTENS WEG, SONST SEID IHR IN HÖCHSTER GEFAHR!!!"

"Und wenn schon - mir ist kein Gegner zu stark!"

Ein gleißender Blitz zischte wenige Meter an ihnen vorbei und zerfetzte einen landenden Transporter, dessen Trümmer über den ganzen Platz flogen... Sonea war die einzige, die das beschreiben konnte: "So ein Feuerball, Junge!"

Dann explodierte das Rathaus hinter ihnen.

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Robert flog - und das ohne Flügel und auf das harte Kopfsteinpflaster des Platzes, das seinen Kopf an den Rande eines Notabschaltens brachte... mühsam stemmte er sich auf seine vier Hufe und sah das ganze Ausmaß des Massakers: Von Overlords Kommandocontainer lagen nur noch verstreute Metallteile herum, das Verwaltungsgebäude der Stadt war nur noch ein brennender Trümmerhaufen, Combineleichen lagen herum... heiliger Hellje, wenn die schon jemand...

Und da sah er den Jemand.

Es war ein Pegasus, der keine zehn Meter vor ihm in der Luft schwebte, die Flügel bewegten sich synkron. Sein Fell war strahlend weiß, so grell, dass der Ziegenkönig seine Augen zukneifen musste, um nicht geblendet zu werden, die zackige Mähne bewegte sich kaum im Wind.

Dafür durchbohrten und faszinierten ihn die Augen seines Gegenübers.

Solch ein Wesen hatte er noch nie gesehen.

---

"Wer bist du?!", rief er gegen das Prasseln des Regens an, "ich bin Ziegenkönig Robert und möchte dir nichts tun, ich komme in Frieden und möchte mit dir reden!"

Die Antwort blieb der Pegasus ihm schuldig, weil ihm eine Combinetruppe hinterrücks angriff und mit ihren Gewehren schwer zusetzte - doch die Kugeln schienen an ihm abzuprallen! Ein Huf hob es, bündelte Energie und radierte die Störenfriede aus, machte eine Häuserreihe mit dem Erdboden gleich und wandte den Kopf abrupt zu Robert, dessen Knie zusammenzubrechen drohten... fuck, gegen den hatte er nicht die geringste Chance!

Oder doch?

Ein Blitz sauste auf ihn nieder, er brach nach links aus und stürzte in einen Laden, die Ladung pulverisierte das Pflaster. Zwei Stockwerk sauste er hinauf, vorbei an denen sich in die hintersten Ecken kauernden Bewohnern, hinauf auf den Dachboden, auf das Dach. Von hier beobachtete er den Unbekannten, der alles aus dem Weg räumte, was ihm zu nahe kam - wie konnte man ihn stoppen?!

Blitze, Blitze... ein Blitz, das war es!

Der Plan kam wie von selbst, und als der Weiße gerade Overlord lokalisiert hatte, der ein herumliegendes Combinegewehr zu sich gezogen und auf ihn gerichtet hatte, trafen ihn zwei Dachziegel am Kopf: "HEY DU, KOMM HER, MICH KRIEGST DU NICHT!!!"

Das Ungetum kam her, schneller als er Robert lieb war, doch der mobilisierte all seine Kraft und brezelte davon, zum großen Leuchtturm im Süden der Stadt hin... hoffentlich klappte das!

Und der hinter ihm holte mehr und mehr auf...

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Außer Atem angekommen ging die Vollbremsung gehörig daneben und der Ziegenkönig klatschte auf den Pier... aua. Kraftlos starrte er zum Dach, wo der weiße Tod soeben gelandet war und einen gewaltigen Energieball zwischen seinen Hufen formte - oh Niben, komm schon!

KA-WUMM!!!, schepperte der Blitz hernieder in den sich kräuselnden Ball und überlud ihn, ein irres Spektakel folgte, die ganze Spitze des Leuchtturms explodierte in einem taghellen Feuerball, selbst Robert spürte noch die Hitze auf seinem Fell... er hatte es geschafft, er hatte ihn besiegt!

Und so lag er da und genoss den Regen, so wie er ihn noch nie genossen hatte - er lebte, das war die Hauptsache!

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Keine fünf Minuten später erreichten die Rettungskräfte den Hafen, bargen den verletzten Nicht-ganz-Ziegenbock-aber-doch-König und brachten ihn zu Overlord und Sonea, die beide längst wieder auf den Hufen beziehungsweise Füßen waren und ihn herzlichst knuddelten: "Oh Dad, dir geht es gut - und mal wieder hat dein Dickschädel dich gerettet, sagt der Arzt!"

"Das hat er, du hattest Glück...", gestand der ewige Pessimist, der dann aber doch erleichtert lächelte, "na ja, aber du lebst und dir geht es gut, das ist die Hauptsache!"

"Danke... danke... das von dir zu hören ist... schon was wert..."

"Hey, jetzt mach mal nen Punkt, ich..."

Sein Funkgerät bimmelte, er ging ran und lauschte den Worten eines Offizieres, sein Atem wurde schneller, Dinge wie "Nein!", "Das gibt's nicht!" und "Was, wie bitte?!" entfuhren ihm - kaum geendet, nach Luft ringend, drehte er sich zu seinen Mitstreitern um und keuchte: "Das... das ist der Hammer, das kann ich selbst nicht glauben!"

"Was ist denn los?!"

"Unser... unser Angreifer ist... ist ein Cyborg."

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Unwesentlich später, Orbit, Overlords Flaggschiff

Der Hochsicherheitstrakt des Schiffes war unter höchster Alarmstufe abgeriegelt, Combine und Wächter überall, dazu eine Abhandlung Ghost Rider, die Luna ihren beiden Verrückten mit der Drohung geschickt hatte, sich ja nicht noch einmal so in Gefahr zu bringen. Mit Overlord standen sie jetzt vor einer transparenten Energiezelle neuster und stärkster Bauart, in der sich, auf eine Bahre gefesselt, der weiße Cyborg befand und die Augen geschlossen hatte.

"Wie lange wird es noch dauern, bis er aufwacht?"

"Sonea...", tadelte der alte Mensch, "eine Maschine kann nicht aufwachen, sie kann höchstens ihr System neu starten, was..."

"Auch das meinetwegen!"

"... gleich beendet sein müsste!"

"Aha."

"Dein Ton stimmt nicht!"

"UND DEINER NOCH WENIGER!!!"

Ungeachtet von den beiden Streithähnen näherte sich Robert dem summenden Gefängnis, welches vier Minirailguns plus weiteren elektrischen Kreisen absicherten... wie gut, dass er nicht aus Metall war. Der Roboter vor ihm auf dem Tisch wirkte friedlich, ja, wie ein schlafender... momentchen mal, das war kein Er, das war eine Sie!

Und Sie schlug die Augen auf.

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Robert fror in der Bewegung ein - fuck, er war geliefert!

"H... allo..."

"Hallo.", gab die Maschine wieder und erfasste die Umgebung, "ich bin in einer transparenten Energiezelle, gesichert mit allem möglichen Schnickschnack, aber keinesfalls so, dass ich sie nicht verlassen könnte - und Ihr seid wohl Ziegenkönig Robert."

"Ähm... ja... ja doch!"

"Es tut mir leid, dass ich euch vor meinem Systemabsturz vor drei Stunden so angegriffen habe...", ging es einfach weiter und Overlord klappte unter der Maske die Kinnlade runter, "ich wollte niemanden verletzen, schon gar keine Combine, aber sie haben mich angegriffen, und mein defektes und nicht ganz komplettiertes System hat das als auszuschaltende Feinde aufgegriffen."

"Ich verstehe immer noch nicht wie..."

"Zuerst mal...", die Fesseln sprangen auf, eine nach der anderen, die Sirenen heulten los - keine zwei Sekunden lang, dann legte die weiße Stute das ganze System inklusive der Elektrokanonen und Railguns lahm, setzte sich auf und wischte mit einem Huf die Mähne aus dem Gesicht, "mein Name - ich heiße Z-0, oder auch Zero, bin eine Mischung aus Androiden und Cyborg und mit synthetischer regenerativer Außenhülle ausgestattet, sodass ich in der Lage bin, jede beliebige Gestalt anzunehmen, die ich analysiert und abgespeichert habe... kurzum, ich bin unsichtbar. Meine Bewaffnung ist erstklassig, diejenigen, die mich untersucht haben, haben noch nicht mal meine Schockwellenkanonen ausgebaut, vom Rest ganz zu schweigen, ich kann mich in jede Anlage binnen Millisekunden einhacken und mit ihr anstellen, was ich will. Ich bin pfeilschnell, habe Überschallgeschwindigkeit für Strecken bis 100.000 Kilometer drauf, regeneriere mich mithilfe von Sonnenlicht oder anderen Ladungszentren innerhalb von wenigen Sekunden völlig, habe eine Gesamtakkulaufueit von zwanzig Jahren, die aber selbst unter erschwerten Rahmenbedingungen kaum eintreten wird... was habe ich vergessen? Ach ja, mein Erschaffer und Vater ist ZG 937 - noch Fragen?"

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"Das war... beeindruckend!", hauchte Robert ergriffen, "mannoman, und unzerstörbar bist du auch?"

"Fast, aber ziemlich, ja - mir kann keine morderne Waffe etwas anhaben, wenn man es so ausdrücken will, sie kann mich schädigen, aber nicht vollkommen zerstören. Anschließend würde ich mich binnen Sekunden regenerieren, je nach Beschädigungsgrad... damit alles klar?"

"Wer ist dieser ZG 937, dein Erbauer?"

"Mein Vater...", ihre Stimme senkte sich etwas, "er war einer der Droiden der Regenbogen-Fabrik, ein fehlerhaftes Modell - eine seiner Platinen hatte einen Defekt, durch welchen er eine Art Gewissen und Gefühle entwickelte, Dinge, die bei mir standardmäßig programmiert sind... es ist eine lange Geschichte, wenn Ihr wünscht erzähle ich sie Euch ein andermal - und ich bitte Euch, Eure Tochter und den Anführer der Combine um tiefste Verzeihung, ich wollte niemanden verletzen!"

"Inwiefern bist du defekt?"

"Schwer zu sagen, um genau zu sein... ich weiß es nicht.", antwortete Zero traurig, "es ist wohl besser, ihr schaltet mich wieder ab."

"Ach was, und ich glaube sogar, dass ich dir helfen kann!"

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"Robert...", senkte Overlord gefährlich die Stimme, "was hast du vor?"

"Zero hier rausbringen, bevor du sie in ihre Einzelteile zerlegst!"

"WAS will ich wollen?!"

"Weil ich weiß wie gerne du überlegene Technik dir abguckst!", grinste der Ziegenkönig breit und schlug leicht gegen die Schulter des Menschen.

"Ich? Nenene ich doch nicht, neeee!", grinste Overlord unter seiner Maske megabreit, "und außerdem...", sein Blick ruhte jetzt auf der Cyborgstute, "du hast dich entschuldigt?"

"Ja, es tut mir wirklich leid, ich wollte niemanden verletzen! Ich glaube, ich bin den Combine was schuldig..."

"Nur eine Entschuldigung, die hast du gegeben - und jetzt verschwindet, ich will Zero nicht in der Nähe meine Leute sehen, weil die nicht so gnädig wie ich sein werden!"

"Danke Tobi, du bist eben nen echter Kumpel!", grinste Robert und preschte hinter seiner Tochter mit dem weißen Androiden auf seinen Armen davon... Overlord stand einen Moment regungslos da... hatte Robert wirklich Tobi gesagt?!

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"Dad, Mellis wartet im Nebenhanger auf uns, ein Schiff steht bereit!", meldete Sonea.

Eine Rechtskurve, dann waren sie da, das Aurora-Shuttle wartete schon, der Oberghostrider daneben, hektisch mit seinem Schweizer Sturmgewehr wedelnd: "Los macht hinne!"

"Lyra, Abflug!"

"Wir haben Grün, uuund... draußen!"

Mit Karacho schoss das kleine Raumschiff in den Weltraum, weg von der Combine-Flotte, zurück nach Hause.

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ENDE

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Epilog

Prof. Dr. Fisch und Dr. Schinken waren begeistert - ein echter Regenbogen-Fabrik-Androide, und dazu noch mit veränderbarem Äußeren, das war der Hammer! Recht schnell hatten die beiden Zeros Defekt gefunden, ihre innere erste Festplatte, auf der sich das Betriebssystem nebst Verhaltensspeicher und Wahrnehmungszentrum befand, hatte einen leichten Wackelkontakt, der mit einer kalten Lötstelle versehen war - ein kleiner Tropfen heißes Zinn, ein Neustart - Zero war wie neu.

Sonea war übrigens vom Erdboden verschluckt und als sie zurückkam, war sie in Begleitung eines unbekannten Hengstes, der Luna zum Rasen brachte - ihren Huf hoch wollte sie ihn zur Hölle jagen, doch der Hufschuh hing plötzlich in der Luft, wie angeklebt!

Und so hing die arme Ziegenkönigin den ganzen Tag mitten in der Eingangstür, während Zero und ihre neue beste Freundin in aller Ruhe zusammen Modellbahn spielten... so wie immer in diesem bescheuerten Equestria eben!

---

ENDE

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